Mrie
Hallo Biggi und Kristina Und vielen Dank schonmal für eure Hilfe hier im Forum. Ich fand es schon oft hilfreich, eure Ratschläge nachzulesen. Momentan bin ich ein bisschen aus dem Konzept. Mein kleiner Riese (8kg) ist jetzt 14 wochen alt und bisher hat das stillen sehr problemlos geklappt. Seit ca 2 wochen (seitdem wir aus dem Urlaub zurück sind, es hat sich aber bereits nach der Hinfahrt angedeutet, im Urlaub selbst war aber alles normal), trinkt der kleine tagsüber wesentlich seltener und vor allem ungern. Insgesamt nimmt er denke ich genug zu sich, das Problem ist nur 1. , dass ich mir bei hohen Temperaturen um bei 30grad am we) Sorgen mache, ob er genügend Flüssigkeit bekommt (sind Abstände von 5h zu lang?) und 2., dass es oft so zu sein scheint, dass er schon Hunger hat aber nicht trinken möchte. Oft ist er gleichzeitig hungrig und müde und ist früher daher auch gern an der Brust eingeschlafen. Jetzt allerdings scheint es als hätte er einfach keine lust auf trinken. Vielleicht ist er auch zu müde zum trinken und zu hungrig zum schlafen? ..er meckert dann. Auch, wenn ich ihn bereits kurz nach den erste hungerzeichen anlege, dreht er sich sofort weg, sobald er in stillposition (verschiedene) gebracht wird. Manchmal trinkt er dann hektisch im stehen/umherlaufen ein paar schlucke, sodass ich davon ausgehe, dass er tatsächlich Hunger hat. Gestern hat er 2h nach den ersten hungerzeichen im stehen getrunken, nach weinen und beruhigt werden und ist dabei dann sofort eingeschlafen. Ich bin ein bisschen verwirrt. Bisher hatte ich immer das Gefühl ziemlich genau zu wissen was er braucht ( er sagt auch Bescheid wenn er aufs töpchen will), doch jetzt habe ich das Gefühl ihn misszuverstehen. Er schläft jetzt seit 2 wochen nur noch im Tragetuch ein, auch abends. Nachts trinkt er wie immer , evtl. ein bisschen mehr. Kann das ein stillstreik sein? Kann es sein, dass er mehr Struktur im Tagesablauf braucht? Es ist ja an sich nicht schlimm, dass er nicht mehr an der Brust einschläft, aber habt ihr eine idee warum das so plötzlich kommt? ...da er so schwer ist, kann ich das mir dem tragetuch ja auch nicht ewig machen und abends möchte ich eigentlich gern, dass er im Bett einschläft. Bitte entschuldigt den langen Text, ihr merkt ich bin etwas verwirrt. Danke schonmal und Liebe Grüße.
Liebe Mrie, auf Anhieb gibt es mehrere mögliche Ursachen für das Verhalten deines Babys. Zum einen erlebt dein Kind jetzt seine Umwelt immer bewusster und muss daher die Ereignisse des Tages verarbeiten. Das bedeutet für manche der kleinen Menschlein, dass sie sehr unruhig sind, weinen und an der Brust ebenfalls unruhig sind. Hier hilft es, die Tage möglichst ruhig verlaufen zu lassen, den Abend sanft ausklingen zu lassen und dem Kind Nähe, Ruhe und Halt zu geben. Keine hektischen Versuche mit immer neuen Ideen das Kind zur Ruhe zu bringen, sondern so wenig „Action" wie möglich. Den Raum abdunkeln, beruhigend mit dem Baby sprechen oder ihm etwas leise vorsingen. Besonders unruhige Babys, die sich an der Brust steif machen und nach hinten überstrecken, können auch gebündelt werden. Beim Bündeln wird das Baby gut in eine Decke eingewickelt, so dass seine Schultern nach vorne geneigt und die Arme unterhalb der Brust gekreuzt sind. So kann es den Kopf nicht zurückwerfen. Bei manchen Babys bewährt es sich, wenn die Decke unten offen bleibt, so dass die Füße frei bleiben. Wenn ein Kind auf diese Weise eingepackt ist, sieht es wie ein „C" aus, mit dem Kinn auf der Brust und angezogenen Beinchen. Häufig reicht diese Maßnahme aus, das Baby zu beruhigen und es trinkt dann besser an der Brust. Manche Babys brauchen Halt im wahrsten Sinne des Wortes um weniger zappelig zu sein. Am besten besprichst Du mit einer Stillberaterin in deiner Nähe, wie Du vorgehen kannst. Adressen von Stillberaterinnen findest Du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). Bis Du eine Kollegin erreichen kannst, hier einige allgemeine Tipps, wie dein Kleines vielleicht doch mehr trinkt: Du kannst versuchen dein Baby anzulegen, wenn es schon sehr schläfrig oder fast eingeschlafen ist. Viele Babys, die sich weigern, an der Brust zu trinken, wenn sie hellwach sind, tun es im Halbschlaf dann doch. Du kannst ihm die Brust auch immer wieder anbieten, wenn es wach ist, dränge aber nicht. Manche Babys sind eher bereit zu trinken, wenn ihre Mutter umhergeht statt stillzusitzen. Weitere Maßnahmen, die sich bei einem Stillstreik bewährt haben, sind: im Umhergehen stillen, in der Badewanne oder im Schaukelstuhl stillen, im Halbdunkeln stillen, im Halbschlaf stillen, das Baby mit der Brust spielen lassen, unterschiedliche Stillhaltungen ausprobieren, alle künstlichen Sauger vermeiden, das Baby massieren, viel Körperkontakt (Haut auf Haut), und ganz wichtig: keinen Stillstress erzeugen, weder bei der Mutter noch beim Kind, Ruhe und Gelassenheit, auch wenn es schwer fällt. LLLiebe Grüße Biggi
Mrie
Achso, könnte es sein, dass ich ihm die Brust bei der Hitze zu oft angeboten habe? Ich habe sie wirklich nur angeboten, sie ihm nicht aufgezwungen ! Oder ist er einfach zu neugierig zum trinken momentan? Er dreht sich nämlich immer weg und schaut umher oder er meckert. So, das wären noch 2 meiner überlegungen dazu. Entschuldigt den langen Text!
Mrie
Achso! Er nimmt keine künstlichen Sauger! Den Schnuller haben wir ein paar mal versucht aber er spuckt ih nach einer Weile aus oder weint, weil da nix rauskommt.
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