Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Nach wieviel Stunden ist die Milch wieder nahhaft?

Frage: Nach wieviel Stunden ist die Milch wieder nahhaft?

Mitglied inaktiv

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Hallo Biggi. Ich möchte wissen,ab wann die Muttermilch nahaft ist.Da mein Sohn seit 20 Tagen kein Gramm zugenommen hat und ich alle 2-3Stunden stille (stille voll,nach Bedarf),sagt meine Hebamme:die Milch braucht 3-4 Stunden bis sie Fett enthält.!Stimmt das?Aber ich kann ihn doch nicht so lang schreien lassen.Ich soll Banane zufüttern,ist das ok? Ich trinke bis zu 2,5 Liter am Tag.Esse normal,aber unbewußt wenig.d.h.Mittag was warmes und Abend ein Butterbrot.Ist das zu wenig?Mein Kleiner wird 11 Wochen,wiegt seit Anfang August 6 kilo bei der Größe von 64 cm.Der kinderarzt meinte (am 7.8.),er sei ok.Aber er nimmt ja überhaupt nicht zu der Kleine.Soll ich ihm schon Brei geben?Manchmal trinkt er sehr wenig,er hat dann einfach keine Lust mehr.Da kann ich machen was ich will.Ich bin total verzweifelt.Können Sie mir bitte weiterhelfen?! Vielen Dank.


Biggi Welter

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? Liebe Anja, bitte fragen Sie die Hebamme, wo sie bitte diese „Weisheit" her hat, denn das ist eine wissenschaftlich absolut unhaltbare Behauptung! Auch ist der Gedanke, einem elf Wochen alten Kind Brei oder Banane zu geben, mehr als kritisch zu betrachten. Es hat schon seinen Grund, warum es schon seit einigen Jahren selbst der Säuglingsnahrungsindustrie vorgeschrieben ist, auf all ihren Beikostprodukten als frühesten Termin die Altersangabe „nach dem vierten Monat" anzubringen und nicht umsonst wird von unabhängigen Organisationen dringend empfohlen, ein Baby in den ersten SECHS Monaten ausschließlich zu stillen bzw. wenn keine oder nicht ausreichend Muttermilch vorhanden ist, künstliche Säuglingsnahrung zu geben. Es gibt (von einer extrem seltenen Stoffwechselerkrankung abgesehen) keine Frau, deren Milch nicht gehaltvoll genug ist! Obwohl sich Frauen in verschiedenen Ländern und unterschiedlichen Kulturen sehr unterschiedlich ernähren gibt es so gut wie keine Unterschiede in der Zusammensetzung der Muttermilch. Es ist sehr schwierig bis unmöglich, die Milchzusammensetzung deutlich über die Ernährung zu beeinflussen. Dies mag ein Schachzug der Natur sein, um das Überleben des Babys zu sichern. Ernährt sich eine Mutter nicht gut, so geht dies zunächst nicht zu Lasten der Qualität der Muttermilch, sondern zu Lasten der Mutter. Erst wenn die Reserven der Mutter erschöpft sind (zum Beispiel bei schwer unterernährten Frauen in Hungergebieten), kommt es zu Veränderungen der Muttermilch, die jedoch weniger die Qualität als die Quantität betreffen. Im Fall einer unterernährten oder mangelernährten Frau ist es sinnvoller, die Frau entsprechend zu ernähren und ihr ergänzende Nahrung (oder eventuell bei ausgeprägtem Mangel entsprechende Vitamin- und Mineralstoffpräparate) zu geben und sie dann stillen zu lassen, als dem Kind künstliche Säuglingsnahrung zu geben. Doch ich gehe davon aus, dass Sie nicht extrem unterernährt sind. Babys nehmen nicht kontinuierlich, sondern in Schüben zu, deshalb ist eine Woche, in der bei einem Baby mal keine Gewichtszunahme oder eine geringere Gewichtszunahme festzustellen ist, nicht sofort ein Anlass zur Besorgnis. Eine Gewichtsabnahme hingegen ist sicher ein Grund, genauer hinzuschauen. Als erstes sollte ausgeschlossen werden, dass es sich um einen Wiegefehler gehandelt hat. Wurde das Baby auf der gleichen Waage und unter den gleichen Bedingungen gewogen (jedes mal nackt oder in den gleichen Kleidungsstücken)? Kann es sein, dass bei vorletzten Wiegen die Blase und der Darm gut gefüllt waren und beim letzten Wiegen hat es sich kurz vorher gerade entleert? Eine Differenz kann auch auf diesem Wege entstehen. Wie sieht die gesamte Entwicklung des Kindes aus? Wächst es, ist es aktiv und verhält es sich altersgemäß? War es in der letzten Woche vielleicht erkältet oder fühlte es sich aus einem anderen Grund unwohl? Auch diese Fragen sollten gestellt werden, ehe frau sich verrückt macht und Himmel und Hölle in Bewegung setzt. Ich kann Ihnen nun nur wärmstens ans Herz legen, sich an eine Stillberaterin in Ihrer Nähe zu wenden, die Ihnen im direkten Kontakt kompetent weiter hilft und mir Ihnen und eventuell auch gemeinsam mit dem Kinderarzt bespricht, was Sie an Ihrem Stillmanagement möglicherweise verändern können, so dass Ihr Baby gut gedeiht. Wenn Sie mir Ihren Wohnort mit Postleitzahl angeben, suche ich Ihnen gerne die nächstgelegene LLL-Stillberaterin heraus. LLLiebe Grüße Biggi Welter


Mitglied inaktiv

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Vielen Dank Biggi. Es kann gut möglich sein,das die Blase oder der Darm nicht geleert waren. Meine PLZ 56254 Vielen Dank nochmal


Mitglied inaktiv

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Also darf ich ihn ruhig alle 2 Stunden stillen.Ohne das er zu wässrige Milch bebommt.Die Milch bildet sich doch gleich nach jedem stillen oder? Vielen Dank


Biggi Welter

Biggi Welter

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? Liebe Anja, bitte fragen Sie bei Frau Ruth Striegler Tel.: 06725-308485 nach. Sie kann Ihnen genauer sagen, wer die nächstgelegene LLL-Stillberaterin für Sie ist. Sie können und sollen Ihr Baby nach Bedarf ohne irgendwelche Zwangspausen anlegen. Das mit der wässrigen Milch ist schlicht Unsinn. LLLiebe Grüße Biggi Welter


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