Mitglied inaktiv
Liebe Kristina, ich hatte hier ja schon öfter geschrieben wegen meines Sohnes, der schon so frühzeitig festes Essen eingefordert hat und habe immer tolle Tipps bekommen, so dass wir die Stillzeit noch eine ganze Weile genossen haben, wenn auch nicht in dem Maße, wie man es sich so vorstellt... Wir haben also nach und nach immer weniger gestillt, weil er sich bei den "Tischmahlzeiten" schon pappsatt gegessen hat und es sichtlich genießt, mit uns allen am Tisch zu sitzen beim Essen, selbst wenn er nur Gemüse oder Brot bekommt ;-) So ist mein Kleiner inzwischen 8 Monate alt geworden und wird nur noch morgens beim Aufstehen gestillt. Allerdings wird ihm auch das nun zu langweilig, er kann sich nichtbaufs trinken konzentrieren und findets langwelig, nur Mama anzugucken dabei. Er rollt lieber durchs Bett, untersucht meine Halskette, spielt mit seiner großen Schwester, die dann ja auch schon wach ist usw. Ds hat natürlich zur Folge, dass er sich nicht ausreichend satt trinkt und dann wieder Hunger bekommt, sobald wir ausser Haus wollen zum Kiga. Stillen geht dann ja nicht, will er auch nicht mehr. So bekommt er nun bei unserm Frühstück eben auch noch etwas zu essen, also quasi frühstückt er dann eh mit uns. Nun schlage ich mich mit dem Gedanken herum, auch diese letzteStillmahlzeit, die ja so gar keine mehr ist, auch ausklingen zu lassen und ihm dann e3ben statt Tee Milch zum Frühstück im Becher zu geben. Andererseits sitzt mir aber auch das bildliche Engelchen auf der Schulter, dass mir von unserer familiären Belastung hinsichtlich Asthma und Allergien erzählt und von denSchutzstoffen der Muttermilch, die der Kleine eh so viel weniger bekomme hat als empfohlen, weil ers nicht wollte. Was meinst du, was ist in dieser Situation das Mittel der Wahl? Liebe Grüße, lupa
Kristina Wrede
Liebe Lupa, sprich doch auch mal mit Eurem Kinderarzt über das Thema Alternative zur Milch. Was bekommt er denn momentan zusätzlich zum Stillen am Morgen? Tatsache ist, ein Kind lässt sich nicht zum Stillen zwingen, und wenn er partout nicht mehr möchte, und auch du soweit bist, dass du denkst: Es ist ok, dann ist vielleicht für Euch der Zeitpunkt des Abstillens gekommen. Mit sieben bis neun Monaten braucht das Kind noch mindestens drei Milchmahlzeiten, theoretisch kann der Milchbedarf eines Kindes mit acht Monaten vollständig über Milchbrei gedeckt werden. Praktisch hat ein Kind jedoch in den meisten Fällen mindestens bis zum ersten Geburtstag noch ein so hohes Saugbedürfnis, dass die Flasche oft doch noch eingeführt werden sollte, wenn ein Kind deutlich vor dem ersten Geburtstag abgestillt wird. Auch hier muss immer das einzelne Kind beobachtet werden, eine allgemeingültige und unumstößliche Regel gibt es nicht. Was in den Becher oder die Flasche hineinkommt, ist aber tatsächlich eine Frage, die dein Kinderarzt besser beantworten kann als ich, denn ich kann nicht einschätzen, inwiefern sich eure allergische Vorbelastung auf dein Kind auswirkt. Ich hoffe, ich konnte dir trotzdem ein wenig helfen. Lieben Gruß, Kristina
Mitglied inaktiv
Liebe Kristina, im Moment bekommt mein Sohn nach dem Stillen morgens noch etwas Brot mit Margarine oder einem vegetarischen Brotaufstrich (ca. eine halbe SCheibe Brot), eine ganze Banane oder eine halbe weiche Birne plus einen Zwieback. Dazu noch etwas Tee. Er trinkt von Anfang an aus dem Becher bzw. unterwegs aus der Flasche mit so einem "Trinkschnabel" mit SChlitz drin, weiß nicht so genau, wie die Dinger heißen. Ich wollte vermeiden, dass er das Saugen aus der Flasche leichter und besser findet als an der Brust. Den Schnuller hat er eigentlich auch nur beim SChlafen, tagsüber verlangt er nicht nach irgendwas zum saugen, er hat ja auch ständig irgendwelche spannenden Sachen zum Anlutschen und draufrumbeißen im Mund (Rasseln, Schmusetücher, Mamas Kette, halt alles, was man als Baby so untersuchen muss...). Unser Kinderarzt ist spezialisiert auf Allergien und Asthma, von daher sind wir da schon bei der richtigen Adresse. Dort wurde uns immer gesagt, dass man möglichst lange stillen sollte und soweit keine Kuhmilchunverträglichkeit in der Familie bekannt ist, kann man nach dem Stillen auf Milchnahrung oder "Halbmilch" aus Kuhmilch und Wasser umstellen, sofern das Kind dann älter als 6 Monate ist. Bei uns liegt das Problem auch eher im Bereich Heuschnupfen mit Kreuzreaktionen, daher sind diverse Obstsorten laut Kinderarzt problematischer als Milch. Mal sehen, wie sich das Ganze entwickelt, ich denke, ich werde einfach weiter gucken, wie lange er morgens wenigstens ein bisschen trinkt. Wenn es dann noch weniger werden sollte, dann werden wir wohl endgültig aufgeben mit der Stillerei. Ich finde es schade, dass sich meine beiden Kinder so schnell abgestillt haben. Sonst lese ich immer nur von Kindern, die auch weit nach dem ersten oder zweiten Geburtstag auch noch nach Mams Brust verlangen und meine beiden haben lange davor keine Lust mehr gehabt. Woran mag das liegen? Ist es für ein Kind tatsächlich so viel einfacher zu essen als zu saugen? Oder ist die Geschmacksvielfalt am Tisch einfach spannender als bei Muttermilch? Wobei man doch auch sagt, dass Muttermilch immer anders schmeckt??? Irgendwie will mir das nicht so ganz einleuchten. Wobei es grundsätzlich okay ist, wenn sich auch mein Kleiner nun abstillt, hat ja auch seine Vorteile. Du hast ja nun doch etwas mehr Erfahrung auf diesem Gebiet, gibt es irgendwelche erklärbaren Gründe dafür, dass sich Kinder quasi von selbst relativ früh abstillen? Nochmal ganz lieben Dank für deine hilfreichen Antworten. In einem Umfeld ohne andere Mütter mit Stillerfahrung ist es manchmal ganz schön schwer, passende Tipps zu bekommen. Dieses Forum hier ist wirklich Gold wert, weil hier eben nicht gleich jeder "Abstillen" Schreit, wenn Probleme auftauchen. Ich bin froh, auch nach je zwei Brustentzündungen bei jedem Kind und etlicher sonstiger Anfangsprobleme beide Kinder gestillt haben zu können und hier viele Tipps und Anregungen zum Ducrhhalten und Weitermachen gefunden zu haben! Liebe Grüße lupa
Kristina Wrede
Liebe Lupa, was das Abstillen angeht, so ist es so, dass jedes Kind Phasen hat, in denen es sich sehr leicht vom Stillen ablenken lässt. Da hilft es, wenn nicht nur ein Mal am Tag gestillt wird sondern z.B. auch vor dem Einschlafen oder während der Nacht. So bleiben Mutter und Kind "beim" Stillen, und die "kritischen Phasen" stellen keine so große Bedrohung für die Stillzeit dar. Gerade so im 8.-10. Monat ist das ganz ganz häufig so... Andererseits GIBT es eben Kinder, die sich doch recht früh abstillen und so wenig man vorhersagen kann, ob ein Kind Jahre lang weiterstillen wird, wenn man es nicht davon abbringt, so kann auch niemand mit Gewissheit sagen, dass JEDES Kind weitertrinken würde, wenn es andere Gelegenheit zum Stillen bekäme. Du kannst es ausprobieren, wenn du möchtest. Ein wenig Wehmut ist bei jeder Mutter dabei, wenn die Stillbeziehung zu Ende geht. Das ist nach 2 Jahren nicht "einfacher" als mit 8 Monaten. Doch es gehört dazu dass auch wir Mütter lernen, unsere Kleinen Schritt für Schritt loszulassen. Lieben Gruß, Kristina
Mitglied inaktiv
Hallo! Versuche doch den Kleinen zu stillen, wenn er schläft, viele Kinder machen das. Wenn das nicht in Frage kommt, wie wäre es dann mit abgepumpter Muttermilch in der Flasche? Grüße Käsemoppel
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