Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

empfindliche Brust

Frage: empfindliche Brust

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Hallo Biggi, hab erst einmal vielen Dank dass Du mir schon so oft gute Tipps gegeben hast. Mein Sohn ist jetzt 18 Monate alt und stillt jetzt wieder mehr als noch vor ein paar Wochen, d.h. statt früh am Morgen und dann am Abend will er jetzt wieder ganz oft an die Brust. Prinzipiell stört mich das nicht, ich mache mir aber Gedanken um meine rechte Brust. Ich hatte seit Himmelfaht zwei mal Mastitis. Die erste wurde mit Antibiotika behandelt, die zweite war weniger schlimm. Was sich bei anderen auf den Magen schlägt, bleibt bei mir schon immer an der rechten Brust hängen. Und jetzt kommt noch sein häufiges Stillen dazu. Hast Du vielleicht ein paar Tipps, wie ich der Mastitis noch vorbeugen könnte. Ich versuche schon mich zu schonen und trage seit nunmehr 18 Monaten diese hässlichen Still-BHs (CupE-Hilfe!). Langsam neigt sich meine Geduld dem Ende zu. Ans Abstillen wage ich gar nicht zu denken, aus Angst vor noch mehr Problemen mit der rechten Brust. Leider gibt es hier in der Umgebung auch keine LLL-Gruppe (wohne PLZ 74074. Entschuldige bitte, dass es so lange geworden ist. Ich bin für jeden Tipp dankbar! Liebe Grüsse Bettina


Biggi Welter

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Liebe Bettina, einen Milchstau kann man sehr schnell bekommen, oft reicht es schon, wenn man einmal eine Mahlzeit überspringt, wenn das Baby anfängt durchzuschlafen, man zu enge Kleidung trägt, der BH schlecht sitzt oder der urt im Auto schlecht lag. Die Übergänge zwischen Milchstau und Brustentzündung sind fließend. In beiden Fällen ist die Brust (an einer Stelle oder komplett) hart und/oder schmerzt. Es kann rote und heiße Bezirke geben. Bei einer Brustentzündung kommen dann immer noch Fieber und eventuell auch Kopf und Gliederschmerzen, wie bei einer Grippe dazu. Um eine Brustentzündung in ihren Anfängen zu überwinden oder um zu verhüten, dass sich ein Milchstau zu einer Brustentzündung entwickelt, sollte sich die Mutter ein bis zwei Tage mit ihrem Baby ins Bett legen, um sich auszuruhen und sich zu erholen. Idealerweise sollte ihr jemand während dieser Zeit die Hausarbeit ganz abnehmen. Vor jedem Stillen sollte feuchte Wärme auf die Brust einwirken. Ist das Stillen schmerzhaft, kann zuerst an der nicht betroffenen Seite und nach dem Einsetzen des Milchspendereflexes an der kranken Brust gestillt werden, und zwar solange, bis die Brust wieder weicher wird. Die Stillmahlzeit sollte dann an der ersten Brust beendet werden. Manche Frauen empfinden auch Quarkwickel als angenehm. (Bitte darauf achten die Brustwarze und den Brustwarzenhof beim Anlegen eines Quarkwickels auszusparen) Häufiges Stillen rund um die Uhr ist nötig, damit die Milch in der erkrankten Brust am Fließen gehalten wird. Außerdem sollte beim Auftreten der oben genannten Symptome ein Arzt aufgesucht werden, da unter Umständen Medikamente erforderlich sind. Die nächstgelegene LLL Stillberaterin für dich dürfte Frau Andrea Fröhlich Tel.: 07971 912750 sein, ruf doch einfach einmal an. Du kannst übrigens auch auf die BHs verzichten, es gibt tolle Bustiers (z.B. bei Ulla Popken), die sicher nicht einschnüren. Bei immer wiederkehrenden Stauungen hat es sich bewährt, wenn alle Fette die Du zu dir nimmst, durch hochungesättigte Fette ersetzt werden und zusätzlich pro Tag einen Esslöffel flüssiges Lecithin eingenommen wird. Die Einnahme von Vitamin C kann ebenfalls helfen. Ich hoffe, dass es bald besser wird. LLLiebe Grüße Biggi


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