Hanna1988
Hallo liebe Biggi! Meine Tochter ist 11 Monate und ein paar Tage alt. Seit ca. 1 Woche haben wir nun das nächtliche Abstillen in Angriff genommen. Unter tags hab ich sie schon länger nicht mehr gestillt. Bis dato bin ich mit ihr um ca. 19-19:30 Uhr ins Bett gegangen und hab sie in den Schlaf gestillt. Das hat gut und gerne 2-3 Stunden gedauert (es war ein hin und her zwischen trinken, wegdrehen und krabbeln/turnen, wieder zu mir krabbeln, ein bisschen trinken, nuckeln, wegdrehen,...). Es hatte also nichts mit einem ruhigen Einschlafstillen zu tun. In der Nacht ist sie dann eigentlich auch immer ca. alle 2 Stunden wach geworden und ich hab ihr dann die Brust gegeben. Ich muss gestehen, dass war einfach am bequemsten. Die Nächte, in denen sie seit ihrer Geburt länger als 3 Stunden am Stück geschlafen hat, kann ich nämlich an einer Hand abzählen und irgendwann fordert der Schlafmangel seinen Tribut und man will einfach nur mehr irgendwie ein paar Stunden Schlaf abgekommen. Sie hat dann auch meistens noch ein bisschen getrunken (ich hatte aber den Eindruck es war oft nur nach dem Motto: "Na wenn ich schon mal an der Quelle liege...."). Meistens wollte sie einfach nur Nuckeln... und das stundenlang. Sobald ich ihr die Brust wegnehmen wollte, suchte sie schon wieder danach. Den Kinntrick habe ich auch ausprobiert - leider erfolglos. Mich nervte das dann doch schon ziemlich - es musste sich was ändern. Nun also gehe ich mit ihr wieder um ca. 19:30 Uhr ins Bett und sie bekommt ein Abendfläschen. Bis sie das trinkt ist es meistens 21 Uhr. Bis dahin wird natürlich viel geweint, ich versuch sie ein bisschen abzulenken und kuschle viel mit ihr. Wenn sie das Fläschen dann trinkt ist sie einfach schon richtig müde und fertig. Ehrlich gesagt hab ich nicht das Gefühl, dass sie es gerne trinkt (die Flasche hat sie bis jetzt auch immer abgelehnt). Aber sie hat offenbar Hunger/Durst und da ich sie nicht stille fügt sie sich dann wohl oder übel ihrem Schicksal und trinkt es. Sie bekommt 1-er Milch und schafft etwa 150-170 ml. In der Nacht hab ich sie die ersten Nächte noch 2-3 Mal gestillt. Damit hätte ich auch überhaupt kein Problem. Nun ist es so, dass ich sie gestern Nacht sogar nur mehr 1x gestillt habe. Sie wird zwar öfters wach, lässt sich aber durch Streicheln, Händchen halten,... beruhigen und schläft dann eigentlich schnell wieder weiter (wir haben ein Familienbett). Das irritiert und verunsichert mich jetzt doch ein bisschen. Sie ist nämlich auch keine große Esserin und sie trinkt bis jetzt nur wenig Wasser. Das war natürlich vorm Abstillen auch schon so. Aber da hab ich sie in der Nacht noch gestillt und Muttermilch passt sich ja den Bedürfnissen des Babys an. Ich dachte mir, sie holt sich in der Nacht schon was sie braucht. Ich freu mich auf der einen Seite, dass meine Kleine so gut mitmacht und ich persönlich wieder mehr Schlaf abbekomme. Andererseits möchte ich natürlich nur das Beste für sie und möchte nicht, dass es ihr an irgendwas (sei es Flüssigkeit, Nährstoffe,...) fehlt. Außerdem hatte sie ja offenbar bis vor 1 Woche noch ein großes Saugbedürfnis. Auch das ist jetzt plötzlich weg. Sie verweigerte bis jetzt immer einen Schnuller. Nun biete ich ihr als Ersatz nach dem Abendfläschen einen an, den sie kurz nimmt und dann aber wieder ausspuckt. Ich möchte auch diesem Bedürfnis nachkommen, weiß aber nicht wie das gehen soll, wenn sie keinen Schnuller nimmt. Kann es sein, dass ihr Saugbedürfnis so schnell verschwindet? Sucht sie sich selbst dann Ersatz, wenn sie es braucht, sprich nimmt sie dann irgendwann Schnuller, Finger, Nuckeltuch? Oder soll ich's mit einem Wasserfläschen versuchen? Soll ich auf eine Folgemilch umsteigen? Von den Kalorien her unterscheiden sich 1-er und 2-er Milch ja nicht wirklich. Aber womöglich sind in der Folgemilch mehr für sie wichtige Nährstoffe enthalten... Morgens hab ich sie vor dem Aufstehen bis jetzt immer gestillt. Nun hätte ich's auch mit einem Fläschen probiert, was sie ablehnt. Und da möchte ich eigentlich nicht 1,5 Stunden umherprobieren bis sie es mir irgendwie nimmt. Sie bekommt jetzt Haferbrei mit Obst (manchmal mit Vollmilch, manchmal mit Halbmilch angerührt), den sie mal ganz, mal nur zur Hälfte isst. Mittags isst sie bei uns ein bisschen mit, nachmittags mag sie nichts essen (außer vielleicht mal einen selbstgebackenen Babykeks), abends hat sie bis dato immer Grießbrei bekommen. Da ich den Milchbrei aber jetzt morgens gebe, hätte ich ihr nun Brot mit Butter, Schinken, Käse, Gurke,... angeboten. Davon isst sie aber wieder nichts. Soll ich ihr also abends auch wieder einen Grießbrei richten? Dann hätte sie morgens, abends, und vorm Schlafen milchhaltige Nahrung? Aber eigentlich sollte sie schön langsam doch weg vom Brei hin zum Familienessen... Soll ich ihr in der Nacht ein zusätzliches Fläschen anbieten? Allerdings hat sie schon 8 Zähne und zwecks Zahnpflege und Kariesprophylaxe wär das natürlich nicht optimal. Oder soll ich trotzdem weiterhin die Brust geben? 1-2x Stillen in der Nacht würde mich ja nicht stören, nur ich möchte nicht länger als menschlicher Schnuller angesehen werden. Entschuldige den laaaangen Text und die vielen Fragen. Aber vielleicht kannst du mir ein bisschen weiterhelfen. Falls wer von den anderen Mamis einen Ratschlag hat, wär ich natürlich auch sehr dankbar. Ich wünsche dir ein guten Start ins neue Jahr. Vielen Dank für deine Arbeit hier. Hannah mit S.
Liebe Hannah mit S., ich glaube, dass Dein Baby jetzt einfach Zeit für die Umstellung braucht und Du gar nicht so viel eingreifen solltest. Im Moment würde ich keine weitere Milchmahlzeit geben und auch keine Folgemilch , sondern abwarten, bis Dein Baby seinen Hunger spürt. Es wird dann irgendwann mehr essen und das von ganz alleine und ohne Druck. Auch wird Dein Baby sich einen Ersatz suchen, um sein Saugbedürfnis zu stillen, biete ihm mal ein Lutschetuch an oder schenke Deiner Kleinen ein erstes Kuscheltier. Auch wegen dem Trinken würde ich abwarten. Du kannst aus dem Gemüsebrei eine Suppe machen und den Brei sehr dünn anbieten, dann bekommt Dein Baby automatisch mehr Flüssigkeit. Solange der Urin des Babys hell, fast farblos aussieht und nicht unangenehm riecht, bekommt es in der Regel genügend Flüssigkeit. Vertraue Deiner Kleinen, sie wird Dir zeigen, was sie braucht. Lieben Gruß Biggi
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