Mitglied inaktiv
hallo! meine tochter ist 4,5 monate alt (geboren in der 36. ssw) und ich möchte jetzt ganz abstillen. sie bekommt jetzt noch morgens die brust und seit ein paar tagen zusätzlich 3 bis 4 fläschen (230 ml) mit anfangsmilch. seit mitte märz bekam sie zusätzlich zum stillen pre-milch (mußte sein, da sie bei stillen zuwenig getrunken und kaum zugenommen hat). habe seit pfingsten mit der reduktion der stillmahlzeiten angefangen. brei haben wir probiert, sie hat zwei tage drei löffelchen gegessen und dann war schluß. will jetzt nochmal gegen ende des 5. monats mit brei beginnen. jetzt weiß ich aber nicht so genau, wie ich das am besten mache mit dem gänzlichen abstillen und brauche ihren rat. noch eine frage - muß sie unbedingt noch weitere flüssigkeit zu sich nehmen, sie mag keinen fenchel- oder anderen kräutertee und reines wasser verschmät sie auch. was tun? lieben dank
Kristina Wrede
Liebe Osterkind, beim Abstillen sollten Sie langsam und allmählich vorgehen und auch nicht gleich komplette Stillzeiten ausfallen lassen, sondern eine Stillzeit nach der anderen langsam immer weiter verkürzen und verringern. Etwa im Abstand von mindestens einer Woche können Sie dann mit dem Ersetzen der nächsten Mahlzeit durch künstliche Säuglingsnahrung beginnen. Mit welcher Mahlzeit Sie beginnen, bleibt Ihnen überlassen. Nach Möglichkeit sollten nicht zwei unmittelbar aufeinanderfolgende Stillzeiten direkt nacheinander ersetzt werden. Sollte die Brust auch bei dieser langsamen Vorgehensweise zu voll werden und zu spannen beginnen, können Sie gerade soviel Milch vorsichtig ausstreichen oder abpumpen, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Sie sich wieder wohl fühlen. Nicht mehr Milch entleeren als unbedingt notwendig, da sonst die Milchbildung weiter angeregt wird. Zusätzlich können Sie die Brust kühlen. Die Erfahrung zeigt, dass es beim Abstillen hilfreich sein kann, wenn die Frau den Salzkonsum einschränkt. Keinesfalls einschränken sollten Sie Ihre Trinkmenge. Sie sollten sich weiterhin nach dem Durstgefühl richten. Ehe sich die Milchmenge durch eine Verringerung der Flüssigkeitszufuhr vermindern würde, bekämen Sie massive Kreislaufprobleme und Kopfschmerzen. Die Empfehlung die Trinkmenge zu reduzieren gehört wirklich endgültig in die Mottenkiste der nicht ratsamen Tipps. Es gibt auch naturheilkundliche und homöopathische Mittel, um den Abstillprozess zu unterstützen, wenn Sie sich hierfür interessieren, wenden Sie sich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder eine Hebamme. So lange Ihr Baby ausschließlich Milch bekommt, braucht es keinen zusätzlichen Tee. Hat Ihr Sohn 5-6 nase Windeln und weichen Stuhl, können Sie von ausreichender Flüssigkeitszufuhr ausgegehen. Lieben Gruß, Kristina
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