Mitglied inaktiv
Hallo Biggi! Ich muss für mein Problem ein bißchen ausholen: Finn (5 1/2 Monate) hatte Mitte letzter Woche ein Magen Darm Grippe. Er hat einige Stunden gespuckt wie ein Berserker, dann hörte das Erbrechen auf. Ich habe ihm dann erstmal 4 Stunden gar nichts gegeben (hatte ich so mit meinem Kia abgesprochen), dann Mumi abgepumpt und sie ihm vorsichtig löffelweise gegeben. Menge dann langsam gesteigert, damit er es drinbehält. Abends (waren so 8 Std. nach Beginn des Erbrechens) habe ich ihn an der Brust trinken lassen und es hat auch funktioniert. Allerdings immr nur kurz, denn, wenn er zu lange getrunken hat kam es postwendend wieder raus. So ging es dann auch weiter am nächsten Tag. Viel trinken wollte er nicht, wenn ich ihn angelegt habe, hat er nur kurz getrunken. Die Windeln waren aber ok feucht. Das Ganze hat am Mittwoch begonnen und es ging ihm bis Freitag morgen wieder ganz gut. An dem Morgen hatte er dann noch einmal ganz heftig Durchfall und seitdem ist irgendwie Holland in Not. Er trinkt nicht vernünftig und schreit unglaublich viel (was er sonst eher selten getan hat). Jedesmal, wenn etwas zur Ruhe kommt und schlafen möchte, saugt er ein bißchen und schreit dann los, dann saugt er wieder und das gleiche wieder. So geht es den ganzen Tag. So richtig gut trinkt er eigentlich nur abends und nachts. Wenn er nicht, wie die letzten beiden Nächte, schreiend aufwacht und dann fast drei Stunden am Stück wie am Spieß schreit. Er wird völlig hysterisch und schreit sich richtig Rage *hoil*. Ich wusste mir nicht zu helfen und bin gestern morgen in die Kinderklinik gefahren und habe ihn untersuchen lassen. Lt der Ärztin ist er völlig ok, nur die Haut am Bauch ist ein bißchen faltig und er hat trockene Lippen. Sie fragte mich, ob ich mir vorstellen könnte, dass er vielleicht schreit, weil er Hunger hat. Ich war ganz perplex - vielleicht hat sie recht?? Kann es sein, dass durchs wenige Trinken während des Krankseins die Milchmenge zurückgegangen ist?? Was kann ich tun, um sie wieder zu steigern? Wenn ich so in mich hineinhorche, habe ich in der einen Brust auch irgendwie so ein leeres schlappes Gefühl. Ich habe auch das Gefühl, dass er wütend ist, wenn nach etwas Saugen, der Milchfluß noch nicht eingesetzt hat. Wie kann ich ihn dazu bringen, länger zu saugen, bis dann auch was kommt? Ich bin ganz traurig, denn es hat bisher alles sooo super geklappt. Vielleicht kannst Du mir helfen? Viele Grüsse, Meike
? Liebe Meike, es nützt nun nicht mehr viel, wenn ich dir sage, dass es sinnvoll gewesen ist, dem Kind die Brust nicht vorzuenthalten und vor allem auch nicht diese vierstündige Pause einzuhalten, aber da hier viele andere Mütter mitlesen, schreibe ich es trotzdem. Gerade bei solchen Magen-Darm-Infekten ist es sinnvoll häufig und eventuell nur kurz zu stillen. Auf diese Weise wird dem Austrocknen entgegengewirkt und das Kind kann zumindest kleine Mengen an Flüssigkeit und Nahrung immer wieder aufnehmen. Es kann sehr gut sein, dass durch die seltene Stimulation der Brust die Milchmenge zurückgegangen ist und da hilft nun nur mehr häufiges Anlegen und eventuell ergänzende Abpumpen, um die Milchbildung wieder anzukurbeln. Du kannst auch versuchen, vor dem Anlegen den Milchspendereflex durch eine Brustmassage oder durch Anpumpen der Brust anzuregen. Möglicherweise trinkt dein Sohn dann besser und bleibt besser an der Brust. Eine andere Vorgehensweise kann darin bestehen, dass Du etwas ausgestrichene oder abgepumpte Milch auf die Brust träufelst und deinem Kind damit einen Anreiz zum Saugen gibst. Lass dir von einer Stillberaterin in deiner Nähe einmal zeigen und erklären, wie Du effektiv Milch aus der Brust ausstreichen oder abpumpen kannst und wie Du diese Milch dann an der Brust zufüttern kannst. Ich suche dir gerne die nächstgelegene LLL-Stillberaterin heraus, wenn Du mir deinen Wohnort mit Postleitzahl angibst. Wichtig ist auch, dass Du - so schwer das auch fällt - Ruhe bewahrst, denn dein Kind reagiert auch auf deine Gefühle. Gezielte Entspannung vor und während dem Anlegen kann hier helfen. Ich wünsche euch bald wieder eine problemlose Stillzeit. LLLiebe Grüße Biggi
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