Frage im Expertenforum Stillberatung an Kristina Wrede:

Nächtliches Abstillen

Frage: Nächtliches Abstillen

erili

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Liebe Biggi, meine Tochter ist gerade 3 Jahre alt geworden und ich bin nun soweit, dass ich abstillen möchte. Wir hatten eine sehr schöne Stillbeziehung und sie wurde viel und nach Bedarf gestillt. Geschlafen wird im Familienbett. Sie ist eine wher schwache Esserin, entwickelt sich aber gut und es hat sich für mich einfach richtig angefühlt, so lange zu stillen, auch wenn es jetzt „nur“ noch zum Einschlafen, nachts (manchmal öfter, manchmal nur noch 1x bis gar kein Mal) und zum Aufwachen war. Sie genießt ihre Milch immer noch sehr, aber ich spüre jetzt ist es an der Zeit aufzuhören. Ich habe mich dabei für eine stufenweises Abstillen entschieden, damit wir beide es besser verarbeiten können. So habe ich ihr vor etwa einer Woche erklärt, dass es die Milch ab jetzt nur zum Einschlafen, und dann erst wieder zum Aufwachen geben wird. Die erste Nacht war natürlich katastrophal, aber das habe ich erwartet. Die nächste Nacht hat sie mal sogar durchgeschlafen, er das war wohl eher zufällig, denn die weiteren Nächte sind jetzt sehr mühsam. Sie wacht nach ein paar Stunden auf und sagt es ist schon Morgen und sie mag trinken. Sie versteht nicht, dass es noch mitten in der Nacht ist. Ich bin zwar konsequent geblieben, aber tue mir auch schwer, wie ich ihr erklären soll, ab wann denn Morgen ist - ab 5, ab 6, ab 7...? Für sie ist es schwer nachvollziehbar und so zweifle ich jetzt ob ich es richtig gemacht habe... Denn sie trinkt auch in der Früh noch immer im Halbschlaf und auch manchmal noch eine Stunde und döst dabei weiter. Es ist daher auch nicht machbar dass ich woanders stille, als im Bett. Insgesamt muss es für sie total unschlüssig sein, warum sie um 5 noch keine Brust bekommt aber um 7 dann schon, weil für sie fühlt es sich sicher gleich an :-( Jetzt aber sagen in der Früh gibt’s auch keine Milch mehr ist jetzt auch keine Option (weil sonst kein Vertrauen in das was ich sage). Ich möchte sie da gut begleiten und bin daher für jeden Tipp dankbar, wie ich es besser angehen sollte. Herzliche Grüße! E.


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Liebe erili, was du brauchst ist ein "Stillsignal". Ich empfehle dir dafür ein kleines Nachtlicht und eine Zeitschaltuhr. Die kannst du so einstellen, dass sie zur Einschlafzeit leuchtet und dann, ja, zu der Zeit in der Früh, die für dich eine akzeptable Stillzeit ist. Deiner Kleinen kannst du erklären, dass es jetzt leichter für euch wird mit dem Stillen, weil die Lampe anzeigt, wann gestillt werden kann. Und du kannst und solltest sie auch darauf hinweisen, wenn eine Stillzeit beginnt... Das schafft Vertrauen! Noch ein Vorteil des Arbeitens mit einer Zeitschaltuhr: Du kannst auch das Ende der Stillzeit anzeigen lassen - wenn das Licht aus geht beginnt die Stillpause. Und im Laufe der Zeit kannst du die Abstände allmählich ausdehnen, immer um 15 Minuten nach hinten. Mit dieser Vorgehensweise machen viele Mütter sehr gute Erfahrung. LIeben Gruß, Kristina


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