Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Abstillen

Frage: Abstillen

Sara456

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Moin, Ich möchte meine 21 Monate alte Tochter gerne abstillen. Sie wird noch abends zum einschlafen und nachts zum wieder einschlafen gestillt. Sie geht schon in die Kita, an den Wochenenden hatte ich sie auch zum Mittagsschlaf noch gestillt, damit habe ich aber seit nun vier Tagen (Urlaub) aufgehört. Den ersten Tag hat sie es super gemacht, ich habe ihr gesagt dass es nun nach und nach weniger wird. Die nächsten Tage ging es dann fast gar nicht. Nur mit viel Ablenkung und den einen Tag im Anhänger ist sie dann mittags eingeschlafen. Meine Frage ist nun wie stelle ich es nachts am besten an? Mir wurde geraten auf eine Nuckelflasche umzustellen, aber ich möchte sie ungern in dem Alter noch an nen anderen Nuckel gewöhnen. Aber wie bringt man sie grade nachts wieder am besten zum schlafen? Aktuell wacht sie noch zwei mal nachts auf. Außerdem hätte ich halt gerne, dass auch ihr Vater sie mal ins Bett bringen kann. Sie schläft bei mir mit im Bett und der Vater hat sich ein Bestellbett besorgt:-D Ich bin dankbar für jeden guten Tipp! Danke schonmal für die immer netten und hilfreichen Antworten! Viele Grüße aus Hamburg


Biggi Welter

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Liebe Sara456, kannst Du Deinem Baby noch etwas Zeit schenken? Deine Kleine bekommt jetzt seit gerade 4 Tagen die Brust tagsüber nicht mehr und trauert wahrscheinlich schon. Auch für Deine Brust ist es besser, wenn sie sich langsam umstellen kann und ich würde noch ein klein wenig abwarten. Wenn es dann tagsüber problemlos klappt, könntest Du es mit der „Wecker-Methode“ probieren. Du kannst dann ganz langsam beginnen, indem Du die Stillmahlzeiten in der Nacht zunächst etwas hinauszögerst. Dazu kannst du wie folgt vorgehen: Erkläre Deinem Kind schon bei Tag, was sich in der Nacht ändern wird, und versuche, Signale zu definieren, die es wieder erkennen kann (z.B. "erst wenn der Radiowecker angeht, dann darfst Du trinken") und die sich eventuell anpassen lassen (den Radiowecker kann man nach einigen Tagen eine viertel Stunde nach hinten programmieren, so dass die Pause immer länger wird). So wird die Nacht allmählich stillfrei. Dein Kind wird weinen und toben, bitte lass seine Wut und Trauer auch zu, denn Dein Kind wird nicht verstehen, warum es auf die geliebte Brust verzichten soll. Steh Deinem Baby bei und beruhige und tröste es, je ruhiger und klarer Du bist, umso leichter wird es klappen. Die ersten Nächte werden sicherlich nicht einfach werden, aber Ihr schafft das! Dieser Vorschlag stammt von Elizabeth Pantley, Autorin des Buchs "Schlafen statt Schreien: Das liebevolle Einschlafbuch: Das 10-Schritte-Progamm für ruhige Nächte", das nun auf Deutsch erschienen ist und das ich wärmstens empfehlen kann. Lieben Gruß Biggi


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