Mitglied inaktiv
Hallo liebes Expertenteam! Mein Sohn wird morgen 7 Wochen alt. Zu Beginn hatten wir keinerlei Stillprobleme. Nach wenigen Wochen hatte ich leider zu wenig Milch und habe mit Aptamil HApre zugefüttert. Dass die Milch zurück ging, kann ich mir so erklären, weil wir eine stressige Zeit haben, da wir unsere bevorstehende Hochzeit planen müssen. Mein Freund hat seit letzter Woche Urlaub und bezüglich der Milchmenge bestehen derzeit keine Probleme mehr. Allerdings habe ich eine Wassereinlagerung in der linken Hand und dadurch einen eingeklemmten Nerv. Ich war beim Orthopäden und der hat mir eine Handgelenksschiene verpasst. Er hat mich auch direkt darauf vorbereitet, dass die Möglichkeit besteht, dass die rechte Hand auch noch betroffen werden kann. Sobald ich abgestillt habe, würde ich aber keine Probleme mehr damit haben. Da ich ja bereits schon Stillschwierigkeiten habe, war ich schon mehrfach kurz davor, abzustillen, was mich viele Tränen gekostet hat. Ich habe mich jedoch jedesmal wieder dazu entschieden, doch weiter zu probieren - mit gutem Erfolg :-) Da wir aber allerdings Mitte September heiraten werden, habe ich trotzdem vor, Anfang September abzustillen, da ich ein schönes Kleid tragen möchte (man heiratet ja bestenfalls nur einmal im Leben und einen Tag lang nicht stillen geht ja auch nicht). Bis dahin hätte ich 2 1/2 Monate gestillt. Ich weiß, dass Muttermilch das Beste für das Kind ist, man ein halbes Jahr voll stillen soll, habe aber meinen Entschluss gefasst. Jetzt möchte ich gerne wissen: Wie stille ich am schonendsten ab? Und in welchem Zeitraum findet ein Abstillen statt? Meine Hebamme sagte, dass innerhalb einer Woche keine Milch mehr da wäre, wenn ich nach und nach Mahlzeiten ersetze. Stimmt das? Allerdings wäre ich nochmal dankbar für eine genaue Erläuterung, mit welcher Mahlzeit man am besten beginnt. Vielen Dank schon einmal für die Antwort!
Liebe Rotezora_1981, eine "Gebrauchsanweisung" im wörtlichen Sinn gibt es nicht, nur Tipps und Vorschläge wie vorgegangen werden kann. Dabei gehen Sie am besten so vor, dass Sie Ihr Kind zunächst anlegen, aber es sich nicht vollständig satt trinken lassen, sondern anschließend noch die Flasche anbieten. Bei manchen Kinder empfiehlt sich auch die umgekehrte Vorgehensweise, zuerst Flasche anbieten und anschließend noch die Brust, das müssen Sie ausprobieren. Allmählich steigern Sie die Menge der Flaschennahrung, bis die Mahlzeit vollständig ersetzt ist. Etwa im Abstand von mindestens einer Woche können Sie dann mit dem Ersetzen der nächsten Mahlzeit durch künstliche Säuglingsnahrung beginnen. Mit welcher Mahlzeit Sie beginnen, bleibt Ihnen überlassen. Nach Möglichkeit sollten Sie nicht zwei unmittelbar aufeinanderfolgende Stillzeiten direkt nacheinander ersetzen. Falls die Brust dann zu spannen beginnt, pumpen Sie gerade so viel Milch ab oder streichen von Hand aus, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Sie sich wieder wohl fühlen. Nicht mehr Milch als unbedingt notwendig entleeren, denn sonst wird die Produktion wieder angeregt. Zusätzlich können Sie die Brust kühlen. Besprechen Sie mit Ihrer Kinderärztin/arzt welche künstliche Säuglingsnahrung Sie verwenden sollten. Pre Nahrung kann wie Muttermilch nach Bedarf gegeben werden und ist als Ersatz für die Muttermilch für das gesamte erste Lebensjahr (bis das Kind an normale Kuhmilch gewöhnt werden kann) geeignet. Für das komplette Abstillen sollten Sie in etwa sechs bis acht Wochen einrechnen, dieser Zeitraum ist realistisch, wenn Sie Probleme mit der Brust vermeiden wollen und gibt auch dem Kind Zeit, sich an die Umstellung zu gewöhnen. Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben. LLLiebe Grüße Biggi Welter
Mitglied inaktiv
Vielen Dank! Ich bin froh, dass ich noch eine weitere Meinung eingeholt habe, denn eine Woche (wie es meine Hebamme gesagt hat), kam mir doch recht kurz vor.
Mitglied inaktiv
Hallo Rotezora_1981, Normalerweise antworte ich nicht auf Postings hier, ist ja schließlich das Expertenforum. Zudem schreibst du, du hast dich schon entschieden. Aber jetzt kann ich es doch nicht lassen, auch etwas dazu zu schreiben. Nimm es mir bitte nicht übel. Das mit der Wassereinlagerung ist eine Sache, davon verstehe ich nichts. Aber willst du wirklich wegen der Hochzeit komplett abstillen? Offensichtlich tut es dir doch gut zu stillen ("...war ich schon mehrfach kurz davor, abzustillen, was mich viele Tränen gekostet hat"). Nachdem ihr schon solche Schwierigkeiten überwunden habt, muss sich für den Hochzeitstag doch eine andere Möglichkeit finden lassen. Wenn du dich entschieden hast, abzustillen, d.h. komplett auf die Flasche umzusteigen, geht denn dann nicht die Flasche nur für den einen Tag auch, plus dass du dich zum Stillen ab und zu in einen ruhigen Raum zurückziehst? Oder du reduzierst jetzt bloß, dann, denke ich, lässt sich auch ein Tag ohne Stillen überstehen, und kannst danach wieder häufiger stillen? Naja, ist vielleicht Quatsch, aber schade ist es schon! Auf jeden Fall wünsche ich euch eine schöne Hochzeit!
Mitglied inaktiv
Hallo! Danke für Deine Antwort, die ich keinesfalls Quatsch finde. Ich habe auch noch mehrere Nächte drüber geschlafen und mich entschieden, für diesen Tag abzupumpen und mich alle 4 Stunden kurz zu verdrücken und Milch abzupumpen. So kann ich alles unter einen Hut packen :-) Und ein Gläschen Sekt kann ich mir auch gönnen :-)
Mitglied inaktiv
Hi, es freut mich, dass du für dich so eine gute Lösung gefunden hast. Alles gute!
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