Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Ich habe keine Kraft mehr : ( Bin beim Abstillen .....

Frage: Ich habe keine Kraft mehr : ( Bin beim Abstillen .....

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Hallo, meine Tochter ist 5 einhalb Monate alt und ich gebe ihr nun seit einer Woche schon einen Mittagsbrei, da ich langsam abstillen möchte. Ich habe zur Zeit einfach keine Kraft mehr. Ich stehe jeden Tag total neben mir. Mein Kreislauf ist im Eimer. Ich habe klapperige Beine und bin andauernd nur müde. Außerdem habe ich eine sehr dolle Schulter- und Nackenverspannung, die nach 6 Massagen noch nicht weg ist. Kopfschmerzen gehören auch fast jeden Tag dazu. Ich habe auch noch eine 3-jährige Tochter. Bei ihr hatte ich auch damals dasselbe Problem und bin zu Hause damals sogar einmal umgekippt. Leider habe ich keine Hilfe zu Hause und mein Mann arbeitet meistens von Morgens bis 18 Uhr. Ich bin dadurch mit allen Problemen und Arbeiten alleine zu Hause. Können Sie mir einen Tip geben, wie ich wieder meinen Kreislauf in Gang bekomme? Ich nehme zur Zeit auch Kräuterblut, da ich dachte, dass ich vielleicht zu wenig Eisen im Blut habe. Seit einer Woche trotzdem keine Veränderung. Zusätzlich nehme ich nnoch Vitaverlan Tabletten. Irgendwie hilft das alles nichts. Danke, jetzt schon einmal. LG


Biggi Welter

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Liebe Lucy77, leider wird immer wieder gesagt, stillen lauge die Mutter aus oder führe zu Erschöpfungszuständen usw. . Wenn das Stillen so anstrengend und für die Mutter belastend wäre, würden anerkannte Organisationen wie die WHO (Weltgesundheitsorganisation) nicht eine mindestens zweijährige Stillzeit für ALLE Kinder empfehlen (nicht nur für die, die in Entwicklungsländern leben, wie diese Empfehlung fälschlicherweise immer wieder ausgelegt wird). Die WHO setzt sich auch das Wohl der Frauen ein. Das Stillen laugt die Mütter nicht aus und schwächt auch nicht ihr Immunsystem, auch wenn dies immer wieder behauptet wird. Die Tatsache, dass Muttersein einer der härtesten und anstrengendsten Berufe der Welt ist, der sieben Tage die Woche und 52 Wochen im Jahr einen 24 Stunden Dienst ohne Urlaubsanspruch und Krankschreiben bedeutet, führt dazu, dass Mütter von kleinen Kindern oft anfälliger sind als kinderlose Frauen oder Frauen mit älteren Kindern. Es stellt sich außerdem die Frage, ob das Abstillen und das damit verbundene Mehr an Arbeit (dann müssen Flaschen vorbereitet und gereinigt werden, Flaschennahrung eingekauft werden, nachts muss die Mutter aufstehen, um die Teeflasche zu geben, statt sich einfach nur umzudrehen und ihr Kind im Halbschlaf anzulegen und weiterzuschlafen usw.) die Frauen nicht um ein Vielfaches MEHR belastet als weiterzustillen, bis die Mutter und ihr Kind bereit sind, die Stillbeziehung zu beenden. Versuche dir den Alltag so einfach wie möglich zu machen. Scheue dich nicht, dich auch am Tag, wenn das Kind einmal schlafen sollte, hinzulegen. Es ist jetzt nicht wichtig, dass die Fenster regelmäßig geputzt werden und die Bettwäsche optimal gebügelt ist, sondern es ist wichtig, dass Du dir genügend Ruhe und Erholung und auch einmal etwas für dich gönnst. Achte auf eine einigermaßen ausgewogene Ernährung und denke daran: Muttersein ist überaus anstrengend und je kleiner das Kind ist, umso anstrengender kann es sein. Ich möchte dich sicherlich nicht zum Weiterstillen überreden, ich möchte dir nur klar machen, dass es nicht am Stillen liegt, wenn es dir nicht gut geht. Warst Du schon einmal beim Arzt und hast abklären lassen, ob mit Deinem Stoffwechsel alles in Ordnung ist? Es kommt vor, dass die Schilddrüse nach einer Schwangerschaft aus dem Gleis geraten ist. Bitte lass dich doch vom Arzt untersuchen und auch ein Blutbild machen. Ich wünsche dir, dass Du dich gesundheitlich bald erholst. LLLiebe Grüße Biggi


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Hallo Lucy, würde da echt mal dein Blut und alles abchecken lassen, ob du irgendwelche Mangelerscheinungen hast, aber nicht nur ein kleines Blutbild, sondern ein großer Check auch auf Vitamine/Mineralien usw. Manchmal muß man das allerdings selbst bezahlen. Nimmst du denn Vitamine? Centrum Materna kann ich empfehlen, da da nicht nur Vitamine, sondern auch Mineralien drin sind, die man ja oft zu wenig hat. Ich hab übrigens die gleiche Situation wie du, einen 3einhalbjährigen und einen 4monatigen Sohn. Mir gings nach dem ersten Kind auch ne Zeit lang schlecht, allerdings liegt das bei mir an erhöhten Leberwerten, wo ich nicht weiß, woher es kommt. Ich hab mir aber jetzt beim 2ten echt angewöhnt, mich mittags oft ne Stunde mit hinzulegen, sonst schaff ichs auch nicht. Mein Mann kommt auch frühestens um 6 nach hause und bringt dann den großen ins Bett, sonst wär ich auch ganz schön aufgeschmissen. Probier einfach, dir ein bißchen Zeit freizuschaufeln, wo du was für dich tust. Ich geh jetzt einmal die Woche zum Rückbildungs-Yoga. Das tut total gut, auch für die Nackenverpannung. Ach, da hab ich nochn Tipp: Ostheopathie. Lass mal deine Wirbel abchecken, vielleicht ist irgendwas verklemmt und wirkt sich auf den Gesamtimmunsystem aus. Also dann, drück ich dir die Daumen, kannst ja mal schreiben, wenn was geholfen hat. anne.thiel@gmx.de Anne


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Hallo, meine Kleine ist auch fast 5 Monate alt, mein Großer ist 5. Mein Mann geht in Schichten arbeiten. Die Nachtschichten sind o.k.-da geht er immer erst 19.00 und kann den Großen bettfertig machen. Die Mittelschichten sind der Horror. Da bin ich ab 12.00 Uhr allein. Meine Kleine weint sehr viel- sie ist noch sehr schläfrig, weil sie eine Frühgeburt war, der Große will beschäftigt werden, dabei die Kleine ständig auf dem Arm, Abendessen machen, Kinder ins Bett bringen, zwischen durch noch schnell ein wenig aufräumen, selber bettfertig machen..... Nach drei Tagen fühl ich mich immer wie nach einem Marathonlauf, mir zittern die Hände, mir ist schwindlig, ich habe Gliederschmerzen... Ich hoffe auch, das es mit der Zeit besser wird, denn ich möchte noch weiter stillen, aber im Moment nimmt die Kleine nicht mehr zu, so dass ich evtl. doch zufüttern muss....:-( das wäre dann der Anfang vom Ende..... Ich wünsche Dir viel Kraft und fühle mit Dir. LG JDM


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Ich danke Euch allen: Ich war gestern beim Arzt und es kam raus, dass ich eine dolle bakterielle Infektion habe (12000 Leukos). Ich muß nun leider Antibiotikum und Schleimlöser nehmen. Meine beiden Kleinen sind auch krank und mein Mann muß Morgen Nachmittag für 4 Tage nach Köln zum Lehrgang. Hilfe habe ich leider nicht wirklich. Naja, ich hoffe, dass die Medikamente schnell helfen und ich bald wieder stark auf den Beinen stehen kann : ) LG


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