Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Abstillen

Frage: Abstillen

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Hallo liebe Biggi! Dir wurde diese o.ä. Fragen wohl schon oft gestellt, aber beim durchblättern der letzten Seiten habe ich nicht die passende Antwort für mich gefunden. Sorry. :o) Also, hier meine Frage: Mein Sohn ist gerade 9 Monate, ich habe ihn bis zu einem Alter von 6,5 Monaten voll gestillt und habe seitdem eine nach der anderen Mahlzeit durch Beikost ersetzt (was kein Problem war und ihm Spaß macht)und er trinkt seitdem tagsüber zusätzlich Wasser oder Tee aus der Flasche. Z. Zt. stille ich eigentlich nur noch morgens früh (irgendwann zwischen 4:30 und 6:00 - wie er es halt braucht). Heute morgen hat Simon sich gemeldet, alles wie immer. Ich lege ihn an, er zieht 1 - 2 x und beißt zu (auaaaa, er hat 2 Zähne), ich schreie auf, er erschreckt sich, ich tröste ihn, lege ihn wieder an, er zieht 1 - 2 x und beißt wieder (allerdings behutsamer), hm, ich lege ihn wieder an .. er stupst die Brust aus seinem Mund spielt mit den Knöpfen von meinem Schlafanzug, mit meiner Brustwarze, grinst mich an, schaut sich im Zimmer um .. na ja, denke ich, dann gibt es halt die andere Seite ... er trinkt wieder nicht, setzt sich hin und guckt mich an als wollte er sagen: "Was willst Du eigentlich??" ... habe erst einmal geprüft ob ich noch Milch habe - das war der Fall ... na ja, dann habe ich ihm eine Flasche gemacht (hatte für Notfälle irgendwann mal Pulver gekauft) ... er nimmt mir die Flasche fast aus der Hand :o) stopft sie sich in den Mund und trinkt sie in einem Zug leer, als sei es das normalste der Welt. Da es mir im Moment ziemlich schlecht geht (ich habe einen akuten Rheumaschub) und ich Anfang September ins Krankenhaus muss und in 2 Wochen eh das natürliche Abstillen begonnen hätte (erst nur noch ein um den anderen Tag stillen usw.), finde ich es nicht ganz so schlimm (auch wenn es irgendwie schade ist). Aber länger hätte ich den stationären Krankenhausaufenthalt eh nicht mehr rausschieben können (ich kann jetzt schon den Haushalt nicht mehr selbst versorgen - und Simon teilweise leider auch nicht). Na ja, vielleicht hat er gemerkt, dass ich nicht mehr gut kann (obwohl ich sehr gerne gestillt habe). :o) Nun endlich zu meiner eigentlichen Frage (hatte wohl etwas Mitteilungsbedürfnis *grins*): Was muss ich jetzt tun? Ich habe dann heute die Milch nicht abgepumpt um die Milchproduktion nicht anzukurbeln. Ich glaube die meiste Milch habe ich eh nicht mehr - die Brüste sind auf jeden Fall morgens nicht mehr so hart und prall. Ich habe keine Schmerzen in der Brust gehabt, kein Spannen oder sonstiges. Morgen früh werde ich es noch einmal kurz versuchen ihn anzulegen. Sollte er wieder nicht trinken wollen, dann ist es wohl so. Muss ich die Milch ausstreifen oder abpumpen, wenn ich keinerlei Beschwerden habe? Ich will dann natürlich nicht unnötig die Milchproduktion wieder fördern. Muss ich mich um Abstilltabletten (habe keine Ahnung davon) bemühen? Sollte ich Salbeitee trinken, o.ä.? Oder kann einfach alles seinen Gang gehen, wenn ich keine Beschwerden habe? Habe etwas Angst noch einen Milchstau oder eine Brustentzündung zu bekommen. Ich bin gottseidank bisher verschont geblieben und soetwas kann ich im Moment echt nicht noch zusätzlich gebrauchen (wer kann das schon?). Vielen Dank für Deine Hilfe. Lieben Gruß Ulla


Biggi Welter

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? Liebe Ulla, Es dauert einige Zeit, bis keinerlei Milch mehr gebildet wird (Wochen bis Monate) und die Brust sozusagen wieder `inaktivA wird. Abstilltabletten sind jedoch sicher nicht notwendig (es gibt Länder, in denen diese Medikamente keine Zulassung haben und auch dort stillen Frauen ab). Wenn Du keine Probleme mit einer prallen, schmerzhaft spannenden Brust oder einem Milchstau usw. mehr hast, besteht jetzt überhaupt kein Handlungsbedarf. Die Brust wird ganz allmählich die Milchproduktion vollständig einstellen und noch in der Brust vorhandene Milch wird vom umgebenden Gewebe resorbiert werden. (Keine Sorge, die Milch in der Brust wird nicht `schlechtA). Du kannst nun immer dann ausstreichen, wenn die Brust prall voll ist. Aber nicht so ausstreichen, dass die Milchmenge aufrecht erhalten bleibt, sondern so, dass Du dich wohl fühlst und die Spannung nachlässt. Zusätzlich kann die Brust gekühlt werden. Widerstehe der Versuchung immer wieder ein bisschen an der Brust herumzudrücken, um zu sehen `ob da noch was istA. Auf diese Weise kann die Milchproduktion auf geringem Niveau weiterhin aufrecht erhalten bleiben. Sobald nicht mehr an der Brust manipuliert wird, hört dann auch die Milchbildung nach einer Weile endgültig auf. LLLiebe Grüße Biggi Welter


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