Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Meine Tochter "weint meine Brust an"

Frage: Meine Tochter "weint meine Brust an"

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Hallo, ich hab großen Kummer: seit ca. einer Woche fängt meine Tochter (bald 11 Wochen) fast bei jeder Stillmahlzeit nach 5-10 Minuten an zu weinen und will nicht mehr weiter trinken. Bis dahin hat sie wunderbar getrunken, sehr gut zugenommen und wir haben das Stillen immer sehr genossen. Eine Mahlzeit dauert schon seine 30-40 Minuten, obwohl ich gut Milch habe. Ich muss dazu sagen, dass wir seit ca. 3 Wochen nachts eine Flasche mit abgepumpter Muttermilch füttern, weil das einfach viel schneller geht. Sie kommt nur 1x nachts. Das belastet mich wirklich sehr und ich befürchte schon, dass dieser Stress - und ich empfinde das extrem als Stress - die Milchproduktion drosselt. Beim Abpumpen tagsüber (mit elektronischer Pumpe) kommt die Milch sehr schlecht, nur morgens strömt sie. Wenn sie anfängt zu weinen, geb ich ihr den Schnuller, da beruhigt sie sich sofort und ich ziehe den Schnuller raus und gebe ihr sofort wieder die Brust. Da trinkt sie dann wieder ein bisschen und alles fängt von vorne an. Ich kenne die Theorien zur Saugverwirrung, aber damit hat sie vom ersten Tag an überhaupt keine Schwierigkeiten. Sie hat ein starkes Saugbedürfnis und saugt an allem sehr gerne. Vielleicht kann mir ja irgendjemand einen Rat geben. Meine Hebamme weiß auch nicht wirklich weiter... Liebe Grüße, Simone


Biggi Welter

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Liebe Simone, eine Saugverwirrung lässt sich leider nie ganz ausschließen, auch nicht bei einem älteren Stillkind und auch nicht, wenn es vorher unter Umständen monatelang gut gegangen ist. Ein Versuch wäre es daher immer wert, die künstlichen Sauger wegzulassen. In dieser Situation bewähren sich auch die Tipps, die bei einem Stillstreik empfohlen werden: im Umhergehen stillen, in der Badewanne oder im Schaukelstuhl stillen, im Halbdunkeln stillen, im Halbschlaf stillen, das Baby mit der Brust spielen lassen, unterschiedliche Stillhaltungen ausprobieren, alle künstlichen Sauger vermeiden, das Baby massieren, viel Körperkontakt (Haut auf Haut), und ganz wichtig: keinen Stillstress erzeugen, weder bei der Mutter noch beim Kind, Ruhe und Gelassenheit, auch wenn es schwer fällt. Um die Milchproduktion aufrecht zu erhalten bzw. wieder dem Bedarf des Babys anzupassen, sollten Sie Ihre Milch ausstreichen oder abpumpen. Die so gewonnene Milch können Sie dem Kind mit einer alternativen Fütterungsmethode anbieten, z.B. mit einem Becher. Der Schnuller ist nicht die einzige Möglichkeit, ein aufgebrachtes oder sonst wie unruhiges Kind zu beruhigen, es gibt auch Alternativen. o Das Kind kann getragen werden. Durch das Tragen wird das Bedürfnis des Kindes nach Körperkontakt, Geborgenheit, Wärme und Nähe gestillt und mit einem gut gebundenen Tragetuch hat man mindestens eine Hand frei, um andere Dinge zu tun. o Das Kind kann gebündelt werden. Das Bündeln gibt dem Baby das Gefühl von Geborgenheit und lässt es seinen Körper und seine Grenzen spüren. Das Gefühl von Begrenzung hilft dem Kind sich sicher zu fühlen. o Man kann ein Nest bauen. Auch hier ist die Begrenzung der springende Punkt, der dem Kind Geborgenheit vermittelt. o Massage, eine warmes Bad oder auch ein warmes Körnerkissen können beruhigend wirken. Schaukelbewegungen (Wiege, Hängematte, Schaukelstuhl, mit Tragetuch spazieren gehen, Kinderwagen), monotone Geräusche (Staubsaugen, Auto fahren), beruhigende Musik, Singen und Tanzen mit dem Baby und auch der Schutz vor Überreizung (viele Besucher, Fernseher) helfen einem Kind sich zu beruhigen. Als Saugersatz bietet sich ein Finger (von Kind oder Vater oder Mutter) oder eventuell auch ein Lutschetuch an. LLLiebe Grüße Biggi Welter


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