Sand_2903_
Liebe Frau Welter, liebe Frau Wrede, mein Sohn ist 14 Monate alt und isst nur sehr wenig Beikost. Er hat erst einen halben Zahn, drei weitere sind gerade dabei durchzubrechen bzw. gerade durchgebrochen. Er wollte noch nie Brei essen. Ich habe seit seinem sechsten Lebensmonat immer wieder versucht, ihm etwas anzubieten, er hat es stats verweigert. Dies hatte zur Folge, dass er quasi 12 Monate fast voll gestimmt wurde. Seit dem er 12 Monate ist, geht er in eine Krippe und hat auch angefangen zu essen. Jedoch ist es noch nicht ausreichend viel (morgens etwas Brot, Äpfel, Banane. Mittags Nudeln oder Reis), um davon satt zu werden. Viele Dinge isst er einfach gar nicht (zb. Gemüse, Kartoffeln) In der Krippe trinkt er deshalb zusätzlich Fertigmilch aus der Flasche. Er hat großen Spaß in der Krippe und geht gerne hin (das merke ich an seinem Verhalten in der Bringzeit u durch die Dokumentation der Erzieher). Wenn ich ihn abhole, möchte er zu Hause meistens als erstes an die Brust. bis zum Abend trinkt er noch ein paar Mal. Ebenso zum Einschlafen und in der Nacht. Mein Mann und ich machen uns nun Sorgen, dass er nicht genügend Nährstoffe uä erhält. Mein Mann hat deshalb vorgeschlagen, dass ich ihn abzustillen. Ich habe aber die Angst, dass er dadurch auch nicht mehr isst und somit noch weniger zu sich nimmt. Was meinen Sie? Ich würde mich sehr über Ihre fachliche Meinung freuen. viele Grüße, Sandra
Liebe Sandra, es gibt viele Babys, die lange keine stückige Kost mögen. Du solltest weiterhin versuchen, deinem Kind feste Nahrung anzubieten. Setze auf den Nachahmungstrieb des Kindes und biete ihm an, was auch ihr esst (natürlich nur, wenn es sich um etwas babygeeignetes handelt). Stillkinder sind durch die immer wieder auftretenden Geschmacksveränderungen der Muttermilch (je nach dem was die Mutter isst, schmeckt die Milch unterschiedlich) an den Speiseplan der Mutter gewöhnt und lehnen andere Nahrung dann oft ab. Wenn Du zum Beispiel nie gekochte Karotten isst, dann kennt dein Kind diesen Geschmack nicht über die Muttermilch und wird sie höchst wahrscheinlich auch vom Löffel ablehnen. Wurde der Eisenwert des Kindes schon einmal kontrolliert? Kann Euer Kind eventuell einen Zinkmangel haben? Beides kann die Ursache für ein schlecht essendes und/oder schlecht gedeihendes Kind sein. Wenn das abgeklärt ist, kannst Du ganz beruhigt sein, allerdings würde ich wirklich zu einer Kontrolle raten. So schwer es auch fällt, versuche die Geduld zu bewahren und mach bitte keinen Kampf ums Essen. Wenn es erst einmal so ist, dass das Essen Machtkampf bedeutet, dann sind wir Eltern sehr schnell die Verlierer und viele Essstörungen haben ihre Ursache in einem krampfhaften Machtkampf ums Essen im Baby und Kleinkindalter. LLLiebe Grüße Biggi
Mitglied inaktiv
Hab zwar kein Rat für dich,aber du bist nicht alleine mit diesem Problem:-). Hab auch schon sehr oft überlegt abzustillen, aber mein Mann ist gegen das Abstillen. solange die kleinen sich gut entwickeln, brauch man sich ja eigentlich keine Gedanken machen. Aber ich versteh dich voll und ganz;-)
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