Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Ich brauche Hilfe, muss z.T. abstillen

Frage: Ich brauche Hilfe, muss z.T. abstillen

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Liebe Biggi, stets hilft mir dein Forum. Mein Sohn wird morgen 10 Monate ich stille noch früh morgens, zum Vor- und Nachmittagsschlaf und zum Einschlafen sowie nachts 2 mal. Manchmal wacht er auch tagsüber schon so nach 30 min auf und ist dann ganz quengelig. Trinkt dann an der Brust und schläft eine Stunde weiter. Er isst ganz super, Gläschen und mit uns. Ich muss dringend wieder arbeiten gehen, da wir sonst finanziell in eine schlimme Lage geraten werden. Wie kann ich meinen kleinen Schatz denn jetzt schon abgeben? Und was mache ich mit dem Stillen? Er schläft ohne MuMi nur im Auto oder im Kinderwagen ein. Ansonsten gibts Gebrüll. Und außerdem fremdelt er z.Z. sehr bzw. ist einfach total Mama-bezogen, da wir auch immer zusammen sind (Mein Mann arbeitet Doppelschichten). Ich bin total verzweifelt. Vielleicht kann mr jemand helfen. Er lehnte stets Fläschchen ab, trinkt aber seit 2 Wochen morgens 70 ml und abends so 130 ml 3er-Milch. Danach aber stillen. Ist es eigentlich für seine Entwicklung schlecht ein so kleines Würmchen allein zu lassen? Würde halbtags arbeiten. Bitte um baldige Antwort. Eine verzweifelte Mama, die um nichts in der Welt ihr Kind allein lassen will ( und deswegen schon ne menge geheult hat)


Biggi Welter

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Liebe Christin, wichtig ist es , dass Du jemanden findest, den dein Baby erst einmal in Ruhe kennen lernen darf und erst dort bleiben muss, wenn es sich dort sicher fühlt. Genau so wichtig ist es auch, dass DU diesem Menschen vertrauen kannst und ein gutes Gefühl hast, wenn dein Baby dort ist. Wie sehr ein Kind fremdelt und auch wie lange bzw. ob es überhaupt vorsichtig im Umgang mit neuen Personen und Situationen ist, ist nicht zuletzt auch eine Temperamentsfrage und an der Veranlagung des Kindes lässt sich nicht viel ändern. Hier hilft wohl nur Geduld und kein Drängen oder gar Zwang nach dem Motto "aber das Kind muss doch mal…" Lass deinem Baby die Zeit, die es braucht, bis Du es dort abgibst. Wenn dein Kind dann bei der Betreuungsperson ist, wird es schnell merken, dass es dort nicht gestillt werden kann. Dein Kind wird sich dann vielleicht nach deiner Arbeit umso mehr auf dich stürzen und dann mehr trinken und sich oft eine Extraportion "Mama" holen. Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass Du eine liebevolle Betreuung für dein Kind findest und alles gut läuft! LLLiebe Grüße Biggi


Mitglied inaktiv

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Hallo, wenn es irgendwie möglich ist, dann warte doch noch 2 Monate... Dann ist er ein Jahr alt und da kann alles schon wieder ganz anders aussehen. Bei meinem war da zumindest die Fremdelphase vorbei und das Stillen auch fast. In den 2 Monaten kannst du auch versuchen, dass er es schafft, ohne Brust in den Schlaf zu finden. Es ist nicht schlimm, sein Kind schon früh fremdbetreuen zu lassen. Als mein Sohn ein Jahr alt war, fing ich an zu studieren. Er war in der Zeit, die ich in der Uni war, bei einer Tagesmutter. Ich muss sagen, dass ihm das sogar gut getan hat. Es war für ihn ein bisschen "Urlaub". Raus von zu Hause, jemand, der immer mit ihm spielt ohne Haushalt nebenbei machen zu müssen, andere Kinder... Wenn die Eingewöhnung langsam und kindgerecht verläuft und er bei der Betreuung eine feste Bezugsperson hat (das geht auch in der KiTa), ist das kein Problem. Im Gegenteil - durch den frühen Kontakt zu anderen Kindern entwickeln gerade Einzelkinder eine hohe soziale Kompetenz und der Übergang zum Kindergarten fällt ihnen viel leichter. Die Mutter-Kind-Bindung oder sein Vertrauen in mich haben darunter übigens auch nicht gelitten. Es ist eben immer eine Frage der Eingewöhnung und wie man es dem Kind vermittelt. Ich habe ihm immer gesagt, dass ich gehe, mich verabschiedet (nicht einfach rausschleichen!) und gesagt, dass ich wiederkomme. Und ich kam ja auch jedesmal wieder ;-) Also Kopf hoch - das packst du schon. Lerne, ein wenig loszulassen - deinem Kind wird es nicht schaden ;-) Und mit dem Stillen, wie gesagt: Versuche ihn daran zu gewöhnen ohne Brust einzuschlafen. Früh morgens und abends/nachts kannst du ja weiterstillen. Alles Gute! Silke


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Hallo Ich möchte Dir mut machen. Ich mußte mein 1 Kind auch schon sehr Früh in die betreuung geben. Er war 1 Jahr und ich fand die alternative von einer Tagesmutter sehr gut. Dort sind in der regel nicht so viele kinder wie in der Krippe und man hat zu der Tagesmutter ein recht enges freundschaftliches verhältnis. Auserdem ist diese meist flexibler. Unseren großen hat das nicht geschadet eher noch geholfen da er 7 Jahre ein einzelkind war. Tagesmütter findet man übrigens über das örtliche Jugendamt. Viel Glück


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Hallo, ich arbeite wieder, seit meine Kleine 6 Monate alt ist. Abstillen musste ich deswegen nicht. Bis sie 10 Monate alt war, bin ich immer mittags zum Stillen in die Krippe gegangen, danach hat sie mittags nicht mehr nach der Brust verlangt (natuerlich habe ich sie morgens direkt vor der Krippe und sofort beim Abholen gestillt). Das Einschlafen hat schon nach einigen Tagen problemlos auch ohne Brust geklappt, allerdings nur in der Krippe. Zuhause stille ich sie abends und am Wochenende immer noch zum Einschlafen (und mittlerweile ist sie fast zwei!). Mach dir keinen so grossen Kopf, die Hauptsache ist, dass du sie langsam an die neue Situation gewoehnen kannst und am Anfang so lange dabei bleibst, bis sie sich gut aufgehoben fuehlt. Schon bald wird sie, wenn die Betreuerinnen ihren Job gut machen, diese als Ersatzbezugsperson annehmen. Alles Gute fuer dich und die ersten Tage Fremdbetreuung, Ninusia


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