Mitglied inaktiv
Hallo, seit einer Woche ist unser 5,5 Monate junger Sohn krank und trinkt auch nicht mehr von der Brust, bzw. nur Nachts und wenn er richtig hunger hat. Aus der Flasche trinkt er auch nur bedingt, er quengelt den ganzen Tag, schreit wenn ich ihn hinlege etc.. Sobald ich ihn hinlege, anlege, trinkt er ein paar Schlücke und dann fängt er wahnsinnig an zu schreien. Seit zwei Wochen bekommt er Pastinakenbrei (ein halbes Gläschen zu Mittag), vorher wird er angelegt. Seit 6 Tagen pumpe ich ab, meine Milch wird weniger, wo ich doch erst gekämpft habe, dass sie wieder mehr wird. Heute habe ich zu Mittag das 1. Mal ein ganzes Gläschen gegeben und danach wirkte er total glücklich und zufrieden. kein Quengeln mehr... Jetzt weiß ich nicht wie ich weiter machen soll. Er muss doch nach wie vor noch seine Milch bekommen, oder kann ich schon mit Brei anfangen? Abends ist es nämlich am schlimmsten. Wollte aber eher auf den Abendbrei verzichten und mit 7 Monaten anfangen. Bin total verzweifelt und wäre froh über einen Ernährungsrat / Planl. Stillt sich mein Sohn jetzt ab? LIEBEN DANK
Liebe aisha1000, ein fünf Monate altes Kind stillt sich nicht selbst ab, es streikt eventuell an der Brust oder es ist saugverwirrt. Am besten wendest Du dich einmal für eine persönliche Beratung an eine Stillberaterin in deiner Nähe. Adressen von Stillberaterinnen findest Du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). Bis Du eine Kollegin erreichen kannst, hier einige allgemeine Tipps: Du kannst versuchen dein Baby anzulegen, wenn es schon sehr schläfrig oder fast eingeschlafen ist. Viele Babys, die sich weigern, an der Brust zu trinken, wenn sie hellwach sind, tun es im Halbschlaf dann doch. Du kannst ihm die Brust auch immer wieder anbieten, wenn es wach ist, dränge aber nicht. Manche Babys sind eher bereit zu trinken, wenn ihre Mutter umhergeht statt stillzusitzen. Weitere Maßnahmen, die sich bei einem Stillstreik bewährt haben, sind: im Umhergehen stillen, in der Badewanne oder im Schaukelstuhl stillen, im Halbdunkeln stillen, im Halbschlaf stillen, das Baby mit der Brust spielen lassen, unterschiedliche Stillhaltungen ausprobieren, alle künstlichen Sauger vermeiden, das Baby massieren, viel Körperkontakt (Haut auf Haut), und ganz wichtig: keinen Stillstress erzeugen, weder bei der Mutter noch beim Kind, Ruhe und Gelassenheit, auch wenn es schwer fällt. Um deine Milchproduktion aufrecht zu erhalten und zu verhindern, dass die Brust übervoll wird, sollte die Milch ausgestrichen oder abgepumpt werden. Die so gewonnene Milch kann dem Kind mit einer alternativen Fütterungsmethode angeboten werden, z.B. mit einem Becher. Die Flasche ist in dieser Situation nicht unproblematisch, denn es kann passieren, dass sich dein Kind dann zur Flasche hin abstillt. Du könntest mit der abgepumpten Muttermilch auch einen Brei anrühren, wenn dein Kind diesen mag! LLLiebe Grüße Biggi Welter
Mitglied inaktiv
wir geben ihm immer Abends die Flasche, das von Anfang an. Kann die verwirrung daher kommen? Wenn er Brei bekommt ist er ja immer ruhig und freut sich... Darf er denn schon Milchbrei bekommen? Meine Milch lässt jetzt nach. Durch das Abpumpen wird nicht mehr ganz so viel Milch nachgebildet. Bin sehr traurig. Aber Sie haben Recht, dass er beim Einschlafen gern an der Brust ist oder aber auch Nachts bzw früh am Morgen.
Liebe aisha1000, ja, das kann durch die Flasche kommen. Eine Saugverwirrung entsteht, wenn ein Kind mit dem Wechsel zwischen den Trinktechniken an Brust und künstlichem Sauger (dazu gehören Flaschensauger, Schnuller und Stillhütchen) nicht zurecht kommt und dann die Brust schlussendlich sogar verweigern kann. Das ist ein ernsthaftes Stillproblem, das schon viele Sorgen und Tränen bei Müttern und Kindern verursacht hat. Doch eine Saugverwirrung kann überwunden werden. Dabei ist es die erste Maßnahme, dass sämtliche künstlichen Sauger weggelassen werden. In leichteren Fällen kann dies schon ausreichen. Am besten besprechen Sie mit einer Stillberaterin in Ihrer Nähe, wie Sie vorgehen können. Die Kollegin kann Ihnen dann im persönlichen Kontakt gezielte Tipps und Hinweise geben. Sie können theoretisch schon Milchbrei geben, allerdings würde ich in diesem zarten Alter eher versuchen, die Saugverwirrung zu überstehen ;-). LLLiebe Grüße, Biggi
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