Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Probleme beim Abstillen

Frage: Probleme beim Abstillen

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Meine Tochter ist vor kurzem 2 Jahre alt geworden und ich habe sie über einen Zeitraum von 10 Wochen mit viel Geduld und zusätzlichen Streicheleinheiten abgestillt. Zum Schluss (2 Wochen lang) erhielt sie nur noch morgens eine Stillmahlzeit. Inzwischen bekommt sie seit über einer Woche nichts mehr, trotzdem habe ich noch viel Milch in der Brust, die ich Abends nur ausstreife. Eine Pumpe habe ich nie benutzen können, ich hatte danach immer eine übervolle schmerzende Brust, deshalb habe ich auch keine Pumpe mehr. Mein Kind möchte ich nur ungern noch einmal anlegen, da sie gerade beginnt, über den "Verlust" hinwegzukommen. Gibt es ein Hausmittel, die Muttermilchproduktion zu senken?


Biggi Welter

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? Liebe Anja, Es ist normal, dass die Brust auch nach dem Abstillen noch `arbeitetA. Es dauert einige Zeit, bis keinerlei Milch mehr gebildet wird (Wochen bis Monate) und die Brust sozusagen wieder `inaktivA wird. Solange Sie Stauungen oder ein unangenehmes Spannungsgefühl bekommen, können Sie gerade so viel Milch mit der Hand ausstreichen (oder ganz vorsichtig abpumpen), dass die unangenehme Spannung nachlässt und Sie sich wieder wohlfühlen. Nicht mehr ausstreichen, sonst wird die Milchbildung weiter angeregt. Zusätzlich können Sie die Brust kühlen. Sie brauchen Ihre Trinkmenge NICHT einzuschränken, sondern können und sollen weiterhin entsprechend dem Durstgefühl trinken. Es hat sich allerdings als sinnvoll erwiesen, den Kochsalzkonsum in der Abstillperiode einzuschränken. Manche Frauen empfinden einen stützenden, aber in keinem Fall einengenden BH in der Abstillphase als angenehm. Zwingend notwendig ist es jedoch nicht, einen BH zu tragen. Es gibt auch naturheilkundliche und homöopathische Mittel, um den Abstillprozess zu unterstützen, wenn Sie sich hierfür interessieren, wenden Sie sich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder eine Hebamme. Sobald Sie keine Probleme mit einer prallen, schmerzhaft spannenden Brust oder einem Milchstau usw. haben, besteht überhaupt kein Handlungsbedarf. Ihre Brust wird ganz allmählich die Milchproduktion vollständig einstellen und noch in der Brust vorhandene Milch wird vom umgebenden Gewebe resorbiert werden. (Keine Sorge, die Milch in der Brust wird nicht `schlechtA). Widerstehen Sie der Versuchung immer wieder ein bisschen an der Brust herumzudrücken, um zu sehen `ob da noch was istA. Auf diese Weise kann die Milchproduktion auf geringem Niveau weiterhin aufrecht erhalten bleiben. LLLiebe Grüße Biggi Welter


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