Frage im Expertenforum Stillberatung an Kristina Wrede:

Hilfe... will endlich abstillen...schaffs aber nicht

Frage: Hilfe... will endlich abstillen...schaffs aber nicht

Mitglied inaktiv

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hallo.... mein problem ist.... ich bin alleinerziehende Mutter von 3 Mädchen ( 14J.,5J. und 19 Monate) ... und ich bin am Ende meiner Kräfte. Hab auch wirklich niemand hier der mir meine Kinder mal ab und zu abnehmen könnte!!!!! Also ich versuch schon seit Wochen meine Kleine abzustillen aber ich schaffs einfach nicht... Sie schläft bei mir im Bett und wenn ich ihr die Brust nicht gebe dann weint und schreit sie so lang bis sie fast erbricht und wirklich total aufgelöst ist und das will ich so nicht.... und mit singen oder schmusetier oder wasser oder milch funktioniert auch nicht.... hab jetzt seit 3 monaten einen neuen freund ( die kinder mögen ihn sehr und er wäre auch bereit mir beizustehen und mir zu helfen) .... jetzt ist auch die Frage: kann ich das meiner Kleinen schon zumuten, ist das noch zu früh ? obwohl sie ihn wirklich sehr gern hat und auch viel mit ihm kuschelt.... und dann die nächste Frage: wie könnten wir als nächstes vorgehen? wir sehen uns leider nur alle 2-3 wochen am WE ... bitte helft mir ... ich kann nicht mehr so weitermachen....LG Bianca


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Liebe Bianca, ich kann verstehen, dass du dich total am Ende fühlst, denn du stehst unter einer enormen Belastung!! Ich würde jetzt zum Beispiel mal mit dem Hausarzt sprechen und schauen, ob er dich nicht krankschreiben kann und dir eine Haushaltshilfe verordnen. Darauf hast du Anspruch, wenn sonst niemand die Versorgung deiner Kinder übernehmen kann. Und dann könntest du mal die "groben" Dinge wie putzen, waschen, kochen oder bügeln delegieren und ganz in Ruhe Kraft tanken, während die Großen in der Schule sind. Es GIBT Kinder, die mit 19 Monaten noch nicht "bereit" sind, aufs Stillen zu verzichten, vor allem, wenn es in eurem Alltag eher stressig ist (was ja total verständlich ist). Aber vielleicht könnt ihr an einem Kompromiss arbeiten, und eine "stillfreie Zeit" vereinbaren. Im Falle deiner Kleinen wird es vermutlich nötig sein, ganz sanft damit zu beginnen. Deinen Freund mit ins Boot zu holen ist schon ok, birgt aber auch die Gefahr, dass die Kinder ihn als "trennendes" Element wahrnehmen, der die Ursache wäre für die neue Distanz zwischen dir und ihnen. Da ist es wirklich wichtig, umsichtig zu handeln! Die beste Methode, denke ich, wäre der Einsatz eines Radioweckers oder ähnlichem. Schon tagsüber erklärst du deiner Kleinen, dass ihr zukünftig nachts nicht mehr so viel stillen werdet, und dass sie dann trinken darf, wenn der Radiowecker angeht. Du weißt ja grob, wann deine Maus trinken will. Den Radiowecker stellst du so ein, dass eine kurze Zeitspanne zu überwinden sein wird, bis sie wirklich trinken darf. Diese Zeit müsst ihr beide dann durchstehen, es reichen am Anfang sicher schon ein paar Minuten (du kannst ja auch eingreifen, in dem du ihn unbeobachtet einschaltest, wenn's unerträglich würde). Nach ein paar Nächten hat deine Kleine die Umstellung akzeptiert und es wird leichter, den Radiowecker ganz allmählich immer etwas später angehen zu lassen. So kannst du allmählich die stillfreie Zeit in der Nacht ausdehnen. Für eine junge Beziehung ist es immer eine gewisse Belastung, wenn ein kleines, so anhängliches Kind "im Weg" ist. Aber denk darüber nach, wer dich gerade wirklich braucht, und wer seine Bedürfnisse "zügeln" kann. Dein Freund ist erwachsen und wird keinen Schaden erleiden, wenn er ein Weilchen auf dich warten muss... Deine Kleine wird größer werden und damit wächst dann auch deine Freiheit. Jetzt allerdings der neuen Liebe zuliebe zu versuchen, dein jüngstes Kind schneller reifen zu lassen wäre, wie an einem Grashalm zu ziehen, damit er schneller wächst. Das Ergebnis...? Nicht wirklich das, was du willst, vermutlich. Und was, wenn der neue Freund dann doch wieder weiter zieht, weil er weniger Verantwortung vorzieht? Ich weiß, das klingt vielleicht sehr nüchtern oder einfach, aber ich spreche aus Erfahrung: Am besten fährst du, wenn du NICHT unter Druck gerätst, um die Bedürfnisse jedes einzelnen Teils deiner Familie zu befriedigen, zu denen auch deine eigenen zählen! Räum jedem seinen Platz ein und wenn du das Gefühl hast, du stehst mitten in der Brandung und bekommst keine Luft mehr, dann ist irgend ein Druck, eine Erwartung, zu viel, die dann genauer unter die Lupe genommen werden muss nach dem Motto: "Muss das wirklich so sein, kann ich da vielleicht irgendwie den Stress wegnehmen, wenn ich etwas ändere?". Oft sind das auch die eigenen, falschen, Erwartungen. Mit einem 19 Monate alten Baby ist es einfach sehr unwahrscheinlich, einen ganzen Abend ungestört ganz romantisch mit einem liebevollen Mann verbringen zu können. Das geht ja auch in den "normalen" Familien nicht und ist auch dort eine ungeheure Belastung! Allein, die Kinder wachsen und es wird wieder leichter :-) Lieben Gruß, Kristina


Mitglied inaktiv

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danke erstmal für deine antwort trotz des We ... hab aber noch eine Frage zu der Radioweckermethode... sie trinkt so ungefähr alle 2 std... soll ich dann in der nacht den wecker alle 2std + ein paar min mehr stellen oder hab ich das falsch verstanden ? und wie soll ich die intervalle ausdehnen ? in welchen zeitschritten?


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Ja, so in etwa läuft das. Ist natürlich in den ersten Tagen etwas stressig, aber das ist das Opfer, das erforderlich ist. Die Intervalle dehnst du so aus, dass du den Wecker dann auf später stellst. Jeden Tag 10 Minuten mehr könnte klappen, je nachdem, wie deine Maus reagiert... LIeben Gruß, Kristina


Mitglied inaktiv

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ok ... danke , ich werds versuchen... hab auch schon meinem Freund bescheid gesagt daß ich das ganze in meinem Tempo machen werde und er zeigt verständniss dafür... gott sei dank :) noch ein schönes WE


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