evh
Liebe Biggi, ich habe eine Frage: meine 11 Wochen alte Tochter lehnt seit ein paar Tagen meine rechte Brust ab. Die linke nimmt sie ohne Probleme. Sobald ich sie an die rechte anlegen will (auf dem Stillkissen) schreit sie und dreht sich weg. Manchmal weint sie auch wenn ich sie kurz auf dem Stillkissen auf den Rücken lege (vor dem Stillen oder vor dem Wechseln der Brust). Ich habe schon mehrmals versucht ihre Körperlage zu ändern, aber leider erfolglos. Ich stille übrigens mit Kontakthütchen und beginne das Stillen immer mit der linken Brust. Hättest Du vielleicht einen Tipp für mich? Bisher hat das Stillen problemlos geklappt. Nachts nimmt sie die rechte Brust ohne Probleme. Häufig wirkt sie auch nach einer Seite satt, hat jedoch nach 1 oder 1,5 h wieder Hunger. Ist dies ok oder soll versucht werden, sie an beide Seiten anzulegen und einen Stillabstand von 2 - 3 h zu erreichen? Zur Zeit ändert sich übrigens auch ihr Schlafverhalten (sie wacht nachts öfters auf als früher). Vielen Dank!
Kristina Wrede
LIebe evh, diese Ablehnung ist also unabhängig von der Stillposition, auch wenn du sie aufrecht stillst nimmt sie tagsüber nur die linke Seite? Aber nachts klappt es beidseitig? Es gibt Babys, die sich so verhalten, und wir wissen nicht, warum. Keine Ohrenschmerzen, kein "hässliches" Bild an der Wand (wirklich, das gab's auch schon mal!)... Es könnte sein, dass deine Milch links schneller fließt und sie deshalb ungeduldiger ist auf dieser Seite? Vorweg zur Beruhigung: Auch wenn du nur mit einer Brust stillen würdest, kann dein Kind genug Milch bekommen. Zwillinge können ja auch mit Brust allein gut gedeihen! Manche Babys lassen sich auch überlisten. Legen dein Baby zuerst an der linken Seite an.Sobald der Milchspendereflex ausgelöst wurde, wechselst du, ohne die Stillhaltung zu verändern, an die andere Seite. Du kannst auch den Milchspendereflex durch Massage auslösen und dein Kind dann an der ungeliebten Seite anlegen. Die meisten Babys haben tatsächlich eine "Lieblingsbrust". Das ist gar nicht ungewöhnlich. Normalerweise besteht kein Grund zur Sorge wegen dieser Unterschiede, sie sind ebenso normal, wie die Tatsache, dass es Menschen gibt, die Rechtshänder sind und andere, die die linke Hand bevorzugen. Manchmal geht die Bevorzugung durch die Babys jedoch so weit, dass sie nur noch an einer Seite trinken. Die Milchmenge in der bevorzugten Brust wird dann mehr und nimmt auf der anderen Seite ab. Das ist im allgemeinen kein großes Problem, denn es ist durchaus möglich ein Baby mit nur einer Brust zu ernähren. Es dauert allerdings einige Zeit, bis sich die erforderliche Milchmenge durch häufigeres Anlegen an der bevorzugten Seite eingependelt hat vielfach sind beim einseitigen Stillen zumindest anfangs die Abstände zwischen den Stillmahlzeiten auch kürzer. Der in diesem Fall entstehende Größenunterschied zwischen den beiden Brüsten gleicht sich nach dem Abstillen wieder aus (und lässt sich bis dahin mit entsprechenden EInlagen im BH gut kaschieren). Was den Stillabstand betrifft: Regulieren ist nicht empfehlenswert. Muttermilch ist nach 60-90 Minuten verdaut und das hat seinen Sinn, denn der Organismus eines so kleinen Menschen ist auf häufige kleine Mahlzeiten ausgerichtet. Das ist das Beste für das rasante Wachstum in den ersten Lebensmonaten. Insofern ist es ok, wenn du sie jede Stunde oder 1,5 Stunden stillst. Vermutlich macht sie gerade einen Entwicklungsschritt und du wirst in ein paar Tagen merken, dass sie etwas kann, was sie früher nicht konnte. Die Tatsache, dass sie jetzt unruhiger schläft lässt das vermuten... LIeben Gruß, Kristina
evh
Liebe Kristina, herzlichen Dank, die Antwort hilft mir schon sehr weiter! Das mit dem Entwicklungsschub stimmt absolut und die linke Brust produziert in der Tat deutlich mehr Milch (soviel, dass ich nachts teils abpumpen muss und anschließend nicht mehr einschlafen kann). Inzwischen habe ich festgestellt, dass sie bei richtigem Hunger und wenn die rechte Brust "genügend gefüllt" ist auch diese nimmt (lieber aufrecht, unterwegs ohne Stillkissen auch ganz ohne Probleme), neuerdings aber nicht mehr zwischen den Brüsten wechseln will (im Rahmen einer "Fütterung") und auch an einer Brust das Trinken nach einiger Zeit (und nachdem der größte Durst wohl gelöscht ist) einstellt. Sie bleibt dann häufig quengelig, lässt sich aber nicht wieder anlegen. Erst nach einiger Zeit (nach Beruhigung im Arm, Hochheben, evtl. Herumtragen) trinkt sie dann etwas später (ca. 45 - 60 min.) weiter, jedoch nur an derselben Brust. Dies ist nicht tragisch, aber man weiss eben nicht, wo der Schuh drückt und wann sie satt ist. Gibt es hier vielleicht untrügliche Anzeichen? Dies bringt mich zu einer anschließenden Frage: meine Kleine wog bei der Geburt 2700 g und maß 46 cm. Heute mit 11 Wochen wiegt sie 6 kg und misst 60 cm. Sie hat richtige Schenkelchen und Pausbäckchen bekommen. Kann es denn bei Muttermilch generell zu einer Überfütterung kommen oder muss man sich da keine Sorgen machen? Wenn das Baby unruhig ist gibt man evtl. die Brust, weil man Hunger vermutet, wobei z. B. eigentlich Müdigkeit dahinter steckt. Ich muss hinzufügen, dass wir in Südamerika leben und aktuell große Hitze herrscht. Tausend Dank nochmals für Deine Mühe!
Kristina Wrede
Liebe evh, zuersrt zu deiner zweiten Frage: Ein Überfüttern mit Muttermilch geht prinzipiell nicht, und das, was die Kleinen zwischendurch an "Buddhaspeck" ansammeln wird schnell aufgebraucht, wenn sie in das Krabbelalter kommen oder rund um den 5. Monat so offen für alles, was um sie herum passiert, dass die Stillmahlzeiten tagsüber schon mal recht knapp ausfallen können... Tatsächlich kann dein Kind an deiner Brust auch "nur" seinen Durst stillen, das ist ganz ok so! Und es ist nicht nötig, bei jeder Stillmahlzeit beide Brüste zu geben, das ist nur dann wichtig, wenn die Milchbildung stimuliert werden sollte. Wenn deine Maus die eine Seite unlieber trinkt, dann fang erst mit der beliebteren Seite an und wechsele dann flink zur anderen Brust. Das klappt oft ganz gut... Zuletzt zu deiner ersten Beobachtung: Babys sind ja nicht nur aus Hunger unzufrieden. Oft haben sie getrunken und sind im Grunde satt, aber eben doch noch nicht zufrieden, weil andere Bedürfnisse, etwa nach körperlicher Nähe, noch "mehr" brauchen. Da kann es helfen, wenn du eine gute Tragehilfe auftreiben kannst. Wo in Südamerika lebst du denn? La Leche Liga hat in vielen Ländern dort sehr gute Stillberaterinnen (z.B. Peru, Argentinien) und über die kannst du oft auch an Tragehilfen kommen, die mehr bieten als ein Babybjörn. Lieben Gruß, Kristina
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