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Mein Sohn, 9 Monate, wurde von mir nur noch nachts bzw. früh morgens gestillt, die anderen Mahlzeiten sind bereits ersetzt. Er hat seit 2 Wochen eine Bronchitis, ich weiß nicht, ob es vielleicht damit zusammenhängt. Seit einiger Zeit wollte er tagsüber nicht mehr an die Brust, dachte mir, dass er da wohl zuwenig mitkriegt, aber nachts war er immer noch konzentriert bei der Sache. Seit ca. 2 Wochen hat er aber immer nur noch für ein paar Minuten an jeder Seite getrunken und sich danach losgestrampelt. Seit 4 Tagen trinkt er höchstens noch ein paar Schlucke, strampelt danach und will wieder aufrecht sitzen. Er nörgelt dann aber weiter und wenn ich ihm ein Fläschchen mache trinkt er es ganz zufrieden aus. Will er einfach nicht mehr oder kann ich noch irgendwas machen? Hatte eigentlich vor ihn solange zu stillen, bis er nachts keine Mahlzeit mehr benötigt...
Liebe ninas82, ein neun Monate altes Kind stillt sich nicht selbst ab, es streikt eventuell an der Brust oder es ist saugverwirrt. Am besten wendest Du dich einmal für eine persönliche Beratung an eine Stillberaterin in deiner Nähe. Ich suche dir gerne die nächstgelegene LLL Stillberaterin heraus, wenn Du mir deinen Wohnort mit Postleitzahl angibst. Bis Du eine Kollegin erreichen kannst, hier einige allgemeine Tipps: Du kannst versuchen dein Baby anzulegen, wenn es schon sehr schläfrig oder fast eingeschlafen ist. Viele Babys, die sich weigern, an der Brust zu trinken, wenn sie hellwach sind, tun es im Halbschlaf dann doch. Du kannst ihm die Brust auch immer wieder anbieten, wenn es wach ist, dränge aber nicht. Manche Babys sind eher bereit zu trinken, wenn ihre Mutter umhergeht statt stillzusitzen. Weitere Maßnahmen, die sich bei einem Stillstreik bewährt haben, sind: im Umhergehen stillen, in der Badewanne oder im Schaukelstuhl stillen, im Halbdunkeln stillen, im Halbschlaf stillen, das Baby mit der Brust spielen lassen, unterschiedliche Stillhaltungen ausprobieren, alle künstlichen Sauger vermeiden, das Baby massieren, viel Körperkontakt (Haut auf Haut), und ganz wichtig: keinen Stillstress erzeugen, weder bei der Mutter noch beim Kind, Ruhe und Gelassenheit, auch wenn es schwer fällt. Um deine Milchproduktion aufrecht zu erhalten und zu verhindern, dass die Brust übervoll wird, sollte die Milch ausgestrichen oder abgepumpt werden. Die so gewonnene Milch kann dem Kind mit einer alternativen Fütterungsmethode angeboten werden, z.B. mit einem Becher. Die Flasche ist in dieser Situation nicht unproblematisch, denn es kann passieren, dass sich dein Kind dann zur Flasche hin abstillt. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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