Mondsein
Hallo, mein Sohn gute 14 Monate wird noch viel gestillt , nach jeder Mahlzeit und Nachts dauernuckler. Und er ist kein besonders guter Esser. Ich koche frisch und er bekommt das was wir Essen, ab und an eine andere Varianten von dessen. Fast immer zieht er am Shirt mach dem Essen und will den Tränen nahe nur Brust, wenn's die nicht gibt, beruhigt er sich nicht anderes. Das Essensthema begleitet uns schon sehr lange. Ich persönlich möchte nun langsam schonend das Abstillen beginnen und stehe vor vielen Fragen. Er schläft nur mit der Brust ein, ohne klappt es im Kinderwagen und im Auto. Nun meine Fragen 1. Soll ich ihm nun nach jeder Mahlzeit nach und nach eine Milchzubereitung aus der Flasche geben um von der Brust weg zu kommen ? Pre ? oder Folge? Wenn ich Pre gebe, darf er dann sonst normal kuhmilch Käse etc essen, wie oft wie viele Löffel ? 2. Darf er im Moment trotz vielen Stillen 1/2 Käsescheibe , etwas Joghurt oder Quark , und Milchbrei abends essen ? Alles aus Kuhmilch. 3. Wenn er die Brust nicht speziell möchte, soll ich sie ihm dann überhaupt nach dem Mahlzeiten anbieten oder einfach weglassen, da er ja nicht verlangt ? Wegen zu wenig Nährstoffe. Denn er isst ja nicht viel . 4. wie könnte ein Abstilleplan aussehen? Mit oder ohne Pre? Ich weiß nicht weiter und möchte langsam aufhören!!! Für Ihre Hilfe vielen Dank !
Liebe Mondsein, in diesem Alter kannst Du langsam Grenzen setzen. Du musst nicht gleich ganz abstillen, aber Dein Baby kann lernen, dass auch DU Pausen brauchst :-). Stillen ist eine Zweierbeziehung und wenn es dazu kommt, dass sich ein Partner dabei nicht wohl fühlt, dann müssen Lösungswege gefunden werden. Mit vierzehn Monaten kann Dein Baby Kuhmilch bekommen, es braucht keine Folgemilch mehr. Nach dem ersten Geburtstag benötigt ein (ungestilltes) Kind etwa 350 ml Milch (oder etwas mehr als einen kleinen Joghurt) und 20 g Käse, um seinen Milchbedarf zu decken. Und Du kannst trotzdem Stillen auch Milchprodukte anbieten. Versuche es mal, Dein Baby nach der Beikost nicht mehr zu stillen, vielleicht isst es mehr, vielleicht verlangt es aber auch vehement nach der Brust. Du kannst dann auch Vollmilch aus der Tasse anbieten. Empfehlenswert ist es, eine Stillzeit nach der anderen zu streichen, und dazwischen einige Tage bis 1 Woche zu warten. Das macht den Übergang meist erträglicher... Sobald sich die Brust gespannt anfühlt oder schmerzt, solltest Du entweder gerade so viel Milch ausstreichen, dass die Spannung nachlässt oder (falls die Brust nicht gestaut ist und "nur" schmerzt) die Brust kühlen. Bitte streiche wirklich nicht mehr aus, als unbedingt notwendig, sonst wird die Milchproduktion wieder angeregt. Deine Brust wird sich daran gewöhnen, dass die Nachfrage nicht mehr gegeben ist und die Milchproduktion immer weiter verringern und schließlich ganz einstellen., aber sie braucht etwas Zeit dazu. Es ist auch empfehlenswert, den Salzkonsum während des Abstillens einzuschränken. Es ist nicht notwendig die Flüssigkeitszufuhr einzuschränken, trinke entsprechend deinem Durstgefühl. Ein Einschränken der Trinkmenge (wie es leider immer noch häufig empfohlen wird) ist nicht empfehlenswert. Trinke entsprechend deinem Durstgefühl. Was hingegen hilfreich sein kann, ist das Einschränken des Kochsalzkonsums. Auch solltest Du keinesfalls die Brust hochbinden. Was hilfreich sein kann ist ein gut sitzender, stützender BH, der jedoch keinesfalls einengen darf. Wenn Du keine Probleme mit einer prallen, schmerzhaft spannenden Brust oder einem Milchstau usw. (mehr) hast, besteht kein Handlungsbedarf mehr. Deine Brust wird ganz allmählich die Milchproduktion vollständig einstellen und noch in der Brust vorhandene Milch wird vom umgebenden Gewebe resorbiert werden. (Keine Sorge, die Milch in der Brust wird nicht „schlecht"). Falls Du dich für naturheilkundliche oder homöopathische Mittel zur Unterstützung des Abstillprozesses interessierst, wende dich bitte an einen entsprechend ausgebildeten Arzt oder eine Hebamme. Alles Gute und liebe Grüße Biggi
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