Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Abstillen wegen Azathioprin

Frage: Abstillen wegen Azathioprin

Sabine123

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Hallo liebe Biggi, ich soll nun demnächst wieder mit Azathioprin (medizinisch leider notwendig) beginnen, obwohl ich meinen Sohn 10,5 Monate noch morgens, abends und bei Bedarf nachts stille. Es ist eben so, dass mein Sohn und ich diese "Stillzeiten" genießen und sowohl morgens als auch abends, vor dem Schlafengehen, "besteht" er regelrecht aufs Stillen, da es ihn auch beruhigt. Es ist sozusagen für uns BEIDE ein Ritual, von dem sich weder mein Sohn noch ich zur Zeit gerne verabschieden wollen. Laut Embryotox soll ja trotz Aza das Stillen nicht ausgeschlossen sein, dennoch hätte ich ein sehr ungutes Gefühl, ihn weiterzustillen, denn Aza kein Bonbon, sondern grade auf lange Sicht nicht 100% kalkulierbar (erhöhtes Krebsrisiko, usw.) - und ich denke auch, dass da keine Langzeitbeobachtungen bei Embryotox vorliegen, um eine Schädigung beim Kind in vielleicht 20 Jahre gänzlich auszuschließen. So schwer es mir auch fällt, würde ich gerne versuchen, meinen Sohn abzustillen, weiß aber, dass das nicht einfach wird, und vor allem weiß ich nicht, WIE?!? Was kann ich tun, um es ihm zu erleichtern? Was kann mein Mann unterstützend dazu beitragen? Vielen Dank schonmal für Deine Tipps.


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe Sabine123, hast Du dir die Infos genau angeschaut? Es wird sogar vom VOLLstillen nicht abgeraten, Du stillst ja nur noch zweimal….. Schau mal: http://www.embryotox.de/azathioprin.html Natürlich kannst Du auch abstillen, wenn Du dich wohler fühlst. Ein radikaler Brustentzug wird für dein Kind sicher sehr schwierig sein und mit vielen Tränen verbunden. Vielleicht kannst Du statt von jetzt auf gleich nicht mehr zu stillen, die Zeit an der Brust schrittweise immer weiter verkürzen, so dass der Übergang fließend ist. Eine andere Möglichkeit ist es, dass statt dir dein Partner die Nachtschicht bzw. das zu Bett bringen zum Teil übernimmt. Also nicht Du wendest dich jedes Mal dem Kind zu, sondern ihr wechselt euch ab und da ein Mann keine Brust zum Stillen hat, wird er euer Kind auf andere Weise beruhigen müssen. Das Verändern von Ritualen kann helfen. Wenn dein Partner nicht einspringen kann, bleibt es an dir, dein Kind auf andere Weise zu trösten und zu beruhigen und ihm einen Ersatz für die Brust anzubieten. In dieser Situation ist ein Nachthemd bzw. Kleidung, die sich vorne nicht öffnen lässt oft hilfreich. Wichtig ist, dass dein Kind weiterhin deine Liebe und Zuneigung spürt und Du allmählich und mit viel Liebe vorgehst und nicht zu schnell die Geduld verlierst. Denke daran, dass das Stillen für dein Kind viel mehr ist, als nur Ernährung. LLLiebe Grüße Biggi


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