Mitglied inaktiv
Liebe Biggi, hab mal wieder eine Frage... Habe meine kleine Giulia nun ein halbes Jahr gestillt. Wir haben auch schon mit Brei angefangen und ich habe nur noch nachts und morgens gestillt. Dann musste ich starke Medikamente nehmen und durfte lt. meinem Arzt nicht mehr stillen. Davon abgesehen hatte ich schon vorher das Gefühl, dass die Kleine nicht mehr satt wird denn sie musste immer länger "vorpumpen" und ziehen bis dann wirklich mal die richtige Trinkphase kam. Auf jeden Fall habe ich während der Medikamenteneinnahme abgepumpt und der Kleinen ein Fläschchen gemacht was sie auch gut annimmt. Jetzt merke ich, dass meine Brüste so ca. 1 1/2 Tage braucht bis es mir unangenehm wird und die Brust voll ist. Ich würde ja jetzt wieder stillen aber leider kommt nicht mehr so viel dass ich mich irgendwie drauf verlassen könnte. Wie gesagt... bekomme so alle 1 1/2 Tage mal ne Mahlzeit zusammen. Würde also nun leider voll abstillen. Wie funktioniert das? Wenn die Brust spannt und ich abpumpe dann rege ich doch die Produktion wieder an oder? Und das mit dem Ausstreichen hab ich auch schon versucht aber das verschafft mir nicht so richtig erleichterung. Muss ich das einfach öfter machen oder hört das von alleine auf? hab auch mal gehört dass Pfefferminztee helfen soll und die Milchproduktion hemmt. wäre super dankbar für einen Tipp... Und zum Schluss möchte ich noch loswerden dass ich echt sehr sehr gerne gestillt habe. Das ist eben doch ein unbeschreiblich inniges Gefühl. Also kann nur jeder Mami empfehlen zu stillen wenn es geht. Habe erst ein schlechtes Gewissen gehabt dass ich nun mehr oder weniger einen kalten Schnitt machen musste durch die Medikamente aber auf der anderen Seite habe ich doch ein halbes Jahr voll gestillt... das ist ja auch schonmal was :-) Ganz liebe Grüße und herzlichen Dank im Voraus Sandra & Giulia
Liebe Sandra, wenn Sie nicht abstillen möchten, müssen Sie das auch nicht, Sie könnten relaktieren. Das grundlegende Vorgehen bei einer Relaktation und auch der induzierten Laktation besteht darin, das Baby dazu zu bringen so oft wie möglich an der Brust zu saugen. Dadurch werden die Brüste (wieder) zur Milchbildung angeregt. Ein ähnlicher Effekt lässt sich auch mit einer guten Milchpumpe erreichen. Häufig ist auch zusätzliches Pumpen neben dem Anlegen des Kindes sinnvoll, um die Milchproduktion zu steigern. Natürlich können Sie jetzt auch ganz abstillen, wenn es für Sie okay ist! Pumpen Sie anfangs zu den bisherigen gewöhnlichen Pumpzeiten ab, aber immer etwas kürzer. Sollte die Brust auch bei dieser langsamen Vorgehensweise zu voll werden und zu spannen beginnen, können Sie zwischendurch gerade soviel Milch vorsichtig ausstreichen oder abpumpen, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Sie sich wieder wohl fühlen. Nicht mehr Milch entleeren als unbedingt notwendig, da sonst die Milchbildung weiter angeregt wird. Zusätzlich können Sie die Brust kühlen. Die Erfahrung zeigt, dass es beim Abstillen hilfreich sein kann, wenn die Frau den Salzkonsum einschränkt. Keinesfalls einschränken sollten Sie Ihre Trinkmenge. Sie sollten sich weiterhin nach dem Durstgefühl richten. Ehe sich die Milchmenge durch eine Verringerung der Flüssigkeitszufuhr vermindern würde, bekämen Sie massive Kreislaufprobleme und Kopfschmerzen. Die Empfehlung die Trinkmenge zu reduzieren gehört wirklich endgültig in die Mottenkiste der nicht ratsamen Tipps. Es gibt auch naturheilkundliche und homöopathische Mittel, um den Abstillprozess zu unterstützen, wenn Sie sich hierfür interessieren, wenden Sie sich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder eine Hebamme. LLLiebe Grüße Biggi
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