Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Mittägliches Abstillen klappt nicht

Frage: Mittägliches Abstillen klappt nicht

Julischäfchen

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Guten Tag! Meine Tochter ist fast 14 Monate alt und wurde bislang immer in den Schlaf gestillt. Abends sowieso und mittags auch, es sei denn, sie ist mal im Kinderwagen oder Maxicosi eingeschlafen. Nun sind wir in der Eingewöhnung bei unserer Tagesmutter und ab Februar möchte ich wieder arbeiten. Ich habe deswegen nun angefangen, mittags das Einschlafen ohne Stillen zu trainieren. Leider funktioniert es nicht so, wie meine Tochter und ich uns das vorstellen. Ich gebe ihr zunächst eine Kleinigkeit zu essen und lege sie anschließend im Wohnzimmer an, achte darauf, dass sie dabei nicht einschläft. Wenn sie mit Trinken fertig ist, gehen wir ins Schlafzimmer, ich nehme sie in den Arm und singe ihr was vor, rede beruhigend mit ihr, wie wir es abends auch machen, nur eben ohne Brust. Obwohl wir das nun schon eine ganze Zeit machen, ist es immer wieder ein riesiger Kampf mit Geschrei, Gezappel und Tränen (manchmal auch auf beiden Seiten). Meistens dauert es etwa eine halbe Stunde, ich bin aber auch schon nach einer Stunde wieder aufgestanden, nachdem es überhaupt nicht geklappt hat. Zweimal ist sie allerdings auch schon anstandslos nach ein paar Minuten eingeschlafen. Jetzt überlege ich ernsthaft, das Ganze abzubrechen und sie wieder zu stillen, weil mir das Geschrei auch wirklich nahe geht. Schließlich verursache ich es durch meine Verweigerung und ich könnte es „beheben“, indem ich ihr einfach wieder die Brust gebe. Ich habe nur Sorge, dass es dann mit dem Schlafen bei der Tagesmutter nicht funktionieren wird. Und irgendwann wird sie sich ja doch daran gewöhnen müssen, ohne Brust einzuschlafen. Einen Schnuller hat sie leider von Anfang an abgelehnt. Deswegen meine Fragen: ist es normal, dass es so lange dauert, bis sich ein Kind daran gewöhnt hat, ohne Brust einzuschlafen? Wir sind nun bestimmt seit zwei Wochen dabei, wobei wir es nicht jeden Tag üben, weil sie manchmal eben schon im Kinderwagen schläft. Und wäre es wirklich realistisch, dass sie bei der Tagesmutter im eigenen Bettchen einfach einschläft, wenn es zuhause noch nicht einmal bei mir im Arm klappt, wenn sie die Brust nicht bekommt? Gibt es noch irgendwelche Tipps und Tricks, die uns das Ganze erleichtern könnten? Vielen Dank!


Biggi Welter

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Liebe Julischäfchen, gerade jetzt ist es wichtig, dass zu Hause nicht auch noch Veränderungen kommen, dein Kind braucht Sicherheit! Es ist immer gut, sich auch seine eigenen Gedanken zu machen und aufs Mutterherz zu hören... tatsächlich macht es keinen Sinn, dein Baby abzustillen, denn es tut ihm wirklich gut, in der Zeit, die ihr zusammen seid, "Normalität" tanken zu können. Leider lässt uns unser Alltag wirklich wenig Alternativen, und für viele kleine Kinder ist die intensive Fremdbetreuung und das Leben in der Gruppe einfach eine riesige Herausforderung. Für Dein Kind wird die Umstellung sowieso groß sein und es weiß ab dem ersten Tag, dass es nur bei DIR Milch bekommt. Unsere Kinder sind flexibel und deine Tochter wird lernen, zu warten, bis Du wieder da bist. Es kann gut sein, dass Deine Kleine sich die ersten Tage auf Dich stürzen wird, aber auch das ist ok :-). Lass Dir nicht jetzt schon Druck machen und genieße die Zeit, die Du dein Baby jetzt noch für dich alleine hast ;-). Die Tagesmutter wird einen Weg finden, Dein Baby in den Schlaf zu begleiten, ob Du stillst oder nicht. Du kannst abgepumpte Milch mit geben oder aber Dein Kind bekommt tagsüber Beikost und wird nur in der Früh und am Abend gestillt. LLLiebe Grüße Biggi


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