Mitglied inaktiv
liebe biggi, seit meiner brustentzündung vor zwei wochen geht es mir psychisch nicht mehr gut. ich habe teilweise schlimme angstzustände und angst dass ich in eine depression hineinschlittere. ich habe von meinem fa parlodel bekommen, die ich aber nach nur einer halben tablette nicht mehr genommen habe, könnte das diese gedanken auslösen? auch meine menstruation habe ich vor vier tagen wieder bekommen, viell. alles ein bißchen zuviel für den hormonhaushalt? ich werde mir auch prof. hilfe suchen aber meine größte angst ist dass ich zu wenig milch habe. ich wollte gestern abpumpen eben weil mein kleiner nichts erwischt hat und ich sehen wollte was jetzt los ist und es ist kein tropfen gekommen. ich hab alles versucht (brustmassage, baby dabei im arm gehalten,)und die milch ist einfach nicht gekommen. mein baby ist zwar ein moppelchen aber was tu ich wenn die milch gar nicht mehr kommt. ich muss meinen kleinen wegen allergierisiko mindestens ein halbes jahr nur stillen. das stillen und zusammensein mit meinem baby ist zur zeit auch das einzige "mittel" bei dem ich entspannen kann und mich wieder spüre. vielleicht könntest du mir tipps geben wie ich wieder milch bekomme. eine lll stillberaterin in meiner nähe habe ich schon von dir empfohlen bekommen, ich werde sie auch am montag kontaktieren, aber ich muss ja übers wochenende gut rüber kommen! vielen dank, petra
Liebe Petra, gaaaaanz ruhig. Es kommt höchst selten vor, dass die Milch plötzlich "wegbleibt". Solche Situationen gibt es, wenn die Mutter plötzlich einem überaus großen Stress ausgesetzt ist (z.B. weil das Kind einen Unfall hatte oder andere einschneidende Ereignisse vorgefallen sind). Dann kann es dazu kommen, dass die Muter so verkrampft ist, dass der Milchspendereflex ausbleibt. Aber wie schon gesagt, das ist sehr selten, außerdem vorübergehend und man kann etwas dagegen tun. Die Vorstellung, dass die Brust (ähnlich wie eine Flasche) nach dem Stillen leer ist und erst wieder aufgefüllt werden muss, ist so nicht richtig. Zwar wird zwischen den Stillmahlzeiten Milch produziert, der Hauptanteil der Milch wird jedoch erst während des Stillens gebildet. Das Saugen des Kindes gibt das entsprechende Signal zur Milchbildung, der Milchspendereflex wird dann ausgelöst. Deshalb ist es auch falsch zwischen den Stilmahlzeiten eine längere Pause einzulegen, damit sich die Milch in der Brust sammelt, sondern es muss häufiger angelegt werden, um die Milchmenge zu steigern. Deine Milch ist also nicht plötzlich vollständig weg, es ist vielmehr so, dass eine Frau manchmal so angespannt oder seelisch aufgewühlt sein kann, dass der Milchspendereflex blockiert wird und die Milch deshalb nicht fließt. Wenn dies passiert, dann funktioniert in aller Regel das Abpumpen noch viel weniger, so dass der Eindruck entsteht, die Milch wäre weg. Leider entwickelt sich dann ganz schnell ein Teufelskreis: die Mutter glaubt, sie habe keine Milch mehr, dadurch ist sie noch angespannter und verzweifelter, was zu einer noch stärkeren Blockierung des Milchspendereflexes führt. Deshalb ist es jetzt ganz wichtig, dass DU DIR alle Ruhe und Entspannung gönnst, die Du bekommen kannst. Wenn möglich, lege dich mit deinem Baby ins Bett und kümmere dich um nichts anderes, als um dein Kind, dich und das Stillen. Ruhe dich aus, gönne dir etwas Gutes (z.B. ein gemütliches Wannenbad mit einer schönen Tasse Tee und Musik, die dir gefällt). Falls Du einen Geburtsvorbereitungskurs besucht hast, setze die Entspannungsübungen, die Du dort gelernt hast gezielt vor dem Anlegen ein. Denke an etwas Schönes und Beruhigendes, zum Beispiel an einen Spaziergang an einem kleinen, plätschernden Bach oder am Meer. Versuche alle Störungen auszuschalten. Du solltest z.B. das Telefon aushängen, und alles was Du brauchen könntest bei der Hand haben. Dazu können ein Glas Wasser oder Saft, ein gesunder Imbiss oder etwas zu lesen gehören. Lass dich von deinem Partner verwöhnen. Du kannst auch heute noch die Kollegin anrufen, morgen und am Sonntag bin ich telefonisch erreichbar und ich freue mich, wenn Du anrufst. Ich wünsche dir von Herzen, dass die Angst dich bald wieder los lässt und Du geeignete Hilfe bekommst. LLLiebe Grüße Biggi
Mitglied inaktiv
liebe biggi, danke für deine schnelle und genaue antwort! ich werd versuchen mich zu entspannen, was nicht leicht ist wenn das baby vor hunger schreit! danke für das angebot dass ich mich tel. melden darf, werde es nützen wenn ich alleine nicht weiter komme! lg petra
Liebe Petra, Du darfst auch sonst gerne anrufen :-) wenn Du magst! LLLiebe Grüße Biggi
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