ciucas
Hallo zusammen, ich hab mal wieder eine Frage. Nachdem ich ewig gebraucht hatte um das tägliche stillen los zu bringen, stille ich nun (meine Tochter 11 Monate) noch abends einmal und nachts. Ich bin mittlerweile ziemlich genervt weil ich egtl. gar nicht so lange stillen wollte und es jetzt immernoch ist. Können Sie mir sagen wie ich ihr das auch abgewöhnen kann? Meine Tochter ist ein ziemlicher Sturkopf und nimmt auch keine Flasche. Ich glaube die riecht es schon wenn ich nur versuche Folgemilch anzurühren, sie trinkt davon auch keinen Tropfen, auch nicht in einer anderen Flasche. Ich möchte aber unbedingt vom stillen los kommen da sie auch schon 6 Zähne hat und es nervt mich zeitweise tierisch wenn sie dann nachts ewig rum nuckelt und dann schreit weil ich ihr die Brust nehme. Hoffentlich können Sie mir einen Tipp geben. Vielen Dank und viele Grüße
Liebe ciucas, Du musst dir bewusst sein, dass sich durch das Abstillen dein Leben keineswegs auf wundersame Weise positiv verändern wird. Falls Du diese Vorstellung haben solltest, könntest Du eine herbe Enttäuschung nach dem Abstillen erleben. Dein Kind wacht wahrscheinlich nicht auf, weil es Hunger hat, sondern DEINE Nähe sucht. Wenn Du jetzt abstillst, wird dein Kind wahrscheinlich noch sehr viel anhänglicher sein, wie es am Wochenende ja bereits der Fall war. Wenn allerdings Mama auf dem Zahnfleisch geht, so wie das bei dir der Fall ist, dann ist das ebenso ernst zu nehmen, denn es soll sich ja keine Mutter aufopfern für ihr Baby, sie selbst soll auch glücklich und gesund sein!! Es kann also nötig sein, dem Baby beizubringen, dass Mama eine Stillpause braucht in der Nacht. Wie das funktionieren kann (aber nicht bei allen auch wirklich funktionieren wird, wenn sie eben noch nicht reif sind dafür), hat unter anderem Elizabeth Pantley einfühlsam erarbeitet. Ihr Buch "Schlafen statt Schreien" zeigt einen Weg auf, das Kind zum längeren Schlafen in der Nacht zu bewegen. Von ihr stammt etwa diese Idee zur Einführung einer "stillfreien Zeit": Mit fast 6 Monaten kann dein Kleiner vielleicht wirklich schon verkraften, ein paar Stunden lang in der Nacht nicht zu stillen, vor allem wenn er in der restlichen Zeit nach Bedarf gestillt wird und vielleicht auch ganz viel im Tragetuch sein darf. Erkläre deinem Kind schon bei Tag, was sich in der Nacht ändern wird, und versuche, Signale zu definieren, die es wieder erkennen kann (z.B. "erst wenn der Radiowecker angeht, dann darfst Du trinken") und die sich eventuell anpassen lassen (den Radiowecker kann man etwa jeden 2. Tag eine viertel Stunde nach hinten programmieren, so dass die Pause immer länger wird). So wird die Nacht allmählich stillfrei. Wenn sich dein Kind dann in der Nacht beschwert, dass es nicht trinken darf (und das kann es natürlich nur durch weinen oder schreien), dann tröste es und sprich liebevoll-beruhigend mit ihm, und gestehe es ihm auch wirklich zu, sauer zu sein, aber bleib konsequent beim "Nein", bis der vereinbarte Zeitpunkt (z.B. der Radiowecker geht an) für das Stillen gekommen ist. Dann jedoch solltest Du auch von dir aus deinem Kind die Brust anbieten - so lernt es, dass es sich auf dein Wort verlassen kann. Natürlich kannst Du ihm während der Nacht einen Schluck Wasser oder auch einen Schnuller anbieten, doch sei nicht allzu überrascht, wenn das anfangs mit Wut abgewiesen wird. Ehrlicherweise muss ich dazu sagen, dass die ersten Nächte zwangsläufig sehr unruhig sein werden. Doch in der Regel akzeptieren Kinder relativ schnell die neuen "Spielregeln", und je älter sie sind, desto einfacher. Einen "Knacks" beim Kind brauchst du nicht befürchten, wenn du ihm wirklich beistehst und ihn nicht "strafst" für seine natürliche Reaktion auf diese Veränderung. Nur wenn sich dein Kind über mehrere Tage hinweg gegen diese stillfreie Zeit sperrt, oder gar tagsüber extrem anhänglich bzw. weinerlich wird, oder gar eine Hautreaktion zeigt, dann weißt du, dass es noch zu früh ist und du vielleicht einfach noch ein paar Wochen warten und durchhalten solltest. LLLiebe Grüße, Biggi
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