Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Junge 17 Monate wird nach wie vor 3-5x gestillt

Frage: Junge 17 Monate wird nach wie vor 3-5x gestillt

Mitglied inaktiv

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Hallo, mein Junge möchte noch gar nicht so viel mit uns am Tisch mitessen. Frühstücken schon mal gar nicht ( deshalb stille ich ihn vor seinem Vormittagsschlaf), mittags je nach Lust und Laune mal richtig gut, dann mal wieder sehr spärlich. Abends das Gleiche. Deshalb stille ich ihn sozusaggen früh, mittags und abends, sowie 2x nachts. Wenn er sich an der Brust satt getrunken hat, dreht er sich um und schläft ohne weitere Hilfe ein. Also benutzt er die Brust nicht als Schnullerersatz. Dennoch würde ich gerne schon mal tagsüber das Stillen langsam einstellen und ihn dazu bewegen mehr am Tisch zu essen. Sonst ist er sehr aktiv und bei bester Gesundheit. Nur mit dem Gewicht noch eher im unteren Bereich, aber nicht untergewichtig. Traue mich aber nicht ihn einfach mal hungern zu lassen, damit er selbst mehr vom Tisch essen will. Oder wäre dies der richtige Schritt? Da er schon früher die Beikost verweigert hatte, habe ich ihn 12 Monate voll gestillt. Aber neugierig auf Essen ist er schon. Er will alles probieren. Nur in so kleinen Mengen, dass er nicht satt wird. Schöne Grüße Anja


Biggi Welter

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Liebe Anja, die Empfehlung lautet, dass während der gesamten Stillzeit, die mindestens bis zum zweiten Geburtstag des Kindes dauern sollte, weiterhin nach Bedarf gestillt wird. Gleichzeitig solltest Du versuchen, deinem Kind feste Nahrung anzubieten. Nicht nur Brei, denn sehr oft liegt das zögernde Essverhalten einfach daran, dass das Kind keinen Brei mag und/oder nicht gefüttert werden will. Es gibt Kinder gibt, die es geradezu hassen, wenn ihnen etwas in den Mund gesteckt wird und schon fast panisch darauf reagieren , wenn der Löffel kommt. Diese Kinder essen aber oft sehr gut, wenn man sie selbst essen lässt. Das gibt zwar am Anfang einiges Geschmiere, doch die Kinder lernen erstaunlich schnell selbstständig zu essen. Versuch es deshalb auch einmal mit fingergerechter Nahrung. Es gibt eine ganze Menge, was als fingergerechte Nahrung angeboten werden kann. Banane zum Beispiel kann ein Kind gut in die Hand nehmen, sie ist weich und es kann sie alleine essen. Auch ein Stück von einer gekochten Kartoffel geht gut. Gekochte Erbsen können einzeln aufgepickt werden (ist gleichzeitig eine gute Übung für die Feinmotorik), alle Gemüse und Obstarten, die einigermaßen weich sind und dann in kleine Stücke geschnitten werden, können gegeben werden. Setze auf den Nachahmungstrieb des Kindes und biete ihm an, was auch ihr esst (natürlich nur, wenn es sich um etwas babygeeignetes handelt). Stillkinder sind durch die immer wieder auftretenden Geschmacksveränderungen der Muttermilch (je nach dem was die Mutter isst, schmeckt die Milch unterschiedlich) an den Speiseplan der Mutter gewöhnt und lehnen andere Nahrung dann oft ab. Wenn Du zum Beispiel nie gekochte Karotten isst, dann kennt dein Kind diesen Geschmack nicht über die Muttermilch und wird sie höchst wahrscheinlich auch vom Löffel ablehnen. Lass dich bitte nicht auf einen Kampf ein, denn den haben die Eltern sehr schnell verloren und ihr erreicht nur das Gegenteil dessen, war ihr wolltet. Ein wichtiger Punkt ist auch gleich ob Du abstillst oder nicht dass Du deinem Kind die Kompetenz zugestehst, selbst zu wissen wann es hungrig ist und wie viel es essen mag. Der Satz „kein Kind verhungert am gedeckten Tisch" klingt abgedroschen, aber er stimmt. Es hat sich bewährt, dass die Eltern das (altersentsprechende) Essen anbieten und das Kind entscheidet, ob und wie viel es isst. Neben der Beikost kann, darf und sollte das Kind weiterhin nach Bedarf gestillt werden. Eltern überschätzen oft, wie viel ein Kind essen sollte. LLLiebe Grüße, Biggi


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