Anerev86
Liebes Still-Team, ich wende mich nun nochmal an euch, weils langsam nicht mehr weitergeht. Seit ca. Ende Juni verschlechtert sich das Schlafverhalten unserer Tochter (jetzt 8,5 Monate) - ich weiß, in dem Alter lernen sie viel und sind darum sehr Nähebedürftig. Ich hab sie eigentlich immer gleich an die Brust genommen und das hat sich nun einfach so eingeschlichen, nun kommt sie seit mindestens 3 Monate alle 2 Stunden und will an die Brust. Schnuller, auf den Bauch legen, auf den Arm nehmen wird mit Schnullerweitwurf und Zorn abgewehrt, sie liegt oft bei mir im Bett, aber nichts hilft - nur die Brust. Und sie wird immer zorniger wenn sie sie nicht bekommt- Ich bin langsam wirklich am Ende meiner Kräfte. Alle 2 Stunden stillen bei einem sau-unruhigen Kind das sich alle dritt losreißt, dann nicht mehr in der Position ist, wieder ran will, nix findet weil sie verrutscht ist, brüllt wieder los - ich bin die ganze Zeit am hinterher-rutschen und hab schon richtig Rückenschmerzen weil ich im Seitwärts-Stillen bei dem Geruckel oft ins Hohlkreuz rutsche. Außerdem schmerzt das Stillen einfach seit die Zähne da sind und mit dem Gereiße und Gerupfe. Sie will auch einfach nicht eng an den Körper ran, sie ist kein Kuscheltyp ;) egal wie toll ich sie positioniere, sie rutscht immer irgendwie weg von mir, auf der Brustwarze ist immer Dehnung. Das konnten wir die ersten 5 Monate echt besser :( Also ist auch nix mit weiterdösen während diesem Dauerstillen Ich merke aber auch ernährungs- / dursttechnisch, dass sie auf jeden Fall einmal wirklich Hunger/Durst hat. Aber alle 2 Stunden, das geht nicht mehr... Kann ich ihr das nächtliche Nuckeln abgewöhnen? Ich nehme sie echt gern auf den Bauch, auf den Arm, setz mich mit ihr hin und wiege sie, alles nur nicht dieses Kampf-Stillen :( Wie kann ich ihr das abgewöhnen? Und... wenn ich konsequent nachts nicht nuckeln lassen will, aber weiß 1x braucht wie wirklich Nahrung - wie krieg ich das hin, dass es nicht unkonsequent auf sie wirkt? Lieben Dank!
Kristina Wrede
Liebe Anerev86, es ist tatsächlich ein häufiges Verhalten, aber ebenso normal ist es, dass du sagst, es geht nicht mehr. Und wirklich: Auch in der Stillzeit darfst du dich nicht total aufopfern. Es muss auch dir gut gehen!! Mich scheint, dass es für euch wirklich gut sein könnte, eine Stillpause in der Nacht einzuführen, damit du wieder ein bisschen Erholung bekommst. Du musst nicht komplett abstillen in der Nacht, und ja, deine Kleine wird es lernen, wann sie stillen darf und wann nicht. In der Regel haben die Kinder das innerhalb von 2-3 Tagen verinnerlicht. Ich empfehle dazu gern die Ansätze von Elizabeth Pantley, die du auch in ihrem Buch "Schlafen statt Schreien: Das liebevolle Einschlafbuch: Das 10-Schritte-Progamm für ruhige Nächte" findest. Erkläre deinem Kind schon bei Tag, was sich in der Nacht ändern wird, und versuche, Signale zu definieren, die es wieder erkennen kann (z.B. "erst wenn der Radiowecker angeht, dann darfst Du trinken") und die sich eventuell anpassen lassen (den Radiowecker kann man etwa jeden 2. Tag eine viertel Stunde nach hinten programmieren, so dass die Pause immer länger wird). So wird die Nacht allmählich stillfrei. Wenn sich dein Kind dann in der Nacht beschwert, dass es nicht trinken darf (und das kann es natürlich nur durch weinen oder schreien), dann tröste es und sprich liebevoll-beruhigend mit ihm, und gestehe es ihm auch wirklich zu, sauer zu sein, aber bleib konsequent beim "Nein", bis der vereinbarte Zeitpunkt (z.B. der Radiowecker geht an) für das Stillen gekommen ist. Dann jedoch solltest Du auch von dir aus deinem Kind die Brust anbieten - so lernt es, dass es sich auf dein Wort verlassen kann. Natürlich kannst Du ihr während der Nacht einen Schluck Wasser oder auch einen Schnuller anbieten, und wenn du das Gefühl hast, sie braucht Milch, dann natürlich auch ein Fläschchen mit abgepumpter Muttermilch oder Pre-Nahrung; doch sei nicht allzu überrascht, wenn das anfangs mit Wut abgewiesen wird. Gesteh ihr diese Wut zu, erlaube ihr, ihren Unmut auszudrücken und nimm es nicht als persönliche Kränkung auf. Bleib bei deiner Entscheidung, bleib liebevoll und "da" für deine Maus, dann gelingt die Umstellung leichter. Ehrlicherweise muss ich dazu sagen, dass die ersten Nächte zwangsläufig sehr unruhig sein werden. Doch in der Regel akzeptieren Kinder relativ schnell die neuen "Spielregeln", und je älter sie sind, desto einfacher. Einen "Knacks" beim Kind brauchst du nicht befürchten, wenn du ihm wirklich beistehst und ihn nicht "strafst" für seine natürliche Reaktion auf diese Veränderung. Nur wenn sich dein Kind über mehrere Tage hinweg gegen diese stillfreie Zeit sperrt, oder gar tagsüber extrem anhänglich bzw. weinerlich wird, oder gar eine Hautreaktion zeigt, dann weißt du, dass es noch zu früh ist und du vielleicht einfach noch ein paar Wochen warten und durchhalten solltest. Lieben Gruß, Kristina
Ähnliche Fragen
Liebe Biggi, bevor ich beginne, zu erzählen: ich weiß, stillen bedeutet nicht nur Ernährung, sondern auch Trost, Nähe, Geborgenheit .. und ich LIEBE es auch so sehr und möchte lang stillen und meinem Baby (6 Monate und 15 Tage alt) diese wundervollen Momente schenken. Aaaaber: bis vor 4 Wochen trank er 2-3 mal nachts , mal länger, mal kürzer, ...
Hallo, Ich betreibe Einschlafstillen und wir sind damit die ersten 3 Monate super gut gefahren. Von da an wurde es zu nehmende schlechter. Mittlerweile (4 Monate) wacht der kleine nach ca 50 min immer auf und möchte dann nuckeln. Dann schlaft er ein und nach weiteren 50 min schreit er dann wieder… Habe ich dem kleinen nun angewöhnt dass er nur ...
Hallo. Mein Sohn ist vor ein paar Tagen 2 geworden und wird noch gestillt. Ich will eigentlich noch nicht abstillen bzw. dann abstillen, wenn er es nicht mehr einfordert. Allerdings ist es so, dass er nachts ständig und lange nuckelt und dann nuckelnd schläft. Dadurch bekomme ich entsprechend wenig Schlaf und meine Brustwarzen tun mir weh, was ...
Liebe Biggi, meine Kleine ist 13 Monate alt und ich versuche gerade abzustillen, würde es aber gerne sanft und ohne schlimme Schreinächte erreichen. Ich stille sie aktuell nur noch, wenn sie das aktiv einfordert und auch dann versuche ich erst einmal sie abzulenken oder etwas anderes zu essen zu geben. Das klappt auch soweit ganz gut und wir sc ...
Hallo Biggi, mein Sohn ist nun fast 11 Monate alt. Ich stille ihn noch zum Einschlafen und nachts nach Bedarf. Meist ist es so, dass er bis 23/24 Uhr oft wach wird und nuckelt. Ich würde sagen effektiv trinken tut er nur 2-3x in dieser Zeit (inkl. Einschlafstillen). In der zweiten Nachthälfte nuckelt er eigl nur noch.. gegen Morgen 5-6 Uhr ...
Hallo liebe Biggi. Ich habe Zwillinge, sie sind jetzt 21 Monate... seit einigen Wochen ist es einfach nur noch schmerzhaft und ich bin nur noch wund. Sie nehmen die Brustwarze nicht mehr richtig in den Mund und drücken die Zähne immer zusammen oder beissen sogar richtig zu... Flasche oder Schnuller nehmen sie nicht, das habe ich sc ...
Hallo Biggy, Wurm ist 12 Monate alt. seit Januar sind wir eign im Dauernuckelmodus, bzw. Alle Stunde Brust in der Nacht. hört das irgendwann von alleine auf? ich wollte nicht mehr ewigkeiten stillen. kinn Trick funktioniert nicht... leider schönes Wochenende!
Hallo Frau Welter, ich richte mich mit einem für mich sehr dringlichen Anliegen an sie.. Es geht um mein Baby (7 Monate). Ich stille ihn voll , und nach Bedarf , was bisher nie ein Problem war . doch seit etwa 3 Wochen nimmt das Problem des dauernuckelns stetig zu. Er nimmt weder Nuckel noch Flasche an und beruhigt sich ausschließlich ...
Hallo, mein Sohn8 Monate alt schläft nur an der Brust ein und nur an der Brust durch Dauernuckeln weiter. Wenn ich nach dem stillen ihn lösen möchte bekommt er einen Schreianfall und lässt sich nur mit Brust beruhigen. Ein teufelskreis. Er wird nachts auch oft wach und benutzt mich eigentlich meistens nur als schnuller um wieder einschlafen zu ...
Liebe Biggi, Laut meiner Hebamme habe ich eine sehr saugbedüftige Tochter (aktuell 11 Wochen alt). Zum Beruhigen und Einschlafen hilft nur (langes) Nuckeln an der Brust oder in der Trage einen Spaziergang machen, sie kann sich noch nicht im Ansatz selber beruhigen oder einschlafen. Bisher habe ich sie abends immer in den Schlaf nuckeln lassen, ...