Loisel
Liebe Frau Welter, ich hatte Ihnen kürzlich geschrieben, dass ich gerne nachts abstillen würde, da wir einnzweites Kind erwarten und mein Sohn aktuell gefühlt die ganze Nacht an der Brust nuckelt. Vielen lieben Dank für Ihre Tipps. Wir sind nun zumindest schonmal so weit, dass wir zum einschlafen nicht mehr im Bett stillen, sondern kurz vorher auf dem Sofa und der im Bett dann im Liegen mit Gesang einschläft. Nachts trinkt er allerdings noch genau so häufig. Nun möchte ich ab dem Wochenende mit dem nächtlichen abstillen beginnen. Meine Wunschvorstellung wäre es, ihn noch morgens und abends je einmal zu stillen. Ist das unrealistisch und zu verwirrend? Sollte lieber gänzlich abgestillt werden? Ich will ihm das stillen eigentlich nicht ganz entreißen, brauche aber definitiv nachts die Stillpausen, wenn sein Bruder in drei Monaten kommt. Zudem noch eine letzte Frage: Er isst täglich 150g Joghurt und hin und wieder ein bisschen Almette oder Gouda. Braucht er dann überhaupt noch als Ersatz eine Pre- oder Kindermilch? (15 Monate alt). Ich wollte bisher keine Flasche geben,da die Pulver bei Ökotest alle so schlecht abschnitten, wobei ich von Kuhmilchprodukten eigentlich auch wenig begeistert bin... Ganz liebe Grüße
Liebe Loisel, für das Baby und auch die Brust ist ein langsames Abstillen immer besser und Ihr Sohn hat die erste Umstellung ja auch gut verkraftet. Deshalb würde ich ruhig erst in der Nacht die Abstände verlängern und dem Kleinen die zwei Stillmahlzeiten noch zugestehen. Nach dem ersten Geburtstag benötigt ein (ungestilltes) Kind etwa 350 ml Milch (oder etwas mehr als einen kleinen Joghurt) und 20 g Käse, um seinen Milchbedarf zu decken. Es gibt eine ganze Menge an kalziumreichen Nahrungsmitteln, mit denen sich der Kalziumbedarf decken lässt. Eine Tasse (227 g) gekochter Chinakohl ist eine alternative Möglichkeit zur Kalziumversorgung und bietet 86 % des Kalziumgehaltes einer Tasse (240 ml) Milch. Eine halbe Tasse (113 g) Sesamkörner die zu Backwaren und Pfannkuchenteig hinzugefügt oder über Salat oder Getreide gestreut werden können enthält doppelt so viel Kalzium wie eine Tasse (240 ml) Milch. Weitere Kalziumlieferanten sind Melasse, mit Kalzium angereicherter Tofu, Spinat, Broccoli, Zwiebelkraut, Winterkohl, Leber, Mandeln und Paranüsse sowie Dosensardinen und Lachs (die allerdings beide mitsamt der weichen Gräten gegessen werden). Liebe Grüße Biggi
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