Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

fragen zum abstillen

Frage: fragen zum abstillen

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mein sohn ist 10 monate und isst schon zt familienkost (morgens brot mit butter/frischkäse, ca. eine halbe scheibe und dazu apfel oder banane o.ä., abends dasselbe und ein portion milchbrei, morgens kuhmilch aus dem becher, ein paar schlückchen, probiert auch von unseren tellern, dazwischen obst und manchmal dinkelkekse/reiswaffeln)). ich stille noch morgens und abends und diese woche will ich die stillmahlzeit am spätnachmittag abstillen. abstillen der mahlzeit zwischen frühstück und mittag und beim mittagsschlaf hat erstaunlicherweise ziemlich problemlos geklappt. ich habe eine frage dazu, wenn mein sohn noch während des abstillens krank wird..typischerweise verweigert er dann brei und anderes essen, nimmt nur die brust oder isst wenig anderes. muss ich abgestillte mahlzeiten wieder aufnehmen, damit er isst? oder biete ich "normales" essen an? mache ich mit dem abstillen während krankheit normal weiter? wann braucht baby ;) nachts keine milch mehr?kann ich schon versuchen, meinen freund den kleinen beruhigen zu lassen? kann ich morgens kuhmilch statt stillen geben (trinkt er gern und selbststänig aus dem becher....grinst danach und freut sich sehr, im gegensatz zu säuglingsmilch, die er ausgespuckt hat, was ich nach einer kostprobe gut nachvollziehen kann..schmeckt nach fisch!!bah!), als nächstes "abstillmahlzeit"? abends wollte ich zuletzt abstillen. kann ich dann versuchen, bei durst nachts wasser oder ungesüßten tee anzubieten (aus dem becher?)? vielen dank fürs lesen!


Biggi Welter

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Liebe erdnusslove, wenn dein Kind krank ist, würde ich eine Pause beim Abstillen einlegen und das Kind eher wieder öfters anlegen (gerade wenn es Beikost verweigert). Kranke Kinder vertragen die Muttermilch einfach besser und bekommen gleichzeitig maßgeschneiderte Antikörper, die ihnen helfen, schneller wieder gesund zu werden. Der immer wieder verbreitete Gedanke, dass ein Baby ab einem bestimmten Alter nachts nicht mehr aufwachen darf und nachts keine Nahrung mehr braucht entspringt in keinster Weise dem natürlichen Verhalten und den Bedürfnissen eines Babys oder Kleinkindes, sondern er entstammt dem (verständlichen) Wunsch der Erwachsenen, die gerne ihre Nachtruhe hätten. Eine Studie von Jelliffe und Jelliffe ergab, dass Babys im Alter von 10 Monaten mindestens 25 % ihrer Muttermilchaufnahme nachts zu sich nehmen. Das spricht eindeutig dafür, dass Babys auch nach den ersten sechs Monaten nachts noch hungrig sind. Es gibt Kinder, die nachts keine Nahrung mehr brauchen, aber es gibt eben auch sehr viele Kinder, die mit einem halben Jahr noch nicht so weit sind. So wie manche Kinder bereits mit elf Monaten laufen und andere damit erst mit 16 Monaten beginnen, so entwickeln sich auch alle anderen Dinge bei jedem Kind individuell verschieden und diese Entwicklung lässt sich begleiten, aber nicht beschleunigen. Generell wird empfohlen, dass mit Kuhmilch und Kuhmilchprodukten gewartet wird, bis das Kind ein Jahr alt ist, es gibt aber auch Meinungen, die sagen, dass es ab zehn Monaten schon kein Problem sei, Milchprodukte einzuführen. Ab dem ersten Geburtstag kann der Milchbrei mit Vollmilch zubereitet werden, die dann auch nicht mehr verdünnt werden muss. Wenn dein Kind sich nachts mit Wasser beruhigen lässt, kannst Du diesen anbieten. Meist allerdings brauchen Babys in diesem Alter noch eine Mahlzeit. LLLiebe Grüße, Biggi


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