Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

nur morgens noch Brust

Frage: nur morgens noch Brust

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Hallo Biggi! Meine Tochter (6 3/4 Mon.) bekommt mittags und abends einen Brei,welchen sie auch gern mag.Die Stillmahlzeit am Nachmittag lehnt sie komplett ab.Warum weiß ich auch nicht.Sie bekommt deshalb vorläufig ne Flasche und demnächst den Getreide-Obst-Brei.Morgens trinkt sie aber noch gern an der Brust und ich hoffe,das mir wenigstens die Stillmahlzeit noch erhalten bleibt! Habe nun allerdings Bedenken,das mir die Milch irgendwann ganz versiegt,da sie ja praktisch alle 24 Std.nur einmal trinkt.Hast du vielleicht einen Tip,daß das nicht passiert?! Danke Rowena


Biggi Welter

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Liebe Rowena, es gib Frauen, die mit einmaligen Stillen innerhalb von 24 Stunden problemlos die Milchmenge weiter bilden, die sie für Ihr Kind benötigen, bei anderen Frauen reicht eine nur mehr ein oder zwei Mal tägliche Stimulation der Brust nicht mehr unbedingt aus, um die Milchproduktion weiterhin auf dem erforderlichen Niveau aufrecht zu erhalten. Wie dies im Speziellen bei dir ist, kann ich nicht beurteilen. Deine Tochter bekommt schon sehr viel Beikost für ihr Alter, Du solltest mit dem Getreidebrei noch etwas warten und dein Kind lieber öfter anlegen oder die Flasche geben. Deine Tochter wird die Brust am Nachmittag deshalb ablehnen, weil sie saugverwirrt ist. Es kommt leider gar nicht so selten vor, dass ein Baby, das die Flasche bekommt an der Brust mit Frustration reagiert. Beim Trinken an der Flasche erhält das Kind sofort Milch und muss nicht erst den Milchspendereflex anregen. Manche Kinder erwarten, dass die Brust dann ebenso funktioniert wie die Flasche und reagieren mit Geschrei, Zappeln oder sogar Verweigerung der Brust, weil es dort eben anders ist als an der Flasche. Dazu kommt, dass die Trinktechnik an Brust und Flasche ganz verschieden ist und es Babys gibt, die mit dem Wechsel der beiden Techniken nicht zurecht kommen. Ein Baby, das an der Brust mit der gleichen Technik trinkt wie an der Flasche, wird wenig bis gar keine Milch bekommen und reagiert dann verständlicherweise frustriert. Diesen Zustand nennt man Saugverwirrung. Wenn Du dein Baby wieder an die Brust bringen möchtest, solltest Du auf alle künstlichen Sauger verzichten. Außerdem haben sich die folgenden Dinge bei einem Stillstreik bewährt: im Umhergehen stillen, in der Badewanne oder im Schaukelstuhl stillen, im Halbdunkeln stillen, im Halbschlaf stillen, das Baby mit der Brust spielen lassen, unterschiedliche Stillhaltungen ausprobieren, alle künstlichen Sauger vermeiden, das Baby massieren, viel Körperkontakt (Haut auf Haut), und ganz wichtig: keinen Stillstress erzeugen, weder bei der Mutter noch beim Kind, Ruhe und Gelassenheit, auch wenn es schwer fällt. LLLiebe Grüße Biggi


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