Mitglied inaktiv
Hallo! Da ich mit meinem Problem schon bei einer LaLechLiga Beraterin in meiner Nähe angerufen hatte und diese mich "nur" am Telefon beraten hat (nicht vorbeikommen wollte usw.) versuche ich es mal hier. Ich bin nämlich wirklich sehr verzweifelt und brauche unbedingt Hilfe beim Lösen des Stillproblems mit meinem Kind. Von der Beraterin am Telefon hab ich mich leider sehr abgefertigt gefühlt:-( Nun, es ist so: Meine Tochter ist jetzt genau 4 Monate alt. Die ersten 6 Wochen liefen super, so auch mit dem Stillen. Mit 6 Wochen fing sie an, nur noch zu schreien: 4-5 Stunden am Tag...es war der pure Stress (vorallem mit 2,5 jährigem Sohn) und natürlich litt auch die Stillbeziehung darunter. Sie trank nie regelmäßig, trank immer ca. alle 30-45 min. und das Stillen endete nicht wie anfangs mit Einschlafen, sondern mit Schreien. Am Ende schrie sie meine Brust IMMER an. Schließlich war es auch so, dass sie schon anfing zu schreien, wenn ich nur versuchte, sie anzulegen. Ich versuchte alles: verschiedene Techniken (bin ja Stillerfahren durch meinen Sohn), laufen während dem Stillen, wippen auf dem Ball usw. nichts schien wirklich zu helfen. Ein Besuch bei der Osteopathin minderte dann das Schreien immens, aber leider blieb das Drama an der Brust bestehen. Sie trank nur ungern und nie länger als 5 min und es endete im Schreien... Ich versuchte es aber weiterhin.... ...bis ich vor 2 Wochen einfach nicht mehr konnte: Sie war immer nur am Schreien, hatte alle 30 min. Hunger und war trotzdem nicht zufrieden, und vor allem: Sie zutzelte an der Brust und kaum kam der Milcheinschuss, hörte sie auf und fing an zu schreien. Das ging in einer Stunde oft 3-4 mal so und das Ergebnis war eine super Brustentzündung mit 40 Grad Fieber... Ich hatte am Anfang übrigens große Probleme mit einem zu starken Milchspendereflex, der nun eingependelt ist. Auf jeden Fall hatte ich einfach den Eindruck, es könne auch daran liegen, dass sie nicht satt wird. Schließlich hatte ich alles durch: Untersuchung auf Blähungen und Behandlung und Behandlung bei der Osteopathin usw. usw. Ich fing vor 2 Wochen dann also (leider) an, zu zufüttern... mit Milch natürlich nur. Das Ergebnis: Seit dem schläft sie durch, schreit so gut wie gar nicht mehr und trinkt länger und mit viel größeren Abständen. Lag es also nun am Hunger? Eigentlich müßte ich ja nun zu frieden sein, ABER ich bin es nicht. Ich würde einfach so gerne nochmal versuchen, voll zu stillen. Ich habe 2 Tage lang überhaupt nicht gestillt, seid 2 Tagen versuche ich es aber wieder. Kann denn das ganze an noch was anderem liegen, als am Hunger? Vielleicht bekommt sie nur Vormilch ab und wird deshalb nicht satt? Aber wie schaffe ich es, dass sie länger trinkt? Und vorallem: wie schaffe ich es überhaupt nochmal genug Milch zu produzieren? Durch das Zufüttern ist meine Milchmenge natürlich strak zurück gegangen. Oder ist es jetzt zu spät? Ich hoffe so sehr auf ihre Hilfe, ich bin wirklich sehr verzweifelt...ich vermisse das Stillen und sehne mich nach einer problemlosen Stillbeziehung. Meinen Sohn stillte ich ja auch 7 Monate voll...warum klappt es nur jetzt einfach nicht? Ich habe ein riesiges Problem damit, sie nicht mehr zu stillen, da ich einfach weiß, dass es nichts besseres gibt. Nur wie gehe ich vor, wie schaffe ich das? Oder ist sollte ich es beim Zufüttern belassen? Bitte helfen sie mir Danke und LG Petra Ps. und bitte beraten sie mich etwas anders als die Beraterin am Telefon, die dann nur sagte: ach, da können sie das und das Buch zum Thema kaufen......
? Liebe Petra, ich kann verstehen, dass Sie frustriert sind, wenn eine Stillberaterin Sie am Telefon „abfertigt", doch ich möchte auch die Kollegin in Schutz nehmen: Alle LLL-Stillberaterinnen arbeiten ehrenamtlich neben all unseren anderen Verpflichtungen. Wir alle haben Kinder und meist außer unserem Haushalt noch eine ganze Reihe anderer Aufgaben. Da ist es nur natürlich, dass wir nicht immer „endlos" Zeit für eine anfragende Mutter haben. Das mag dann im Einzelfall für diese Mutter schwer zu verstehen sein, doch es gibt für LLL-Stillberaterinnen den Grundsatz „Family first" (auch wenn wir diesen nicht selten dann doch nicht beherzigen). Unsere Aufgabe, für die wir uns verpflichten, ist die Telefonberatung und das Leiten von monatlichen Stillgruppentreffen. Hausbesuche gehören nicht dazu und sind eine zusätzliche freiwillige Leistung, die viele von uns erbringen, wenn sie es mit der Familiensituation, ihren anderen Aufgaben und ihrer Zeit in Einklang bringen können. Wir sitzen nicht in einem Büro und warten auf Anrufe, sondern versuchen die Anfragen in unseren Alltag als Mütter, Familienmanagerinnen und alle anderen Aufgaben einzubauen und das ist nicht immer einfach. Auch bei mir muss so manche Frau mal auf eine Antwort warten oder ich vertröste eine Mutter am Telefon auf später. Ich wäre unglaubwürdig, wenn ich hier „predige", dass Kinder die Zuwendung und die Zeit ihrer Mutter brauchen und gleichzeitig zu meinem eigenen Sohn sage „Tut mir leid Schatz, ich kann dir bei den Hausaufgaben nicht helfen, ich muss jetzt erst noch zehn Stillanfragen beantworten" oder „Ja, es ist traurig, dass David gesagt hat, er ist nicht mehr dein Freund und wird nie mehr mit dir spielen, doch darüber reden wir am Sonntag, wenn das Stillberatungsforum geschlossen ist". Sie schreiben, dass Ihre kleine Tochter offensichtlich ein überdurchschnittlich viel weinendes Baby war. Solche Kinder werden oft mit dem unschönen Wort „Schreibaby" bedacht und das Zusammenleben mit einem viel weinenden Kind kann die gesamte Familie an ihre Grenze bringen. Nicht immer lässt sich die Ursache für das Weinen herausfinden und die Mutter/Eltern rennen von Pontius zu Pilatus in der verzweifelten Hoffnung, dass ihnen geholfen wird. Hunger ist nur in seltenen Fällen die Ursache für ein so verzweifelt weinendes Kind und wenn es tatsächlich Hunger ist, dann gedeiht das Kind nicht gut. Dass aber trotzdem in manchen Fällen eine Beruhigung eintritt, wenn zugefüttert oder sogar abgestillt wird, kann daran liegen, dass die Mutter sich dann wieder entspannt, denn sie „tut" etwas und fühlt sich nicht mehr hilflos. Diese Entspannung wirkt sich auch auf das Kind aus, das dann selbst auch nicht mehr so angespannt ist. Wenn Sie nun wieder stillen und Ihre Milchmenge erhöhen wollen, so ist das möglich - vorausgesetzt Ihre Kleine nimmt die Brust noch an. Durch häufiges Anlegen und eventuell zusätzliches Abpumpen, lässt sich die Milchmenge wieder steigern. Setzen Sie sich in den nächsten Tagen einmal in einer ruhigen Stunde hin und überlegen Sie, was Sie wollen und wie Sie sich vorstellen, dass Sie dieses Ziel erreichen. Seien Sie dabei auch realistisch: Es ist normal, dass ein Baby unregelmäßige Stillzeiten hat und es ist auch nicht ungewöhnlich, dass eine Stillzeit eine halbe Stunde und länger dauert. Wenn Sie dann zu dem Schluss kommen, dass Sie es nochmals mit dem Stillen versuchen wollen, dann suchen Sie sich Unterstützung für den Alltag und auch für Ihren größeren Sohn, so dass Sie viel Zeit und Ruhe haben, sich um Ihr Baby und das Stillen zu kümmern. Sollte Ihre Tochter weiterhin beim Stillen weinen, dann sollte nochmals der Versuch unternommen werden herauszufinden, warum sie so weint. Das allerdings lässt sich kaum über Internet feststellen, dazu brauchen Sie direkte Unterstützung vor Ort. LLLiebe Grüße Biggi Welter
Mitglied inaktiv
Hey Petra, ich kann Dir zwar nicht weiterhelfen, hab Dein Posting gelesen und finde es schon bewundernswert, dass Du das Stillen nicht aufgeben willst. Manch einer wär doch nun seelig - Kind schläft und ist zufrieden. Ich wünsch Dir viel Erfolg!!! Katrin
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