Mitglied inaktiv
Hallo, ich bin mit dem dritten Kind schwanger und habe meinen ersten Sohn 3 tage und meinen zweiten Sohn 10 Tage gestillt. Wenn man das über diesen Zeitraum schon so nennen kann. Ich habe es gehasst. Ich habe damit einfach aus persönlichen Gründen ein großes Problem. Ich stieg dann immer um auf die Flasche, hab mein Baby mit viel Hingabe und Körperkontakt die Flasche gegeben und wir haben diese Zeit richtig genossen. Nun bin ich wieder Schwanger und das Thema stillen rückt näher. Wenn ich eine andere Frau stillen sehe weckt das bei mir Gefühle wie "oh Gott, hilf jemand dieser Frau". Nun sagte mir jemand das ich, wenn ich nicht stillen würde ein sehr viel höheres Risiko habe an Brustkrebs zu erkranken, weil die Brust sich immer darauf vorbereiten würde und ich dann nicht stille. Ist da etwas dran? Wenn ja würde es dann helfen, wenn ich abpumpe? Ich bekomme Schweißausbrüche beim Gedanken daran stillen zu müssen. lg sina
Liebe Sina, es gibt eine große Analyse (immerhin wurden dabei 47 epidemiologische Studien aus 30 Ländern mit 50302 Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind und 96.973 Frauen, die keinen Brustkrebs hatten analysiert), die 2002 im Lancet veröffentlicht worden, die belegt, dass das Risiko für diese Krankheit durch das Stillen sinkt. Bei Interesse kannst Du diese (in englisch veröffentliche) Studie im Lancet 2002; 360:187 195 unter dem Titel `Breast Cancer and Breastfeeding: collaborative reanaylsis of individual data from 47 epidemiological studies in 30 countries ..." Collaborative Group on Hormonal Factors in Breast Cancer. nachlesen. Es ist also tatsächlich so, dass Du dein Risiko an Brustkrebs zu erkranken, verminderst, wenn Du stillst, aber es ist nicht so, dass der Brustkrebs „gefördert“ wird, wenn Du es nicht tust. Lass dich nicht verunsichern, wenn dir der Gedanke ans Stillen so unerträglich ist, dann hat es keinen Sinn, dich dazu zu zwingen. LLLiebe Grüße, Biggi
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