Frage im Expertenforum Stillberatung an Kristina Wrede:

Frühzeitiges abstillen

Frage: Frühzeitiges abstillen

Schnutenkind

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Schönen guten Morgen Die Stillbeziehung von mir und unserer Tochter(geboren am 8.9.2020) startete nach Kaiserschnitt im Kh eigentlich richtig gut. Sie hat gut getrunken und ich hab sehr früh den Milcheinschuss bekommen. Jedoch reichte ihr meine Muttermilch nicht aus...so das wir von Anfang an kleinste Mengen zu füttern mussten. Dennoch habe ich sie Zuhause weiter gestillt und sie bekam pre Nahrung zusätzlich. Ab Mitte Oktober ca hat unsere Tochter dann leider angefangen immer häufiger die Brust zu verweigern, so das ich dann angefangen habe ab zu pumpen so das sie weiter meine Muttermilch bekommen konnte. Dennoch habe ich weiter versucht sie anzulegen, was aber immer seltener funktioniert hat. Wir waren auch bei einer Osteopathin um zu schauen ob es daran liegt das sie die Brust verweigert. Da war aber alles ok. Ich fand es ok sie nicht mehr zu stillen sondern ab zu pumpen und die Flasche zu geben zumal dann meine Frau mich mehr unterstützen konnte. Jetzt ist es seit ca ner Woche so das ich aus beiden Brüsten nur noch 50 ml zusammen pumpe, auch wenn ich regelmäßig alle 3 std Pumpe. Ich habe lange überlegt und auch mit meiner Hebamme darüber geredet und bin zu den Schluss gekommen das ich abstillen möchte...denn es stresst mich sehr im Alltag mit baby alle 3 std ab zu pumpen und dann keine volle Mahlzeit daraus zu bekommen und noch mehr stresst es mich nachts noch zusätzlich wach zu sein um ab zu pumpen. Und unserer Kleinen ist es egal was in der Flasche ist sie trinkt beides gleich gut. Eigentlich ist ja alles gut ich habe entschieden ab zu stillen und dennoch musste ich gestern als ich im Bett lag, das schlafende Baby neben mir im Beistell Bett, festellen das ich sehr sehr traurig darüber bin sie nicht mehr zu stillen. Ist es total bescheuert von mir diese zwiespältigen Gefühle zu haben? Denn auf der einen Seite bin ich echt froh wenn ich daran denke nicht mehr weiter ab zu pumpen und weniger Stress zu haben aber mir fehlt das reine stillen und ich habe sie so gerne gestillt Lg Jenny


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Liebe Jenny, es ist überhaupt nicht bescheuert, ganz im Gegenteil... Du hast und hättest ja gern gestillt und nun beendest du es, weil es nicht funktioniert hat in eurer Konstellation. Es ist für mich absolut nachvollziehbar, dass es dich traurig macht!! Hoffentlich tröstet es dich zu wissen, dass du auch ohne Stillen ganz viel Nähe mit deiner Tochter erleben kannst, etwa durch intensives Kuscheln und Tragen (ich empfehle dir ein elastisches Tragetuch, da kann das Baby bis auf die Windel nackig bleiben und die Mama ebenfalls "oben ohne", was zu einer starken Bindung beitragen kann). Es wäre auch möglich, dass du an dem Weg zurück zur Brust arbeitest mit der Unterstützung einer erfahrenen Stillberaterin. Das kann schon klappen - aber tatsächlich ist es sehr intensiv und nicht ohne Aufwand und Mühe. Dass das nicht für jede Mama machbar ist ist absolut ok und total verständlich. Es ist übrigens gut, dass du deine Gefühle von Trauer und Zerrissenheit da sein lässt statt sie wegzudrücken. Denn nur gefühlte Gefühle können auch wieder gehen... Lieben Gruß, Kristina


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