Mitglied inaktiv
Hallo Biggi, nun bin ich nach drei Jahren wiedermal im Forum, nachdem du mir beim ersten Kind so toll geholfen hast. Das Stillen klappt beim 2. nun auch einwandfrei, allerdings habe ich jetzt ein anderes Problem. Ich habe seit ca. 2 Jahren erhöhte Leberwerte, die seitdem "erforscht" wurden und alle möglichen Viruserkrankungen durchgecheckt wurden. Nun wurde die Diagnose PSC gestellt, was soviel bedeutet wie eine Verengung der Gallengänge in der Leber, was wiederum zu Gallestau in der Leber und dann zu Schädigung der Leber führen kann. während der Schwangerschaft waren meine Werte plötzlich wieder normal und mir ging es auch sehr gut. Nun sind sie nach 2 Monaten wieder angestiegen bis aufs 5fache. Nun soll ich ein Medikament nehmen namens Ursofalk (eine künstliche Gallensäure) und deswegen sofort abstillen. (Henri ist 4 Monate) Komischerweise sollte ich am Anfang der Schwangerschaft das Medikament auch schon nehmen und die Ärzte sagten, es wäre keine Gefahr für das Kind. Nun aber soll es eine sein? Habe auch schon in Berlin angefragt bei Dr. Schäfer, die sagten sie hätten 2 Fälle von Stillenden mit Ursofalk und es wären keine Schäden bekannt. Was soll ich nun machen? Ich würde ja gerne weiterstillen und evt. das Zeug nehmen, wenns nicht ohne geht. Allerdings macht Henri auch den Anschein, daß er bald mit uns essen möchte, also ich vielleicht schon ab dem 5. Monat zufüttern könnte und dann langsam abstillen so bis zum 9. Monat oder so. So von jetzt auf gleich stelle ich mir sehr grausam vor, vor allem weil er ja noch nicht mal einen Schnulli benutzt, sprich alles andere als Brust ist bä. Und er hat eine erhöhte Allergiegefahr, weswegen ich auch Louis (3,5 J.) schon sehr lange (1,5 J) gestillt habe und damit gut gefahren bin. Nun muß ich natürlich auch an meine Gesundheit denken...hach es ist schwierig. Vielleicht hast du einen Tipp, wie ichs am besten machen kann? Stillende Grüße Anne
Liebe Anne, ich kann dich so gut verstehen, auch bei mir stand dieses Thema an, als ich meinen zweiten Sohn stillte. Auch meine Leberwerte waren stark erhöht und ich sollte eine Biopsie machen lassen und es hieß, ich muss abstillen. So kam ich damals zur LLL und bekam Hilfe, stillte weiter und wollte dann aus Dankbarkeit etwas weitergeben und machte die Ausbildung ;-) zur Beraterin. Leider wird Medikamentenrisiko häufig überbewertet und die Konsequenzen, die ein plötzliches Abstillen für das Kind mit sich bringen, werden häufig unterschätzt. Tatsächlich kommt es selten zu Symptomen einer gesundheitsschädigenden Wirkung von Medikamenten über die Muttermilch. Die Risikoinformationen in Beipackzetteln und Einschätzungen in Arzneibüchern sind irreführend und geben keine Hilfestellung bei der Wahl einer adäquaten Therapie. Für die meisten Erkrankungen stehen Medikamente zur Verfügung, die mit dem Stillen zu vereinbaren sind. Bei therapeutischen Empfehlungen oder der individuellen Beurteilung des Medikamentenrisikos während der Stillperiode sollten definitiv Handbücher zu diesen speziellen Thema (z.B. "Arzneiverordnung in Schwangerschaft und Stillzeit") oder eine Beratungsstelle für Embryonaltoxikologie wie zum Beispiel das Institut für Vergiftungserscheinungen und Embryonaltoxikologie in Berlin hinzugezogen werden. Auch werden die rein praktischen Vorteile die das Stillen für eine Mutter, die durch eine Erkrankung eingeschränkt ist nicht selten übersehen. Bitte doch deinen Arzt einmal, dass er bei Dr. Schaefer anruft und ihn nach Alternativen fragt oder doch zustimmt, dass Du weiterhin stillst. Gerade wenn Du von anderen Frauen weißt, dass es gut ging, kannst Du es auf einen Versuch ankommen lassen. Dr. Schaefer kann deinem Arzt sicherlich sagen, auf was er achten muss und wann und welche Kontrollen nötig sind. Ich wünsche dir von Herzen, dass es dir bald wieder richtig gut geht und Du eine Entscheidung fällen kannst, die für Euch alle passt. Gerne kannst Du mich am Wochenende auch einmal anrufen und wir sprechen dann weiter. LLLiebe Grüße, Biggi
Mitglied inaktiv
siehst du genau das wollte ich dich nämlich auch mal fragen, wie man denn Stillberaterin wird... :-) Ich finde auch wie "Kugelhanna", daß dieses Forum eine so super Hilfe ist, und daß es das Stillen so natürlich darstellt, daß ich gar nicht verstehen kann, daß manche Frauen nicht stillen wollen. Da wir kein weiteres Kind mehr wollen, bin ich jetzt schon traurig, wenn es vorbei ist:-( Und ich würde meine Einstellung gern an andere weitergeben. Also ich rufe dich am besten mal an am Wochenende, wenn mich die zwei Räuber lassen, damit du genug Zeit für all die Anderen hier im Forum hast. Bis dann Anne
Liebe Anne, ich freue mich auf deinen Anruf und noch mehr würde ich mich freuen, wenn wir irgendwann Kolleginnen wären! Bis wir telefonieren, hier ein paar Infos! La Leche Liga Stillberaterinnen haben eine Tradition, die ihren Ursprung in einer Zeit hat, als Mütter noch selbstverständlich stillten und einander Unterstützung in der Kunst des Stillens gaben. La Leche Liga Stillberaterinnen sind der tragende Teil einer Organisation die weltweit als Autorität auf dem Gebiet des Stillens anerkannt ist. Heute sind über 9000 LLL Beraterinnen in über 60 Ländern dieser Erde tätig. Die Publikationen der La Leche Liga International erscheinen in 28 Sprachen. Um den verschiedenen Anforderungen der Mutter zu Mutter Stillberatung gerecht zu werden, ist eigene Still und Muttererfahrung notwendig. Deshalb gehört zu den Voraussetzungen, dass das älteste Kind mindestens neun Monate alt ist. Eine Bewerberin sollte sich mit den Vorstellungen der La Leche Liga, wie sie im "Handbuch für die stillende Mutter" dargestellt sind, identifizieren. Sie sollte Zeit haben, anderen Müttern ehrenamtlich zu helfen. Alle LLL Beraterinnen arbeiten ehrenamtlich. Besonders wichtig ist uns, dass die Bewerberin Mutter Kind Trennungen in der frühen Entwicklungsphase ihres Kindes weitestgehend vermeidet und ihr Baby im ersten Lebenshalbjahr keine regelmäßige Flaschennahrung erhalten hat. Die Ausbildung der La Leche Liga Stillberaterin beinhaltet einen persönlichen Briefwechsel mit einer Ausbildungsleiterin und ist eng verknüpft mit der Mitarbeit in einer La Leche Liga Stillgruppe, sowie der Betreuung durch deren Stillberaterin. Selbstverständlich wird erwartet, dass sich eine LLL Beraterin auch nach Abschluss ihrer Ausbildung weiter fortbildet (z.B. durch die Teilnahme an Regional und Jahrestreffen der LLL). Wenn Du dich eingehender dafür interessierst, solltest Du Kontakt mit einer LLL Beraterin in deiner Nähe aufnehmen. Ich suche dir gerne eine Adresse heraus, wenn Du mir deinen Wohnort und die Postleitzahl mitteilst. Stillberatung im Internet machen nur sehr wenige Stillberaterinnen. Die hauptsächliche Beratungstätigkeit einer LLL Stillberaterin spielt sich in der Stillgruppe (monatliche Gruppentreffen) und am Telefon ab. Viele (aber nicht alle) LLL Stillberaterinnen machen auch Hausbesuche oder Einzelberatungen, wenn es sich mit ihrer familiären Situation vereinbaren lässt. Der Vollständigkeit halber möchte ich noch die beiden anderen Stillberaterinnen Ausbildungen erwähnen, die es in Deutschland gibt: AFS Beraterinnen sind ebenso wie LLL Stillberaterinnen ehrenamtlich tätige Stillberaterinnen, die ihre Ausbildung bei der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen gemacht haben und Still und Laktationsberaterinnen IBCLC, das sind professionelle Stillberaterinnen (d.h. ihre Beratungen sind kostenpflichtig), meist mit medizinischem Grundberuf, die entweder in Kliniken oder in freier Praxis arbeiten und ein internationales Stillberaterexamen abgelegt haben. Es gibt mit Sicherheit einen Bedarf an Stillberaterinnen, allerdings ist es so, dass Du nur sehr geringe Aussichten hast, als Stillberaterin in Deutschland Geld zu verdienen. Wenn Du also die Absicht hast, daraus einen Beruf zum Gelderwerb zu machen, so sind die Chancen hierfür nicht gerade rosig. So, das war die Theorie, wir können gerne in Ruhe darüber reden :-). LLLiebe Grüße Biggi
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