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Nächtliches Stillen mit 14 Monaten

Frage: Nächtliches Stillen mit 14 Monaten

Verena_M

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Hallo, Ich bräuchte Ihre Unterstützung in folgendem Sachverhalt : Mein Sohn ist knapp 14 Monate alt. Er schläft i.d.R. Abends nach dem Stillen in seinem Bett ein ( meist gegen 20 uhr / 20.30) , wird dann gegen Mitternacht das erste Mal wieder wach, indem er zunächst unruhig wird, sich dann den Schnuller aus dem Mund zieht und ihn wegwirft.dann nehme ich ihn hoch und i.d.r. Zu uns ins Bett, wo er den Rest der Nacht verbringt. Im Laufe der Nacht wird er rd.alle 3 Stunden wach und fordert die Brust ein, manchmal auch nur zum Nuckeln, manchmal auch wirklich zum Trinken. Lege ich ihn jedesmal zurück in sein Bett, wäre die Situation die Gleiche mit dem Nachteil, dass ich am nächsten Morgen völlig k.o. wäre. Da er aber neben mir im Bett liegt, kann ich ihm relativ schnell die Brust geben, woraufhin er meist schnell wieder einschläft. Ein Hochnehmen ist damit nicht mehr erforderlich. So kann es nun allerdings sein, dass er nachts bis zu 5 x an der Brust ist. Mit zunehmender Anzahl an Zähnen wird das Stillen ehrlich gesagt nicht angenehmer;-) Ungern möchte ich ihn schreien lassen, frage mich aber langsam dennoch, wie ich ihn jemals von der Brust weg bekomme und evtl zu längeren Schlafphasen verhelfen kann. In 4 Wochen beginnt die Eingewöhnung in der Kita, in 8 Wochen starte ich wieder ins Berufsleben. Ich habe Sorge, ob das die Situation nicht noch verschärfen könnte und zweifle auch an der Entscheidung. Wasser trinkt er nachts nicht, weder aus dem Becher noch aus der Flasche ( zumal es meiner Einschätzung nach hier ja auch nicht vorrangig um Durst , sondern um Nähe geht). Besteht Ihrer Erfahrung nach die Chance, dass er irgendwann (in absehbarer Zeit ) einfach das Interesse an der Brust verliert, oder muss ich wirklich den schmerzhaften Weg gehen und ihm Stück für Stück die Brust verweigern? Ich zweifle langsam auch daran,ob es richtig war, ihn früher immer sofort anzulegen....Dies hatte eben den Vorteil, daß die Schlafunterbrechungen immer nur kurz waren - oder ob ich es mir da zu einfach gemacht habe und ihm damit etwas angewöhnt habe, was ich jetzt nicht mehr raus bekomme. .. Wie gesagt, zeigt er relativ deutlich, dass er an die Brust will und nichts anderes ( Wegwerfen des Schnullers oder zeigen aufs Tshirt oder auf den Platz, an dem ich i.d.r. Stille ). Ich habe den Eindruck, dass die Häufigkeit des Stillens auch eher wieder zunimmt als abnimmt. ...) Vielen Dank für Ihre Einschätzung.


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Liebe Verena_M, ein Kind entwöhnt sich von allein, sobald es reif dafür ist. Dein Kind ist völlig normal, es braucht die Brust noch, so hat die Natur es vorgesehen. Ihm jetzt die Brust zu entziehen, wenn dann auch noch eine Trennung durch Kita und Arbeit bevorsteht, würde ich nicht empfehlen. Im Gegenteil: Wenn du ihn weiterhin stillst, wenn ihr zusammensein könnt (vernutlich vor allem in der Nacht, wenn er bei dir liegt), kann er Geborgenheit und Nähe tanken, die er so nötig hat in dem Alter. Zweifele nicht daran, ihn anzulegen, wenn er nach der Brust verlangt. Indem du sein natürliches Bedürfnis durch eine natürliche Reaktion beantwortest tust du ihm gut, nicht schlecht. Das ist also tatsächlich keine schlechte Angewohnheit sondern eher "argerechtes Verhalten" :-) Ich weiß, es klingt unmöglich, doch die meisten Kleinen bekommen den Wechsel ganz gut hin, wenn man sie nicht überfordert. Durch das Stillen kannst du ihm zeigen, dass sich nicht alles radikal verändert. Schau doch vielleicht auch mal nach einer Stillgruppe in deiner Nähe. Auch da finden sich Frauen, die Stillen und Berufstätigkeit unter einen Hut bringen und dir gute Tipps geben können. Adressen von Stillberaterinnen findest Du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). Lieben Gruß, Kristina


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