SusanneHae
Hallo liebe Biggi, langsam weiß ich nicht mehr weiter. Meine Hebamme und mein Frauenarzt sind mir keine Hilfe mehr... Seit über 6 Wochen habe ich ein Milchbläschen. Es versperrt mir wohl einen Ausgang, denn ich habe seitdem ständig Milchstau. Mal mehr mal weniger. Meistens geht das Milchbläschen nach dem Stillen auf, wenn ich danach drücke kommt Milch durch das Bläschen. Oftmals geht es aber wohl auch nicht restlos auf, denn etwas verhärtet bleibt meine rechte Brust oben immer. Damit komme ich aber soweit klar. Manchmal geht es aber überhaupt nicht auf, den ganzen Tag nicht und der Milchstau wird immer größer. Ich lege dann nur noch diese Seite an in der Hoffnung dass es endlich aufgeht. Das dauert dann oftmals einen ganzen Tag und Nacht, der Druck ist dann schon ziemlich groß. Und auch die linke Brust ist dann schon überfällig und Beikost bleibt natürlich total auf der Strecke. Ich begerzige alle Tipps, die ich schon hier gelesen habe oder sonst kenne: feuchte Wärme vor dem Stillen, danach kühlen, hab immer Lanolin oder Multimam Kompressen auf der Brustwarze damit das Bläschen offen bleibt, Stille in Vierfüßlerstellung damit mir die Schwerkraft hilft, hatte schon Retterspitz drauf und und und.... Hab auch schon versucht weniger an dieser Seite zu stillen damit es sich erholen kann aber dann geht mir das Bläschen erst recht nicht mehr auf beim Stillen. Also ein Teufelskreislauf. Oftmals traue ich mich Abends gar nicht ins Bett mit der vollen Brust... Wie kriege ich das Bläschen und den Stau endlich endgültig weg? Aufstechen traue ich es mir nicht. Hast du noch irgendwelche Tipps für mich? Viele Grüße Susanne
Liebe Susanne, es gibt zwei mögliche Ursachen für diese Art der Verstopfung: Entweder es kommt zu einem Milchstau weil sich ein Pfropf in der Öffnung eines Milchgangs bildet. Wenn der Pfropf aus der Brustwarze herauskommt, sieht er wie Kristall oder ein Sandkorn aus, manchmal auch wie ein dünnes Spaghetti. Abhilfe im akuten Fall schaffen sanfte Massage und die Anwendung von feuchter Wärme und anschließende Entleerung der Brust durch das Baby oder eventuell Abpumpen oder Handausstreichen. Es kann helfen, diese „Verstopfungen" zu vermeiden, wenn alle Fette, die die stillende Frau zu sich nimmt durch hochungesättigte Fette ersetzt werden und zusätzlich pro Tag ein Esslöffel Lecithin eingenommen wird (über einen längeren Zeitraum). Auch die Einnahme von Vitamin C kann sich positiv auswirken. Außerdem solltest du auf eine absolut korrekte Anlegetechnik achten und direkt bei den allerersten Anzeichen für einen Milchstau mit der Behandlung (feuchte Wärme vor dem Stillen, unterstützende Massage, RUHE usw.) beginnen. Die andere Möglichkeit ist ein sogenanntes „weißes Häutchen" oder „weißes Bläschen". Ein weißes oder klares Bläschen auf der Brustwarze kann durch einen verstopften Milchgang oder durch Haut, die einen Milchgang verschließt, verursacht werden. Weiße oder klare Bläschen auf der Brustwarze (auch Milchbläschen genannt), können durch einen Pfropfen entstehen, wenn zum Beispiel ein Körnchen oder eingedickte Milch den Milchfluss in der Nähe der Brustwarzenöffnung blockiert oder eine dünne Hautschicht die Öffnung eines Milchgangs von außen versperrt. Ob das weiße oder klare Bläschen durch einen Pfropfen im Milchgang oder durch ein die Öffnung blockierendes Häutchen verursacht wird, die Behandlung ist die gleiche. Sie sollten warme Kompressen auflegen, um das Bläschen zu erweichen und dann sofort das Baby an die Brust anlegen oder ausstreichen und pumpen. Die Hitze führt dazu, dass sich der Milchgang leicht ausdehnt, so dass er für den Pfropfen durchgängig werden kann. Liegt die Ursache des Problems in einem Häutchen über dem Milchgang, wird dieses sich durch die Hitze ausdehnen und dünner werden. Sobald Wärme angewendet wurde, wird der Milchspendereflex zusammen mit der Saugtätigkeit des Babys oder der Pumpe in den meisten Fällen ausreichen, um das Bläschen zu öffnen. Danach können die für wunde Brustwarzen empfohlenen Maßnahmen dabei helfen, die Heilung zu beschleunigen. Wenn die oben beschriebene Behandlung keine schnelle Erleichterung bringt wie bei dir, reicht meist eine einmalige Öffnung des Bläschens mit einer Kanüle (bitte mit dem Arzt besprechen). Wichtig ist, dass beim Auftreten dieses Problems möglichst bald reagiert wird, um einen Milchstau und ev. daraus resultierende Probleme zu vermeiden. Zusätzlich sollte auf eine möglichst korrekte Stillhaltung und richtiges Anlegen geachtet werden. Die Theorien über die Entstehung solcher Bläschen sind nicht ganz einheitlich, doch es könnte sein, dass der epidermale Wachstumsfaktor eine Rolle spielt. Es gibt einen ziemlich deutlichen Zusammenhang zwischen dem Auftreten von solchen Bläschen und Stress und deshalb ist es ganz wichtig, dass du versuchst, Stress und Belastungen so weit wie irgend möglich zu reduzieren. Ich hoffe, ich konnte ein wenig weiterhelfen, geh bitte zum Arzt. Liebe Grüße Biggi
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