MEJ
Hallo, ich bin sehr traurig, denn meine Tochter ist erst 5 Wochen alt und ich stille sie sehr gerne. Jedoch habe ich noch Zwillingsjungs im Alter von 3,5 Jahren und diese haben momentan eine extrem anstrengende Phase. Ständig wird geschrien und ich kann gar nicht in Ruhe meine kleine Tochter stillen. Ständig muss ich unterbrechen um bei den Jungs für „Ruhe zu sorgen“. Bei mir sitzen und kuscheln während ich stille möchten sie nicht. Also muss ich während ich stille immer unterbrechen um für die Jungs kurz da zu sein und in der Zeit weint natürlich meine kleine Tochter weil sie Hunger hat. Das stillen dauert bis zum Mittag gute 30-45 min und wir kuscheln viel. Zum Abend hin geht das stillen stundenlang da sie clustert und dann auch unzufrieden weint und ich ihr dann eine Flasche geben muss. Ich stille so gerne, denn ich genieße auch die Nähe und das Kuscheln mit ihr. Sobald die Jungs im Bett sind kuscheln wir auch stundenlang mit stillen zwischendurch. Ich weiß nicht was ich tun soll, jedoch überfordert mich die Situation mit dem stillen und den trotzenden Jungs. Haben Sie einen Rat für mich ? Liebe Grüße
Liebe MEJ, das ist wirklich keine leichte Situation! Wenn Du nicht abstillen möchtest, dann solltest Du das auch nicht tun, denn auch das Zubereiten von Säuglingsmilch und das Füttern mit der Flasche kostet Zeit. Wichtig ist es jetzt erst einmal, dass Du Hilfe und Unterstützung bekommst, denn die brauchst Du! Wichtig ist, dass Du weißt, dass dies zwar eine lange Phase ist, aber sie WIRD vorbei gehen! Bis dahin ist es meist einfacher, das Drumherum zu ändern, als das Baby. Deine Jungs werden sich an das Baby gewöhnen und sie können und müssen auch kernen, dass sie Rücksicht nehmen müssen. • Nimm ALLE Hilfe an, die Du bekommen kannst. Erkundige dich mal, ob Du nicht eine Haushaltshilfe bekommen kannst (wegen absoluter und chronischer Erschöpfung). Möglicherweise kann Dir auch Deine Mutter, Schwiegermutter, Schwester oder eine Freundin (selbstverständlich auch das männliche Pendant dazu) etwas unter die Arme greifen. Das können ganz simple Dinge sein z.B. einmal alle Fenster putzen, deinen Bügelkorb leerbügeln, einige vorgekochte Mahlzeiten für deine Tiefkühltruhe, ein Nachmittag Babysitten während Du Dich ausruhst oder sonst etwas für dich tust ... • Vielleicht findest Du auch einen verantwortungsbewussten Teenager, der gegen geringes Entgelt bereit ist, mit den Zwillingen zu spielen oder spazieren zu gehen. In dieser Zeit solltest Du dann aber wirklich entweder schlafen (bzw. ruhen) oder DIR etwas Gutes tun. • Lass den Haushalt auf Sparflamme laufen. Nicht alles muss gebügelt werden. Wenn Handtücher nach dem Baden und Duschen wieder aufgehängt werden, statt auf dem Fußboden zu landen, können sie mehrmals benutzt werden, das spart Wäsche. Es ist nicht wesentlich mehr Arbeit die doppelte Menge Spaghettisoße zu kochen, aber Du hast dann eine fast fertige Mahlzeit für die Tiefkühltruhe. Es schadet nicht der Gesundheit der Familie, wenn Du die Fenster erst wieder im nächsten Jahr putzt. Du wirst sicher einiges finden, was im Haushalt nicht so perfekt gemacht werden muss. • Achte darauf, dass Du genügend isst und trinkst. Du musst keine perfekten Menüs kochen und essen, einigermaßen ausgewogen reicht und es darf auch Tiefkühlgemüse statt frischem Gemüse sein (dann sparst Du dir auch das Schälen und Putzen). Eine hungrige Mutter ist nicht so belastbar. Auch wenn die Anfangszeit jetzt absolut anstrengend ist, es wird besser! Ganz ganz liebe Grüße Biggi
MEJ
Oder sollen die Jungs lernen das sie jetzt erstmal zurück stecken müssen? Ich möchte wirklich weiter stillen und möchte mich mit dem Gedanken des abstillend nicht anfreunden. Jedoch ist es momentan sehr anstrengend, da die Jungs auch erstmal nicht in den Kindergarten gehen. Ich will nur nicht das die kleine mitkriegt wie gestresst ich bin während des stillen, weil einer ihrer Brüder mal wieder wieder schreien muss.
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