Mitglied inaktiv
Hallo, mein Sohn,25M,stillt noch zum Einschlafen und nach dem Aufwachen.Bis vor kurzem auch noch Nachts. Wir hatten einen etwas schwierigen Start, da unser Sohn lange ein Schreibaby war. Zum Glück hat mein Mann mich viel unterstützt. Trotzdem hatte ich das erste Jahr etwa 3-4 Std. Schlaf/Tag. Für mich einfach viel zu wenig. Danach wurde es etwas besser. Mit knapp 2 Jahren hat er dann endlich mal so 5-6 Std. am Stück geschlafen. Da ich wirklich nervlich und körperlich nach dieser langen Zeit aufgebraucht bin und jetzt auch noch die Trotzphase beginnt, habe ich gedacht, das nächtl. Abstillen könnte das Durchschlafen fördern. So hätte ich mehr Kraft für die Widrigkeiten des Alltags. Also habe ich mit ihm geredet und erklärt, daß die Brust nun nach so langer Stillzeit etwas mehr Schlaf brauche, damit sie noch Milch machen kann. Ich habe ihm einen tollen Kinderwecker gekauft, den wir Abends stellen, dann Stillen wir zum Einschlafen und morgens um halb 6 geht der Wecker zur "Morgenmilch". Das hat 2 Nächte geklappt. Seit dem wird er ein mal in der Nacht wach und fragt nach der Brust. Dann erkläre ich ihm, daß die Brust ja noch schläft und müde ist, er aber wenn der Wecker klingelt, die Brust wecken darf. Dann geht das Theater los. Brüllen, schreien, weinen, jammern. Ewig lang. Ich tröste ihn, drücke ihn, singe, tue alles, was möglich ist. Aber er beruhigt sich nicht. Ich dachte, daß er vielleicht etwas Zeit braucht, um sich an die neue Situation zu gewöhnen, aber auch nach 3 Wochen ist es nicht besser. Ich möchte ungern zurück, aber so ist es auch kein Zustand. Ich habe ihn sogar schon geschimpft, weil er so lange, so viel gekreischt hat. Ich dachte wirklich, er könnte das in dem Alter schon verstehen. Vor allem darf er ja noch trinken, nur eben Nachts nicht. Was kann ich noch tun, damit er darunter nicht so sehr leidet? Tut er das überhaupt oder will er nur seine Gewohnheit durchsetzen? Ich weis mir keinen Rat mehr. Auf der einen Seite möchte ich ihm schon immer entgegen kommen, auf der anderen Seite aber muß ich wieder auf mich selbst achten. Und ich brauche endlich mal wieder 5-6 Std. Schlaf am Stück, ohne daß ich um 8 Uhr mit ihm ins Bett gehen muß. Entschuldigung für die Länge des Textes. Musste mir das mal von der Seele schreiben. Vielen herzlichen Dank!!!
Liebe papillon74, oh wie, diese Situation ist wirklich nicht leicht. Ich kann es nur zu gut verstehen, dass Du am Ende bist und nicht weißt, was jetzt das Richtige für Euch alle ist. Deinem Sohn scheint das Stillen in der Nacht noch enorm wichtig zu sein und nach drei Wochen glaube ich nicht, dass es "nur" eine Trotzreaktion ist. Trotzdem hast Du natürlich das Recht, jetzt auch deine Interessen durch zu setzen, dein Kind kann das schaffen. Wenn sich dein KLeiner dann in der Nacht beschwert, dass er nicht trinken darf (und das kann es natürlich nur durch weinen oder schreien), dann tröste ihn und sprich liebevoll-beruhigend mit ihm, und gestehe es ihm auch wirklich zu, sauer zu sein, aber bleib konsequent beim "Nein", bis der vereinbarte Zeitpunkt (z.B. der Radiowecker geht an) für das Stillen gekommen ist. Dann jedoch solltest Du auch von dir aus deinem Kind die Brust anbieten - so lernt es, dass es sich auf dein Wort verlassen kann. Natürlich kannst Du ihm während der Nacht einen Schluck Wasser oder auch einen Schnuller anbieten, doch sei nicht allzu überrascht, wenn das anfangs mit Wut abgewiesen wird. Ehrlicherweise muss ich dazu sagen, dass die ersten Nächte zwangsläufig sehr unruhig sein werden. Doch in der Regel akzeptieren Kinder relativ schnell die neuen "Spielregeln", und je älter sie sind, desto einfacher. Einen "Knacks" beim Kind brauchst du nicht befürchten, wenn du ihm wirklich beistehst und ihn nicht "strafst" für seine natürliche Reaktion auf diese Veränderung. Wichtig ist, dass dein Sohn spürt, dass Du ihm zwar die Brust entziehst, nicht aber deine Liebe. Viele Frauen glauben, dass sie sich beim Abstillen vom Kind distanzieren müssen, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Ich wünsche dir von herzen, dass es bald besser klappt! LLLiebe Grüße, Biggi
Mitglied inaktiv
Liebe Biggi, ganz herzlichen Dank für Ihre Antwort. Sie hat mich noch einmal in meinem Weg bestärkt und so war die letzte Nacht schon wieder besser. Ich habe all meine Kräfte gesammelt und getröstet und getröstet und getröstet ... Mein Sohn ist da sehr hartnäckig und wehement. Aber auch das werden wir gemeinsam schaffen! Mit viel Liebe und Vertrauen ... Vielen Dank noch einmal für das Erinnern ... Viele Grüsse
Ähnliche Fragen
Hallo ich bin Myriam, ich habe eine 14 monate alte tochter und bin sie immernoch am stillen. Ich möchte aber gerne abstillen. Ich kriege nachts kein auge mehr zu. Sie ist dauernd an der brust. Ich habe den fehler gemacht und sie an das ,,Einschlafstillen" gewöhnt. Wqs anderes akzeptiert sie auch nicht zum einschlafen. Kein schaukeln, kein kuscheln ...
Hallo Frau Welter, ich habe meine Tochter mit zwei Jahren abgestillt nach einer schönen, intensiven Stillzeit. Da wir nicht mehr so gut geschlafen haben, habe ich letztendlich dann doch von einem auf den anderen Tag aufgehört. Das ist nun schon fast ein halbes Jahr her und wir haben beobachten, dass sie seitdem sehr häufig Baby spielen möchte. ...
Sehr geehrte Frau Welter, ich habe eine Frage zum Thema "Abstillen", da ich enorm unsicher bin, wie viel mein Kind tatsächlich noch braucht. Ich habe bereits einen dreijährigen Sohn, ihn habe ich damals ähnlich lang gestillt, meine Tochter kam dieses Jahr im Februar zur Welt. Wir hatten einen schwierigen Stillstart (wochenlang offene Bru ...
In 7 Wochen werde ich wieder arbeiten und mein Mann geht in Elternzeit, unser Sohn ist dann 12 Monate alt. Mein Plan war, dass ich ihn morgens und abends weiterhin stille, er aber über den Tag gut mit Beikost auskommt. Nun ist mein kleiner aber ein Milchjunkie und liebt die Brust. Er will häufig stillen und zeigt das auch ganz deutlich. Die Flasch ...
Guten Tag Frau Welter, mein Sohn ist 18 Monate und ich würde ihn gerne komplett abstillen. Tagsüber (bis auf Mittags) ist er seit 2 Monaten abgestillt. Vor ca. 2 Wochen habe ich das Stillen vor dem Mittagsschlaf abgesetzt. Dann vor einer Woche das Stillen vor dem Nachtschlaf. Beides klappte erstaunlich gut, die ersten Male hab ich mit ihm ein ...
Hallo, ich habe bereits seit mehreren Wochen den Wunsch abzustillen. Ich stille seit einiger Zeit tagsüber nicht mehr und hatte es auch vor kurzem geschafft nicht mehr zum Einschlafen am Abend sondern erst nachts zu stillen. Nun fordert meine Tochter (*12.03.24) das Stillen wieder vermehrt ein. Nach einem Gespräch mit einer Stillberaterin (leid ...
Hallo, mein Sohn ist jetzt genau 18 Monate und wir wollten mehrfach abstillen was nicht geklappt hat. Ohne mich in der Nähe kommt er problemlos ohne Milch aus aber mit mir wollte er immer an die Brust. Nun hatte ich in der vergangenen Woche eine schwere Corona Erkrankung und bekomme seit Donnerstag ein Antibiotikum bei der für die Stillzeit hinter ...
Hallo, mein Kind wird in paar Tagen 2 Jahre alt. Ich stille immer nach Bedarf - auch nachts. Mal 1 mal nachts, mal aber auch 4 mal. Jetzt meinte die Zahnärztin ich soll schnell wie möglich nachts nicht mehr stillen. Das wäre fatal für die Zähne zwecks Karies. Habe natürlich Angst! Wie fange ich an nachts nicht mehr zu stillen. Ein ...
Hallo, ich habe nun 3 Monate voll gestillt und würde nun gerne abstillen und auf Pre umstellen. Wie gehe ich hier am Besten vor ohne einen Milchstau zu bekommen? Ist abpumpen sinnvoll? Salbeitee trinken? Würde gerne innerhalb einer Woche abstillen. vielen Dank. lg
Liebe Frau Welter, ich habe eine Frage zum Thema (Ab)Stillen: mein Sohn ist 9 Monate alt. Bis 6 Monate wurde er voll gestillt, er hat zu keiner Zeit Schnuller oder Flasche akzeptiert. Wir haben alle möglichen Sauger, Flaschen, Pulvermilch, abgepumpte Milch ausprobiert, egal ob müde, wach hungrig, Papa oder Mama, er wollte es einfach nicht. Haben wi ...
Die letzten 10 Beiträge
- Zusätzliche Stillmahlzeit einmalig durch Brei ersetzen
- Baby 9 Monate nachts abstillen
- Zu viel Milch linke Brust
- Weiterstillen trotz Zähnen
- Stillen und neue Brille
- Stillprobleme, Stillhütchen, Zungenbändchen
- Erneute Rückfrage Wildfleisch
- Wildfleisch in der Stillzeit
- Zahnreinigung in der Stillzeit
- Abstillen nach 3 Monaten