Layla88
Hallo, mein Sohn ist heute gerade einmal 9 Tage alt und ich bin langsam am verzweifeln. Von Anfang hat hat es mit dem Stillen nicht richtig geklappt. Schon im Krankenhaus am zweiten Tag wurden mir Stillhütchen gegeben, weil meine Brustwarzen wund und völlig blau "gebissen" waren. Die Hütchen sind aber einfach nur lästig, ich bin nur am abkochen und ständig fallen sie runter. Nun wurde festgestellt, dass der Zungenbändchen von meinem Sohn stört. Dieses wurde heute durchtrennt. Aber nun möchte er natürlich nicht mehr ohne Hütchen an die Brust :-( Außerdem reicht meine Milch nicht. Ich habe mal abgepumpt um zu sehen was ich gebe...die linke Brust geht mit 50 ml noch, aus der rechten Brust bekomme ich keine 10 ml....es reicht einfach nicht. Er schreit viel und alle Verantwortung bleibt an mir hängen, weil mein Mann natürlich nicht stillen kann. Ich habe vor der Schwangerschaft an Depressionen gelitten und habe wirklich Angst wieder abzurutschen weil mir das alles so schwer fällt. Ich liebe meinen Sohn wirklich über alles aber mich erschöpft das mit dem Stillen so. Gibt es Hoffnung dass ich noch ganz "normal" Stillen kann mit der Brustwarze, ohne Hütchen und dass mein Sohn satt wird? Oder ist es besser auf Pre-Nahrung umzustellen? So wie es ist kann ich einfach nicht mehr...
Liebe Layla88, keine Pumpe der Welt kann die Brust so gut stimulieren und entleeren, wie ein effektiv saugendes Baby. Auch gibt es leider mehr als eine Pumpe auf dem Markt, die für den ihr zugedachten Zweck nicht geeignet ist. Außerdem ist Abpumpen eine Fähigkeit, die gelernt und geübt werden muss. Kaum eine Frau ist in der Lage sich an die Pumpe zu setzen und sofort große Mengen Milch abzupumpen, selbst wenn sie eine gute Pumpe zur Verfügung hat (und schon gar nicht, wenn sie zuvor keine ausführliche Pumpberatung erhalten hat und da hapert es in der Regel oft schon ganz gewaltig. Meist bekommt die Frau die Pumpe in die Hand gedrückt und dazu den Satz „Gebrauchsanweisung liegt bei"). Es ist sogar die Regel, dass bei den ersten Pumpversuchen nur wenige Milliliter oder sogar gar nichts heraus kommt. Es gibt sogar Frauen, mit absolut reichlicher Milchmenge, die beim Abpumpen keinen einzigen Tropfen Milch gewinnen können, denn nicht jede Frau ist in der Lage sich mit dieser Maschine zu arrangieren. Sie können versuchen, die Stillhütchen abzugewöhnen. Die folgenden Vorgehensweisen haben sich bewährt: Schrittweises Abschneiden der Spitze des Stillhütchens. Einige Mütter entwöhnen ihre Babys erfolgreich von den Stillhütchen, indem diese umstülpen und dann jeden Tag (oder vor jedem Stillen, wenn das Baby dies akzeptiert) einen dünnen Streifen aus der Mitte herausschneiden, bis nichts mehr übrig bleibt. Zum Schneiden wird eine scharfe Hautschere oder eine Rasierklinge verwendet. Bei einem Stillhütchen aus Silikon darf diese Methode nicht angewendet werden, weil beim Schneiden scharfe Kanten entstehen. Das Stillhütchen schnell wegziehen, während das Baby an der Brust trinkt. Das Baby trinkt zu Beginn mit dem Stillhütchen. Nachdem der Milchspendereflex eingesetzt hat, wird das Stillhütchen schnell weggezogen und das Baby direkt an die Brust angelegt. Das Stillhütchen mit Stoff ausstopfen. Manche Mütter haben ihren Babys die Stillhütchen abgewöhnt, indem sie diese mit etwas sauberem Stoff ausgestopft und das Stillhütchen zu Beginn der Stillmahlzeit wie gewohnt angelegt haben. Das Baby wird merken, dass es die Milch nur direkt von der Brust bekommt und allmählich die Brust dem Stillhütchen vorziehen. Weitere gezielte Hilfe kann Ihnen eine Stillberaterin vor Ort im direkten Gespräch geben. Adressen von Stillberaterinnen finden Sie im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). Wichtig ist jetzt, dass Sie es schaffen, sich wieder zu entspannen. Nach Ihrer Beschreibung besteht keine Gefahr, dass ihr Baby verhungert. Der Stress, der jetzt auf Ihnen lastet kann dazu führen, dass der Milchspendereflex beeinträchtigt wird und Ihre Milch nicht mehr so gut fließt. Daher sollten Sie wirklich versuchen, Ihr seelisches Gleichgewicht wieder zu finden und sich nicht weiter verunsichern zu lassen. Wenn Ihr Baby alle Anzeichen für ein gut gedeihendes Baby erfüllt (nasse Windeln, gute Hautfarbe und Hautspannung, interessiertes Verhalten in den Wachphasen, durchschnittlich mindestens 150 g Gewichtszunahme pro Woche usw.), dann besteht sicher kein Anlass zu echter Sorge. Um Ihre Milchmenge zu steigern, falls dies überhaupt erforderlich ist, dann sollten Sie häufiger anlegen. Oberste Regel: Häufiges Anlegen und ein gut saugendes Kind stimulieren die Brust zu mehr Milchbildung. Deshalb sollten Sie Ihr Baby in den nächsten Tagen oft anlegen. Etwa alle zwei Stunden (jeweils vom Beginn der letzten Mahlzeit bis zum Beginn der nächsten Mahlzeit gerechnet) und vermeiden Sie den Schnuller. Der Schnuller befriedigt das Saugbedürfnis ihres Kindes, ohne dass es dabei Nahrung erhält. Bei einen wenig zunehmenden Kind ist dies nicht günstig. Achten Sie darauf, dass SIE so viel Ruhe und Erholung wie möglich bekommen (am besten legen Sie sich zusammen mit Ihrem Baby ins Bett) und sich möglichst ausgewogen und ausreichend ernähren. Kohlenhydratreiche Nahrung wirkt sich positiv auf die Milchmenge aus. Trinken Sie entsprechend Ihrem Durstgefühl. Sie müssen keinen Milchbildungstee trinken und wenn Sie ihn trinken wollen, dann bitte nicht mehr als zwei bis drei Tassen täglich, mehr kann Bauchprobleme bei den Kindern verursachen. Eine übermäßige Flüssigkeitszufuhr wirkt sich nicht positiv auf die Milchbildung aus. Sie trinken genügend, wenn Sie sich nicht ausgedörrt fühlen, wenn Ihr Urin hell ist und Sie keine Verstopfung bekommen. Bieten Sie bei jeder Mahlzeit beide Brüste an. Dadurch das Baby wirklich die gesamte vorhandene Milch bekommt und die Milchproduktion in beiden Seiten angeregt wird. Achten Sie auf eine korrekte Stillhaltung und richtiges Ansaugen Ihres Babys. Das Baby darf nicht nur die Spitze der Brustwarze in den Mund nehmen. Seine Lippen müssen auf dem Warzenhof aufliegen. Am besten wäre es, wenn Sie sich von einer Stillberaterin vor Ort das korrekte Anlegen zeigen lassen und sich erklären lassen, woran Sie erkennen, ob ihr Baby richtig saugt. Ohnehin denke ich, dass das direkte Gespräch mit einer Stillberaterin für Sie sehr beruhigend wäre. Sie können alle Ihre Fragen stellen, die Stillberaterin kann nachfragen, wenn etwas nicht ganz klar ist und Sie bekommen direkte Antworten. Die Internetberatung kann ein direktes Gespräch nicht ersetzen. Bitte wenden Sie sich sofort an den Arzt, wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie in eine Depression rutschen! Es gibt auch in der Stillzeit verträgliche Medikamente. Vielleicht ist es für Sie auch tatsächlich eine Alternative, wenn Sie abstillen, wichtig ist nur, dass SIE SELBST es möchten. LLLiebe Grüße Biggi Welter
cosmicbaby
hallo! kommt mir bekannt vor. aber nur mut! und anlegen,anlegen,anlegen. das stillhütchen sobald er etwas getrunken hat ganz schnell wegziehen. jedesmal konsequent. und am nächsten tag komplett ohne veruchen. so haben wir es geschafft. wenn du verzweifelt bist, hol dir eine beraterin/hebamme nach.hause. das gibt kraft! und je öfter du ihn anlegst, desto mehr milch hast du. lg
Hinne
Mach Dir mit den Stillhütchen bloß keinen Stress. Verwende sie erstmal, bis Ihr gut klar kommt und versuche dann, einfach ohne anzulegen. Bei mir und meiner Tochter hat das gut funktioniert. Nach 4 Wochen waren wir die Dinger los. Falls Du dabei Hilfe benötigst, wende Dich an eine Stillberaterin. Ich habe vor kurzem erlebt, wie bei einem Stillgruppentreffen ein 14 Tage alter Junge unter großem Protest die Warze seiner Mutter anschrie und nach dem Hütchen verlangte. Ein guter Tipp und ein geübter Griff der Stillberaterin und schwups war der Junge gemütlich am trinken. Viel erfolg!
Mitglied inaktiv
Ich habe seinerzeit auch versucht, Milch abzupumpen. 50ml an einer Brust habe ich (voll stillend) nie geschafft! Als mein Kind schon längst ein kleines, geübtes Saugwunder war, so mit 5 oder 6 Monaten, hab ich mal spaßeshalber vorher und nachher gewogen: Ich bekam nach 1 h Wechselmelken mit der Pumpe gerade mal knapp 40 ml raus, während mein Kind nach dem Stillen 200g schwerer war. Also mach Dir keinen Kopf, wenn die Pumpe nichts hergibt, das ist überhaupt kein Hinweis auf wenig Milch! Mir hat damals geholfen, mich zu entschleunigen, also den ewigen Drang nach "Schaffeschaffe leiste was" abzulegen und mich mit Kind, Buch, Flasche Wasser und Studentenfutter ins Bettchen zu legen und nur zu kuscheln und zu stillen. Das war sehr gewöhnungsbedürftig, aber es klappte, und ich freue mich heute sehr darüber, dass ich es zugelassen habe, von meinem Kind ganz aus meiner alten Welt herausgeholt zu werden. Das ändert sich später wieder, aber in dieser Zeit brauchst Du vor allem viel innige Zeit mit Deinem Kind, gute Betreuung, liebe- und verständnisvolle helfende Hände und ganz viel Ruhe und Zeit. Dann klappt das alles. Ich habe mir damals auch eine Stillberaterin IBCLC ins Haus geholt. Das hat mir ganz viel Sicherheit gegeben. Das Tragen im Tuch half meinem Kind und mir auch sehr. Alles Gute! Sileick
Layla88
Danke für die lieben und schnellen Antworten, das tut sehr gut. Ich möchte das Stillen noch nicht aufgeben und werde eure Ratschläge beherzigen. Danke!!!
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