Mitglied inaktiv
Hallo,mein Sohn ist jetzt 4 Monate alt und bis jetzt stille ich ihn voll.Die Stillabstände werden leider immer kürzer(früher ca alle 4-5h,jetzt ca.3h).Auch das Nachts durchschlafen hat bis vor 3 Wochen noch geklappt.Nun ist auch das wieder hinfällig. Meine Kräfte weichen und ich möchte langsam abstillen.Mein Sohn ist allergiegefährdet!!!!Wie funktioniert es mit dem abstillen???Welche Nahrung ist sinnvoll?Und welche Sauger, um Saugverwirrungen beim Kind zu vermeiden? Auf eine Antwort würde ich mich freuen !!!!Liebe Grüsse Chrissi!!!
? Liebe Chrissi, Ihre Frage ist eine schon fast „klassische" Anfrage einer Mutter mit einem vier Monate alten Baby und die Antwort lautet in fast allen Fällen: Geduld bewahren, dem Kind und sich selbst Zeit geben. Die Kinder machen um diese Zeit sowohl einen Wachstumsschub als auch einen Entwicklungsschub durch und das ist für alle Beteiligten anstrengend. Studien haben eindeutig ergeben, dass eine Umstellung der Ernährung bei einem vier Monate alten Baby KEINEN positiven Einfluss auf das Schlafverhalten haben. Wenn Sie also für sich beschlossen haben, dass jetzt der Zeitpunkt für das Abstillen gekommen ist, dann stillen Sie ab, aber erwarten Sie sich dadurch keine Wunder und keinen leichteren Alltag. Beim Abstillen gehen Sie am besten so vor, dass Sie Ihr Kind zunächst anlegen, aber es sich nicht vollständig satt trinken lassen, sondern anschließend noch die Flasche anbieten. Bei manchen Kinder empfiehlt sich auch die umgekehrte Vorgehensweise, zuerst Flasche anbieten und anschließend noch die Brust, das müssen Sie ausprobieren. Allmählich steigern Sie die Menge der Flaschennahrung, bis die Mahlzeit vollständig ersetzt ist. Etwa im Abstand von mindestens einer Woche (oder auch deutlich länger) können Sie dann mit dem Ersetzen der nächsten Mahlzeit durch künstliche Säuglingsnahrung beginnen. Mit welcher Mahlzeit Sie beginnen, bleibt Ihnen überlassen. Nach Möglichkeit sollten Sie nicht zwei unmittelbar aufeinanderfolgende Stillzeiten direkt nacheinander ersetzen. Falls die Brust dann zu spannen beginnt, pumpen Sie gerade so viel Milch ab oder streichen von Hand aus, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Sie sich wieder wohl fühlen. Nicht mehr Milch als unbedingt notwendig entleeren, denn sonst wird die Produktion wieder angeregt. Zusätzlich können Sie die Brust kühlen. Ein Einschränken der Trinkmenge (wie es leider immer noch häufig empfohlen wird) ist nicht empfehlenswert. Trinken Sie entsprechend Ihrem Durstgefühl. Was hingegen hilfreich sein kann, ist das Einschränken des Kochsalzkonsums. Auch sollten Sie keinesfalls die Brust hochbinden. Was hilfreich sein kann ist ein gut sitzender, stützender BH, der jedoch keinesfalls einengen darf. Es gibt auch naturheilkundliche und homöopathische Mittel, die zum Abstillen eingesetzt werden können. Wenn Sie sich hierfür interessieren, wenden Sie sich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder Hebamme. Welche künstliche Säuglingsnahrung Sie als Ersatz für die Muttermilch verwenden, sollten Sie mir Ihrer Kinderärztin/arzt besprechen. Sie kann Ihnen sagen, ob eine HA-Nahrung sinnvoll ist oder eine normale Pre-Nahrung verwendet werden kann. Pre-Nahrung ist der Muttermilch am weitesten angeglichen und kann wie Muttermilch nach Bedarf gegeben werden. Sie ist für das gesamte erste Lebensjahr geeignet. Ganz gleich, was die Hersteller sagen: es gibt keinen Sauger, der keine Saugverwirrung hervorrufen kann. Deshalb kann ich Ihnen auch nicht zu einem bestimmten Sauger raten. Letztlich müssen Sie ausprobieren, mit welchen Sauger Ihr Kind am besten zurecht kommt. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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