Annika444
Hallo Biggi, Ich habe meinen Sohn 6 Monate voll gestillt. Seit Januar bekommt er den Mittagsbrei, seit Februar Abendbrei und jetzt seit vorgestern Nachmittagsbrei! Vor ca 2 Wochen habe ich aufgehört nach dem Mittagsbrei zu stillen, da er es nicht mehr braucht. Nach dem Nachmittagsbrei stille ich auch nicht mehr. Vorgestern hatte ich eine ganz harte Stelle in der Brust und schmerzen, die nach 2 Tage großen Aufwand mit Wärmen-Massieren-Stillen o Abpumpen-Kühlen & Traumel weg ist. Jetzt bemerke ich gerade ein Milchbläschen auf der Brustwarze! Ich hatte noch nie Probleme beim Stillen. Was mache ich jetzt falsch? Verzweifelte Grüße Annika
Liebe Annika, die Brust muss sich jetzt langsam an den geringeren Bedarf gewöhnen und du machst es genau richtig, wenn du gleich ausstreichst und kühlst. Ob das weiße oder klare Bläschen durch einen Pfropfen im Milchgang oder durch ein die Öffnung blockierendes Häutchen verursacht wird, die Behandlung ist die gleiche. Du solltest warme Kompressen auflegen, um das Bläschen zu erweichen und dann sofort das Baby an die Brust anlegen oder ausstreichen und pumpen. Die Hitze führt dazu, dass sich der Milchgang leicht ausdehnt, so dass er für den Pfropfen durchgängig werden kann. Liegt die Ursache des Problems in einem Häutchen über dem Milchgang, wird dieses sich durch die Hitze ausdehnen und dünner werden. Sobald Wärme angewendet wurde, wird der Milchspendereflex zusammen mit der Saugtätigkeit des Babys oder der Pumpe in den meisten Fällen ausreichen, um das Bläschen zu öffnen. Danach können die für wunde Brustwarzen empfohlenen Maßnahmen dabei helfen, die Heilung zu beschleunigen. Wenn die oben beschriebene Behandlung keine schnelle Erleichterung bringt, reicht meist eine einmalige Öffnung des Bläschens mit einer Kanüle (bitte mit dem Arzt besprechen). Wichtig ist, dass beim Auftreten dieses Problems möglichst bald reagiert wird, um einen Milchstau und ev. daraus resultierende Probleme zu vermeiden. Zusätzlich sollte auf eine möglichst korrekte Stillhaltung und richtiges Anlegen geachtet werden. Bei immer wiederkehrenden Stauungen hat es sich bewährt, wenn alle Fette die Du zu Dir nimmst, durch hochungesättigte Fette ersetzt werden und zusätzlich pro Tag einen Esslöffel flüssiges Lecithin (ich weiß selbst nicht genau, warum es flüssig empfohlen wird) eingenommen wird. Die Einnahme von Vitamin C kann ebenfalls helfen. Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen. Lieben Gruß Biggi
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