Sandra0887
Hallo, mein Sohn ist inzwischen 19 Monate alt und wird noch gestillt. Wir haben einen sehr steinigen Weg bezüglich des Stillens hinter uns, da ich das Hellp-Syndrom hatte, mein Sohn dadurch 8 Wochen zu früh per Notkaiserschnitt geholt werden musste und mein anschließender Aufenthalt auf der Intensivstation dazu führten, dass ich eigentlich erst viel zu spät mit dem Abpumpen beginnen konnte. Es hat eigentlich niemand dran geglaubt, dass das überhaupt noch funktioniert. Dennoch konnte ich die Milchbildung in Gang bringen, auch wenn mein Sohn in den ersten Wochen mindestens 90 Prozent zugefüttert wurde. Dank meines Sohnes, der wohl absolut überzeugt vom Stillen war, habe ich es nach anderthalb Monaten geschafft, voll zu stillen und habe dies auch bis zum siebten Monat getan. Danach haben wir mit der Beikost angefangen, aber da er immer noch viel gestillt werden wollte, habe ich weiterhin sehr häufig nach Bedarf gestillt. Aktuell würde er immer noch gerne mehrfach täglich und auch nachts stillen, obwohl er inzwischen recht gut isst. Aber es geht dabei ja nicht nur um die Nahrungsaufnahme. Ich würde ihn grundsätzlich auch gerne weiterstillen, jedoch gibt es hierbei ein großes Problem. Wir wünschen uns ein zweites Kind, was jedoch nur mithilfe einer künstlichen Befruchtung bzw. einem Kryo-Versuch (im natürlichen Zyklus) möglich ist. Die Klinik verlangt von mir, vorher abzustillen, was mich in ein Dilemma bringt. Auf Grund meines Alters in Verbindung mit der vorangegangenen Geburtssituation wollen wir nicht noch länger warten. Aber ich möchte meinem Sohn auch nichts entziehen, was er eigentlich noch braucht. Daher meine Frage: Ist es für seine Gesundheit wirklich viel besser noch weiterzustillen (Immunsystem) oder macht es keinen allzu großen Unterschied mehr? Was bedeutet es für seine emotionale Situation, wenn ich ihm diese Verbindung zwischen uns verwehre? Klar, kann ich auch auf andere Weise körperliche Nähe herstellen, aber es ist ja doch nochmal was anderes. Was macht es mit unserer Bindung? Ich habe das Gefühl, ihn im Stich zu lassen, wenn ich es durchziehe. Ist das berechtigt oder vielleicht auch totaler Quatsch und ich mache mich umsonst verrückt? Aktuell habe ich das Stillen schon etwas heruntergefahren (einmal morgens und einmal abends). Aber begeistert ist er davon logischerweise nicht und manchmal bricht es mir das Herz, ihn so verzweifelt zu sehen... Liebe Grüße Sandra
Liebe Sandra, es gibt Frauen, die eine komplette Kinderwunschbehandlung durchgeführt haben, ohne abzustillen, doch hier in Deutschland dürfte dies die absolute Ausnahme sein. Dabei ist es noch ein Unterschied, ob es „nur" um eine Insemination oder um IVF geht. Denn die Sache ist die, dass es Frauen gibt, bei denen das Stillen, auch wenn relativ wenig gestillt wird und das Kind schon über ein Jahr alt ist, die Fruchtbarkeit noch deutlich beeinflusst. Wobei es nicht nur die Wahrscheinlichkeit für eine Empfängnis verringert, sondern auch die Einnistung des befruchteten Eis erschwert sein kann. Niemand kann sagen, ob dies auch bei dir der Fall ist. So kann es also sein, dass das Stillen die Erfolgschancen auf ein Baby durch Insemination doch verringert. Alle Mittel, die Einfluss auf den Eisprung/Zyklus haben, können auch Einfluss auf das Stillen nehmen. Bei Fragen zur Vereinbarkeit von Medikamenten und Stillzeit (und natürlich auch Schwangerschaft) kann und sollte sich Ihr Arzt jederzeit an das Berliner Pharmakovigilanz und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie ("Embryotox") wenden, das unter der Telefonnr. 030 / 450-525700 erreichbar ist, per mail unter mail@embryotox.de, oder online unter www.embryotox.de bzw. http://www.bbges.de/content/index024a.html. Es ist jedoch auch völlig okay, wenn du jetzt abstillst, die Bindung zu deinem Kind ist längst gefestigt und tief. Wichtig ist, dass du dir Klarheit verschaffst und dann zu deiner Entscheidung stehst. Wenn du dir deiner Entscheidung sicher bist, wird es euch beiden besser gehen. Fällt die Entscheidung von deiner Seite für das Abstillen, dann wird dein Kind fühlen „Jetzt hat Mama keinen Zweifel mehr" und wird sich auch abstillen lassen, sicher nicht ganz ohne Wehmut, aber ohne riesige Verzweiflung. Ehrlicherweise muss ich dazu sagen, dass die ersten Nächte zwangsläufig sehr unruhig sein werden. Doch in der Regel akzeptieren Kinder relativ schnell die neuen "Spielregeln", und je älter sie sind, desto einfacher. Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass du eine Entscheidung treffen kannst und kein schlechtes Gewissen hast! Ganz liebe Grüße Biggi
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