Frage im Expertenforum Stillberatung an Kristina Wrede:

Abstillen wg. Schilddrüsenüberfunktion?

Frage: Abstillen wg. Schilddrüsenüberfunktion?

Mitglied inaktiv

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Hallo! Ich wende mich in meiner Verzweiflung an Sie. Letzte Woche habe ich nach einer Blutuntersuchung die Diagnose Schilddrüsenüberfunktion bekommen. Man riet mir, aufgrund der Medikamente,die ich ab sofort einnehmen muß, und der notwendigen Szintigrafie (per Ultraschall wurde ein Knoten in der Schilddrüse entdeckt) innerhalb der nächsten 6-8 Wochen abzustillen. Ich habe mich bei embryotox.de erkundigt - Medikamente sind in der Dosierung, wie ich sie momentan nehme, mit dem Stillen vereinbar und die Szintigrafie würde lediglich eine 24-h-Stillpause notwendig machen. Leider weiß man ja nicht, was die Szintigrafie ergibt - im schlimmsten Falle eine Operation. Ich nehme an, dass ich deswegen bereits jetzt abstillen soll; später wäre die Zeit dann wahrscheinlich knapper. Da meine Tochter auch bereits 6 Monate alt ist und bisher voll gestillt wurde, sollte man annehmen, dass ein Abstillen nicht allzu dramatisch sei. Ist es aber leider doch. Ich habe ein großes Problem damit und meine Tochter verweigert seit jeher jegliche Flaschen und Schnuller. Auch schläft sie abends seit Geburt an meiner Brust ein. Ich habe keine Ahnung, wie ich damit fertig werden soll. Was würden Sie mir raten? Vielen Dank und traurige Grüße, elly07


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Liebe Elly07, ich würde jetzt keinesfalls abstillen, denn es muss noch lange nicht sein, dass operiert wird. Viele Frauen haben Knoten in der Schilddrüse, mit denen sie ihr Leben lang leben. Ich würde also erst einmal die Szintigrafie machen lassen und dann entscheiden, wie es weiter geht. Selbst wenn operiert wird, können Sie nach der OP weiterstillen, müssen vielleicht nur eine kleine Pause machen. Ich drücke Ihnen die Daumen, dass es ein „normaler“ Knoten ist und würde mich sehr freuen, wenn Sie sich nach der Untersuchung kurz melden würden. Ich drücke Ihnen die Daumen! Herzlichen Gruß, Kristina


Mitglied inaktiv

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Vielen Dank für Ihre rasche Antwort. Ich habe später einen Termin bei meiner Frauenärztin - mal sehen, was die zu der Problematik sagt. Ich melde mich gerne wieder, wenn es was Neues zu berichten gibt! LG


Mitglied inaktiv

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Hallo Kristina! Komme gerade von dem Termin bei meiner Frauenärztin. Auch sie hat mir geraten, zunächst die Szinitgrafie durchführen zu lassen (Milch abpumpen!)und abzuwarten (und zu hoffen!), was die Untersuchung ergibt. Vielleicht lässt sich tatsächlich ein Weg finden, dass ich nicht abstillen muß. Embryotox.de hat meine Ärztin mir übrigens auch sehr empfohlen - sie meint, die sind dort kompetent (während mein Hausarzt sagt, es seien Schreibtisch-Hengste). Nichts desto trotz möchte und muss ich meine Tochte langsam an das Fläschchen gewöhnen, eventuell bleibt mir nach der Szinitgrafie ja nicht mehr so viel Zeit zum Abstillen. Und in der 24-h-Spanne nach der Untersuchung muss sie ja auch die Flasche bekommen. Deshalb wäre ich Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir Tips geben könnten, wie ich meiner Tochter beibringe, aus der Flasche zu trinken. Sie verweigert diese komplett und Flaschennahrung per Löffel geht auch nicht - sie ekelt sich quasi. Schüttelt sich und macht den Mund zu. Ich meine, ein Säugling muss doch sein Saugbedürfnis irgendwo befriedigen. Wenn nicht an meiner Brust, nicht an der Flasche oder dem Schnulli - wo dann? Vielen Dank für`s "Zuhören". Grüße, elly07 (Liane)


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Liebe Liane, ich drück dir erst einmal ganz fest die Daumen, dass alles "gut ausgeht". Die Embryotox empfiehlt nach einer Szintigraphie eine Stillpause von 10 bis 12 Stunden. Andere Ärzte, vor allem haftungsrechtliche Gründen, raten zu einer 24h-Stillpause. Es ist eine Entscheidung, die du gemeinsam mit deiner Ärztin treffen solltest, wie lang Eure Stillpause dauern wird. Viele Stillkinder lehnen die Flasche ab, schlicht und ergreifend deshalb, weil die Technik an der Flasche eine ganz andere ist, als an der Brust. Dazu kommt, dass sich ein Flaschensauger ganz anders anfühlt als die Brust und so lehnen viele Stillkinder die Flasche ab. Wenn die Mutter die Flasche geben will kommt noch dazu, dass es sich denkt "Was soll denn damit? Ich kann doch die Milch meiner Mutter riechen und fühle ihre Brust und bekomme so etwas Seltsames in den Mund gesteckt". In einigen Fällen hilft es daher, wenn jemand Anderes die Flaschenfütterung übernimmt. Hier schreib ich dir mal die Tipps auf, wie das Baby die Flasche vielleicht besser annimmt, falls du auf jeden Fall auf die Flasche ausweichen möchtest: • die Flasche anbieten, ehe das Baby zu hungrig ist • das Baby beim Flaschegeben in ein Kleidungsstück der Mutter (Geruch) einwickeln • den Flaschensauger nicht in den Mund des Babys stecken, sondern die Lippen des Babys damit berühren, so wie die Mutter dies mit der Brustwarze tut • den Flaschensauger mit warmem Wasser auf Körpertemperatur bringen oder beim einem zahnenden Baby abkühlen, um die Zahnleisten zu beruhigen • verschiedene Saugerformen und Lochgrössen ausprobieren • verschiedene Haltungen beim Füttern einnehmen • versuchen das Baby im Halbschlaf zu füttern • geduldig bleiben und auch alternative Fütterungsmethoden in Betracht ziehen (z.B. Becher, Löffel) Lieben Gruß, Kristina


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