Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

BES, Stillhütchen und Frühchen

Frage: BES, Stillhütchen und Frühchen

Marmita

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Hallo ich habe zufällig diese Seite entdeckt und erhoffe mir hier einige Tips wie ich meine Tochter endlich vollstillen kann ohne jegliche Hilfsmitte. Meine Maus wurde in der 33+6 nach vorzeitigem Blasensprung geboren und kam dann sofort in den Brutkasten. Gott sei dank benötigte sie keine Atemhilfe und das einzige große Problem bei ihr war die ausgeprägte Trinkschwäche. D.h. ich konnte und dufte sie erstmals nicht anlegen (innerhalb von 3 Wochen konnte ich sie nur 3 Mal anlegen), da sie erst einmal Gewicht und Reife erlangen musste. Einmal wurde ich sogar von einer Schwester angefaucht, wieso ich mein Kind die Brust geben möchte, wo sie erst einmal von der Flasche trinken sollte. Ich würde meinem Kind schaden, da sie durch das Saugen an der Brust hinterher viel zu schwach sei, um dann von der Flasche zu trinken. So beließ ich es mit der Flasche und erhoffte mir zu Hause, dass ich mein Kind voll stillen kann. Von wegen: kaum zu Hause angekommen legte ich sie an die Brust und nichts hat funktioniert. Meine Hebamme meinte, dass mein Kind eine Saugverwirrung habe und die Saugtechnik an der Flasche auch an der Brust anwende. Auch kann sie die Brustwarze nicht richtig fassen, da ihr Mund noch sehr klein ist (wog bei Entlassung knapp 2400gr in der 36. ssw) und meine Brustwarzen nicht sehr ausgeprägt seien. Daher sollte ich erst einmal die Brusthütchen versuchen. Damit hat es auch gut geklappt, nur dass unsere Maus keine 20ml von der Brust getrunken hat und ich wieder mit der Flasche zufüttern sollte. Mit einem Gewicht von knapp 3000gr sollte ich dann komplett auf die Brust mit Hütchen umsteigen. Doch auch hier klappt es leider nicht so gut: die Kleine trinkt noch immer sehr wenig von der Brust (20ml) und möchte im minutentrakt gestillt werden. Sie wird einfach nicht satt an der Brust (wenn ich abpumpe habe ich immer um die 200ml/Tag erhalten, die Maus trinkt jedoch 700-800ml/Tag). Da sie nun über eine Woche nicht mehr zugenommen hat und die Windeln immer trockener werden, sollte ich ihr wieder die Flasche geben. Für mich heisst es eigentlich, dass es der erste Schritt zum Abstillen ist ohne dass wir je richtig angefangen haben mit dem Stillen. Aus lauter Verzweifelung habe ich mir dann das Brusternährungsset besorgt und habe es heute angewandt. Das Gute ist: es funktioniert. Das Schlechte: ich weiss nicht wie ich weiter vorgehen soll. Sie saugt zwar weiterhin an der Brust und bekommt dann statt 20ml nun 40 aber sollte ich nicht hinter abpumpen um die Milchmenge weiter zu steigern? Wird die Milchmenge durch das Brusternährungsset wirklich gesteigert? Und wie komme ich von diesen ganzen Hilfsmitteln weg. Ich will doch einfach nur ganz natürlich stillen so wie es Millionen von Frauen und Millionen von Tieren machen. Ohne Stillhütchen klappts einfach nicht, da sie die Brustwarzen noch immer nicht richtig packen kann und wenn doch tut das höllisch weh, weil sie sie richtig zerquetscht. Ich habe sowohl Hebamme als auch eine LLL Beraterin, die die Saugverwirrung diagnostiziert haben, aber keine von ihnen kann mir wirklich so richtig helfen, bzw. beide haben keine bzw. wenig Erfahrng mit dem BES. Ich bin kurz davor aufzugeben, weil ich einfach nicht mehr kann. Mein Herz blutet wenn ich sehe,d ass ich genug Milch habe und das Kind es einfach nicht hinbekommt vond er Brust zu saugen. Ein Pumpstillen werde ich psychisch nicht schaffen. Danke Ihnen


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe Marmita, es tut mir leid, dass Sie anfangs so wenig UNterstützumg erhalten haben, da ist wirklich viel schief gelaufen. Ihr Kind ist mit Sicherheit saugverwirrt, aber es geht noch an die Brust und das ist ein großer Vorteil! Ich würde jetzt noch nicht aufgeben, ich selbst bin auch eine ehemalige Frühchenmama und bei uns hat das Brusternährungsset gut geholfen! Wichtig ist es jetzt, dass das Baby keine Flasche und keinen Schnuller mehr bekommt, damit es lernt, richtig und effektiv an der Brust zu trinken. Es ist GUT, wenn es oft trinken mag, denn nur so wird die Milchmenge gesteigert. Zusätzlich müssen Sie in der nächsten Zeit weiterhin oft abpumpen, damit sich die Milchmenge wirklich steigert und Ihr Kind satt wird. Elizabeth Hormann hat ein gut verständliches Buch zum Thema Relaktation geschrieben. Es heißt „Stillen eines Adoptivkindes und Relaktation“ (ISBN 3 932220 02 5) und enthält konkrete Anleitungen wie Mütter, die wieder mit dem Stillen beginnen möchten, vorgehen können, welche Hilfsmittel dafür notwendig sind, wie die Milchmenge gesteigert wird und viele weitere Informationen. Das Buch ist im Buchhandel, bei La Leche Liga Deutschland und bei jeder LLL Stillberaterin (auch hier im Still Shop) erhältlich. LLLiebe Grüße, Biggi


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