Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

abstillen?

Frage: abstillen?

Mitglied inaktiv

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hallo! mein sohn ist jetzt 14 monate alt und wir stillen abends wenn ich von der arbeit nach hause komme, zum einschlafen, nachts und oft morgens beim aufwachen. tagsueber isst er leidlich, jetzt gerade mal weniger, aber das liegt wohl an der aktuellen erkältung. wollte so eigentlich noch ne weile weiterfahren... nun ist es so, dass ich anfang november vermutlich auf eine 5 tägige fortbildung fahren werde, und ich weiss gar nicht, ob ich deswegen jetzt ans abstillen denken muss. eigentlich freue ich mich sehr auf den kurs, aber andererseits weiss ich nicht, ob er mir das abstillen wert ist. denn stillen kann ich ja nicht, die fortbildung ist ca 300km von zu hause entfernt. mann und kind in eine fremde stadt mitnehmen im novembergrau und 5 hotellnächte bezahlen??? flasche kennt er bislang gar nicht. bislang bin ich es ja, die dem kleinen abends in den schlaf hilft. tagsueber schläft er im kinderwagen oder der manduca. abends wuerde er ev auch so einschlafen, aber dann ja nachts wieder aufwachen. was meinst du? bin recht ratlos. irgendwie will ich nicht abstillen, bin noch völlig von den guten qualitäten der mumi ueberzeugt (grins) und geniesse die stilleinheiten nach nem langen tag bei der arbeit. viele gruesse, julle


Biggi Welter

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Liebe julle1, Ihr Kind liebt nicht die Brust alleine heiß und innig, sondern auch die Mutter, die an dieser Brust `dranhängt". Es ist daher nicht die Frage `Was macht mein Kind ohne Brust" sondern `Wie geht es meinem Kind ohne Mutter für mehrere Tage?". Trennungen vom Kind müssen nicht zwingend das Ende der Stillzeit bedeuten. Unzählige berufstätige Mütter haben Dienstreisen hinter sich gebracht und nach der Rückkehr wieder weitergestillt und ebenso haben viele Mütter, die abstillen wollten, indem sie für ein paar Tage ohne Kind verreisen, die Erfahrung machen müssen, dass dieser Weg nicht funktioniert hat. Das Risiko, dass das Kind nach der Rückkehr die Brust verweigert ist allerdings gegeben, auch deshalb, weil das Kind durch die Abwesenheit der Mutter so verwirrt ist, dass es dieser nach der Rückkehr sehr skeptisch gegenüberstehen kann. Ein Baby oder Kleinkind hat kein Zeitgefühl und die Trennung ist für es scheinbar für immer. Dies gilt übrigens auch ganz gleich, ob Sie stillen oder nicht. In jedem Fall müssen Sie während Ihrer Abwesenheit auf Ihre Brust achten und regelmäßig die Milch abpumpen oder von Hand ausstreichen. Zum einen, um die Milchbildung aufrecht zu erhalten und zum andern, um Stauungsprobleme zu vermeiden. Spätestens wenn die Brust prall wird und spannt, werden Sie Milch abpumpen oder ausstreichen müssen. Ich will jetzt nicht zu negativ klingen, doch wenn es um mich und mein Kind ginge, würde ich die Reise entweder verschieben oder mein Kind doch mitnehmen. LLLiebe Grüße Biggi Welter


Mitglied inaktiv

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danke für die ehrliche antwort, liebe biggi! wie gesagt, ich selbst bin ja ambivalent wg der ganzen sache. muss nochmal mit meinem freund drüber reden, denn er würde in der zeit ja komplett auf den kleinen aufpassen, was er jetzt ja auch tagsüber tut, aber rund um die uhr ist halt doch nochmal was anderes. julle


Biggi Welter

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Liebe julle, wenn es für dich irgendwie machbar ist, nimm die beiden mit! So kannst Du am Abend deine kleine Familie bei dir haben, dein Freund fühlt sich nicht ganz so alleine und dein Kind wird glücklich sein, wenn es Euch beide hat ;-). Vielleicht kannst Du einfach ein kleines Doppelzimmer buchen, meist ist das gar nicht so viel teurer. Bitte schreib mir doch danach einmal, wie Du dich entschieden hast und wie es war, auf alle Fälle drücke ich dir die Daumen! LLLiebe Grüße, Biggi


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