Mitglied inaktiv
Hallo Fr. Welter! Ich habe Ihnen bereits geschrieben am 22 oder 23. Sept.bezüglich Abstillen meines 19. Monate alten Sohnes!. ich möchte gerne Abstillen da ich glaube das 19 Monate genug sind, und meine Brüste schon wieder sehr offen sind;Dies geht aber nicht so einfach, denn er schläft nur ein wenn er meine Brust bekommt!Er trinkt auch in der Nacht!ich habe bis jetzt sehr gerne gestillt aber ich möchte allmählich aufhören!Da die Leute in meiner Umgebung sich schon lächerlich machen über mich! Und sagen du wirst ihn noch bis in die Schule stillen!Ich habe bereits derei Kinder habe es genauso gemacht wie bei meinem Letztgeborenen. Er verweigert generell alle Flaschennahrungen, ich habe schon alle z.B. Milumil, Beba, Hipp usw. samt Flaschenfopper durchprobiert! Das einzige was er trinkt ist ev. ein paar Schluck normale Milch.Diese ist aber nicht sättigend!Ich habe bereits auch von der Mutterberatungsärztin Zoff bekommen weil ich immer noch Stille, und das ich das nicht zusammenbringen das ich abstillen! Was kann ich machen!Mein Sohn isst allgemein auch sehr wenig, er hat z.B. er hat nie ein ganzes Hippgläschen gegessen! und trinkt auch keinen ganzen Becher!(z.B. Saft unsw.) Ich mache mir Vorwürfe wenn ich zum Stillen aufhöre das er die Stoffe nicht mehr bekommt die andere Kinder in der Flaschennahrung haben! (Eisen,usw) Bitte würden Sie mir helfen! LG
Kristina Wrede
Liebe "Unbekannte", es kann sein, dass Ihr Mail an Biggi untergegangen ist, das tut mir leid. Biggi Welter hat vor Kurzem eine schlimme Diagnose hinnehmen müssen und liegt noch immer im Krankenhaus... Ich möchte gern versuchen, an ihrer Stelle Ihnen zu helfen. Selbstverständlich haben Sie alles Recht der Welt, ihren 19 Monate alten Sohn abzustillen, nur fände ich es schade, wenn das allein darum geschieht, weil ihre Umgebung einen so negativen Druck auf Sie ausübt. Denn sie sind gar nicht so allein mit dem Stillen eines älteren Säuglings. Und die Argumente, die Sie bislang zu hören bekommen haben, sind nicht richtig: Es schadet weder Ihnen noch Ihrem Kind, wenn Sie ihm weiterhin die Geborgenheit des Trinkens an Ihrer Brust schenken. Doch ich bin selbst Mutter leidenschaftlicher "Brust-Schläfer" und kann daher gut, dass Sie die Einschlafgewohnheiten Ihres Sohnes ändern möchten. Auch Mütter haben Bedürfnisse! Und die Erfahrung vieler Mütter in ähnlicher Situation zeigt, dass auch Stillkinder ohne Brust oder ohne Mama einschlafen können, wenn sie nicht verfügbar ist - vorausgesetzt, man lässt sie dabei nicht "im Stich". Ihr Sohn kann durchaus lernen, ohne Stillen einzuschlafen - er wird trotzdem jemanden brauchen, der bei ihm ist oder immer wieder zu ihm kommt und ihm versichert, dass alles in Ordnung ist und er unbesorgt einschlafen kann. Das ist normal in dem Alter und -auch wenn es anstrengend ist- wichtig für so ein kleines Menschlein. Denken Sie daran, das Umgewöhnen braucht Zeit! Erklären Sie Ihrem Sohn warum Sie möchten, dass er selber einschläft oder warum Sie ihn jetzt nicht, aber später (z.B. direkt nach dem Aufwachen) stillen werden. Und: Halten Sie sich an die Abmachung auch wenn er nicht daran denkt! Erfahrungsgemäß begreifen die Kleinen nach ein paar Tagen, das jetzt neue "Gewohnheiten" eingeführt wurden und kommen gut damit zurecht. Und falls nicht, können Sie sicher sein, dass Ihr Sohn die besondere Bedeutung des Stillens einfach doch noch wirklich braucht und vielleicht erst in 2 oder 3 Monaten soweit ist, darauf verzichten zu können. Ich hoffe, diese Anregungen helfen Ihnen weiter. Gern möchte ich Ihnen noch eine ganz neue Broschüre von La Leche Liga ans Herz legen: "Abstillen - Aber warum" von Cordelia Koppitz. Es ist einfach unglaublich anstrengend, Mutter zu sein. Und kaum eine von uns war wirklich darauf vorbereitet! Aber es lohnt sich, die Mühe nicht zu scheuen und sich auf das Muttersein auch wirklich einzulassen. Ein Kind ist eben kein Hobby, das man nebenbei ausüben kann, es erfüllt Dein Leben ganz und gar, krempelt es um, und schenkt uns dadurch eine neue Chance, etwas sinnvolles und wichtiges zu tun: Dem kleinen Menschlein beizustehen, ihm zu zeigen, was gut und schön ist im Leben, dass man Liebe schenken und geschenkt bekommen kann (und nicht verdienen muss)... Ich bin sicher, Sie finden den richtigen Weg für Sie beide! Herzlichen Gruß, Kristina
Mitglied inaktiv
Hallo guten Tag Frau Heindl! Erstmals danke für die Rückantwort und gute Besserung für Frau Welter! Da sie sagten ich soll mit meinem kleinen Sohn sprechen warum, und wieso er allein einschlafen muß und warum ich ihn nicht mehr stillen möchte! Ich glaube einen 19 Moante alten Sohn kann man noch nicht so sprechen wie z.B. mit einem 3-jährígen, er wird es nicht verstehen und auch nicht begreifen! LG IrmgardK
Kristina Wrede
Liebe Irmgard, ich habe auch immer gedacht, dass ein so kleiner Mensch noch nicht verstehen kann, doch dann war ich erstaunt: Sie können es doch. Vielleicht verstehen sie nicht jedes Wort, was wir sagen, aber sie merken: Wir nehmen sie ernst und sagen ihnen, was wir machen und was sie erwartet. Wir behandeln sie nicht wie kleine dumme Babys, sondern wie kompetente kleine Menschen, die sie sind. Ihr Sohn wird ein bisschen Zeit brauchen, bis er Ihre Worte und Ihre Handlungen in Einklang bringt - und dann versteht er tatsächlich, was Sie ihm gesagt haben und sagen. Auch wenn er erst 19 Monate alt ist. Garantiert! Herzlichen Gruß und nur Mut! Kristina
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