Sonnenblume 1812
Hallo, Mein Sohn ist nun fast 11 Monate alt und ich möchte aus gesundheitlichen Gründen in den nächsten 6-8 Wochen komplett Abstillen. Im Moment stille ich ihn so 5 Mal in 24h, damit er einschläft. Mittags um 14 Uhr, abends um 20 Uhr und nachts 2-3 Mal bis wir um 7-8 Uhr gemeinsam aufstehen. 1. Als erstes würde ich die zwei Mahlzeiten um 14 und um 20Uhr zu einem späten Nachmittagssnack zusammen fügen und wenn das gut geht, dann tagsüber gar nicht mehr stillen und dann nachts nach und nach reduzieren. Wäre das ok? 2. Wenn der Papa ihn nun abends zum schlafen bringt, braucht er da ein Fläschchen Milch? Er isst 4x Brei und ist kein Fan von Schnuller/ Saugern, deshalb weiß ich nicht, ob er die Flasche überhaupt nehmen würde. Oder wäre es besser ihn nach dem Abendbrei noch zu stillen und dann meinen Mann das Einschlafen ohne mich zu üben, bis das klappt und danach erst die Abend Stillmahlzeit wegzulassen? 3. Nachts Premilch oder Wasser? 4. Wie kann ich Milchstau verhindern und die Milchmenge reduzieren, abgesehen von Salbeitee trinken? 5. Haben Sie Tipps, wie wir ihm beibringen können ohne Brust einzuschlafen? Danke und beste Grüße
Liebe Sonnenblume 1812, für das Baby und auch die Brust ist es besser, wenn langsam abgestillt wird, eine Mahlzeit pro Woche wäre ideal. Ich weiß nicht, wie hoch das Saugbedürfnis Deines Kindes ist und ob es noch eine Flasche braucht oder nicht. Anfangs würde ich noch zum Einschlafen stillen und in der Nacht bei Bedarf Pre-MIlch geben. Manche Kinder schaffen die Nacht auch schon mit Wasser, andere haben tatsächlich noch Hunger. Sollte die Brust beim Abstillen noch zu voll werden und zu spannen beginnen, kannst Du zwischendurch gerade so viel Milch vorsichtig ausstreichen oder abpumpen, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Du dich wieder wohl fühlst. Nicht mehr Milch entleeren als unbedingt notwendig, da sonst die Milchbildung weiter angeregt wird. Zusätzlich kannst Du die Brust kühlen. Es kann gut sein, dass Du öfter ausstreichen solltest am Anfang, um einen Stau zu vermeiden. Die Erfahrung zeigt, dass es beim Abstillen hilfreich sein kann, wenn die Frau den Salzkonsum einschränkt. Keinesfalls einschränken solltest Du deine Trinkmenge. Du solltest dich weiterhin nach dem Durstgefühl richten. Ehe sich die Milchmenge durch eine Verringerung der Flüssigkeitszufuhr vermindern würde, bekämst Du massive Kreislaufprobleme und Kopfschmerzen. Die Empfehlung die Trinkmenge zu reduzieren gehört wirklich endgültig in die Mottenkiste der nicht ratsamen Tipps. Es gibt auch naturheilkundliche und homöopathische Mittel, um den Abstillprozess zu unterstützen, wenn Du dich hierfür interessierst, wende dich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder eine Hebamme. Ihr könnt nun langsam ein festes Ritual mit Kuscheln und Vorlesen oder Geschichte erzählen einführen. Viele Eltern beginnen auch bereits bei einem wenige Monate alten Baby damit, den Tag am Abend noch einmal Revue passieren zu lassen und so ein Gespräch (das sich im Laufe der Zeit dann entwickeln wird) über die Erlebnisse, Freuden, aber auch Sorgen und Nöte des Kindes zu führen. Durch solch ein Gespräch bleiben Eltern dann auch in engem Kontakt mit ihrem Kind und der leider viel beobachtet Sprachlosigkeit zwischen Eltern und Kind kann entgegengewirkt werden. Wenn dein Partner nicht einspringen kann, bleibt es an dir, Euer Kind auf andere Weise zu trösten und zu beruhigen und ihm einen Ersatz für die Brust anzubieten. In dieser Situation ist ein Nachthemd bzw. Kleidung, die sich vorne nicht öffnen lässt oft hilfreich. Wichtig ist, dass dein Kind weiterhin deine Liebe und Zuneigung spürt und Du nicht gleich die Geduld verlierst, wenn es nicht so schnell klappt mit dem Abstillen. Viele Frauen glauben, dass sie sich beim Abstillen vom Kind distanzieren müssen, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Probiere es einmal mit immer kürzerem Stillen und viel Kuscheln. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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