KikiPiki
Liebe Frau Welter, meine Tochter ist 13 Monate alt und seit etwa zwei Monaten haben wir das Stillen nach und nach reduziert. Zunächst die Stillmahlzeit am Nachmittag weggelassen, dann diejenige am Morgen und zuletzt wurde sie noch am Abend vor dem Einschlafen und einmal in der Nacht bzw. am frühen Morgen gestillt, wobei ich da immer mehr das Gefühl hatte, dass sie nicht mehr richtig trinkt, sondern eher nuckelt. Das Reduzieren des Stillens war bisher kein Problem, sie hat die Brust nicht eingefordert. Nun haben wir vor ein paar Tagen zufällig festgestellt, dass sie sich bei dem nächtlichen Aufwachen viel einfacher und schneller beruhigt, wenn ihr Papa zu ihr geht und sich für die zweite Nachthälfte mit ihr ins große Bett legt, als wenn ich das mache. Sie schläft grundsätzlich zunächst in ihrem Bett ein und ich habe sie eigentlich immer, wenn sie nachts wach geworden ist, gestillt und dann bei mir weiter schlafen lassen. Dabei war sie aber oft recht unruhig und hat sich von mir, wenn sie aufgewacht ist, nur durch Stillen beruhigen lassen. Wenn sie neben ihrem Papa schläft, wacht sie kaum auf und wenn, dann streichelt er ihr einmal über den Kopf oder nimmt sie in den Arm und sie schläft weiter. Seit fünf Nächten wurde sie nun nachts nicht mehr gestillt. Ich finde das grundsätzlich in Ordnung, da ich das Stillen so langsam ausschleichen wollte, ich es aber gern ihr überlassen wollte, den Zeitpunkt zu bestimmen. Jetzt habe ich in Ihren Ratschlägen an andere Mütter oft gelesen, dass Sie empfehlen, dass bei einem Entzug der Brust dennoch die Mutter das Trösten übernehmen soll, damit das Kind weiß, dass nur die Brust und nicht auch die Liebe der Mutter entzogen wird. Ich möchte auf keinen Fall die Beziehung und Bindung zu meiner Tochter gefährden und immer für sie da sein und frage mich jetzt, ob unsere derzeitige Vorgehensweise diesbezüglich problematisch sein kann? Eigentlich glaube ich es nicht, da sie tatsächlich beim Papa nicht weint und sofort wieder einschläft, aber ich bin trotzdem verunsichert, auch weil wir das gar nicht so geplant hatten, und wollte Sie einmal um Rat fragen. Das abendliche Stillen vor dem Schlafengehen werden wir erstmal beibehalten, bis sie das (auch) nicht mehr möchte. Ganz herzlichen Dank für eine Antwort.
Liebe KikiPiki, Ihre kleine Maus braucht ja gar keinen Trost und fühlt sich beim Papa sicher und geborgen :-). Wenn Ihr Kind nach Ihnen rufen würde und Sie vermissen würde, DANN wäre es wichtig, dass Sie da sind. Aber wenn so gut klappt, dann freuen Sie sich einfach darüber! Achten Sie bitte auf Ihre Brust in der nächsten Zeit, oft ist es noch notwendig, anfangs in der Nacht etwas Milch auszustreichen, um einen Stau zu verhindern. Alles alles Gute! Biggi
KikiPiki
Vielen Dank für die schnelle und beruhigende Antwort!
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