Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Baby schreit an der Brust

Frage: Baby schreit an der Brust

apflmaus

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Seit ca 2 Wochen fängt mein Baby (8Wochen) an ständig von der Brust wegzugehen und zu weinen... Ich weiß dass der Druck der Muttermilch bei mir sehr hoch ist deshalb massier ich die Brust vorher bis der Druck etwas vermindert ist. Seit 3, 4 Tagen riecht der Kleine kurz nach dem Trinken komisch aus dem Mund... Auch die Stillkissen im Bh riechen komisch... Wie kaputte Milch... Das größte Problem ist allerdings dass er jetz gar nicht mehr richtig trinken will. Er schreit wie am Spieß wenn er anfängt an die Brust zu gehen, muss ihn immer wieder wegnehmen und ewig lang zu beruhigen, bis er so fertig is dass er dann doch trinkt. Blähungen sind es nicht Lg apflmaus


Biggi Welter

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Liebe apflmaus, es kann sein, dass Ihr Baby etwas nach geronnener Milch riecht, wenn es oft aufstößt. Beobachten Sie einmal ganz genau, wie die Stillmahlzeit abläuft: Verschluckt sich das Baby sehr leicht? Haben Sie den Eindruck, dass die Milch sehr rasch aus der Brust fließt? Fließt dem Kind Milch aus den Mundwinkeln, weil es beim Schlucken nicht nachkommt? Wenn Sie die obigen Fragen mit „Ja“ beantworten können, dann könnte es sein, dass Sie einen sehr starken Milchspendereflex haben und Ihr Baby mit der plötzlich in großer Menge fließenden Milch nicht zurechtkommt. Bei einem sehr starken Milchspendereflex hat es sich bewährt, das Baby von der Brust zu nehmen sobald die Milch zu fließen beginnt (legen Sie sich eine Windel zum Auffangen der Milch hin und vergessen Sie nicht den Saugschluss zu lösen) und erst nach ein bis zwei Minuten weiter zu stillen, wenn der Milchfluss etwas nachlässt. Eine weitere Möglichkeit ist das „Berg auf Stillen“. Dazu halten Sie Ihr Baby so, dass sein Kopf, Nacken und Hals höher liegen als Ihre Brustwarze. Beim Stillen mit dem Rückengriff lehnen Sie sich dabei nach hinten, beim Wiegengriff stützen Sie Ihr Baby von unten mit zwei Kissen in Ihrem Schoß und lehnen sich, möglichst in einem bequemen Sessel sitzend, zurück. Haben Sie Ihrem Kind in der letzten Zeit eine Flasche oder einen Schnuller angeboten? Je nachdem wie alt Ihr Kind ist, ist das Risiko einer Saugverwirrung zwar unterschiedlich groß, aber es ist nie ausgeschlossen. Lassen Sie deshalb vorsichtshalber alle künstlichen Sauger (Flasche, Schnuller) für einige Zeit weg. Falls zufüttern von künstlicher Säuglingsnahrung nicht zu umgehen ist, kann diese auch mit einer alternativen Fütterungsmethode (z.B. Becher) gegeben werden. Ich hoffe, Ihnen ein wenig weitergeholfen zu haben. Wenn sich das Verhalten Ihres Babys nicht bessert, melden Sie sich nochmals, dann werden wir weiter nach Lösungen suchen. LLLiebe Grüße Biggi Welter


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